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Kamener Stadtmeisterschaft mit Robin und Wolfgang Schulz

Bericht von Robin Schulz

Am Freitag waren Wolfgang und ich bei der 1. Runde der Kamener Stadtmeisterschaft. Ich spielte gegen Jochen Bals, immerhin ein Spieler mit 1855 DWZ, doch auch diese Spieler kochen nur mit Wasser. Leider habe ich bereits in der Eröffnung eine Figur für eine reichlich demolierte Bauernstruktur eingestellt. Im weiteren Verlauf konnte ich ihm drei Bauern abnehmen und damit ein Gegenspiel entwickeln. Gegen den Springer mehr im Endspiel sah ich leider keinen Weg zum Gewinn bzw. Remis und habe die Partie im 40. Zug aufgegeben. Mein Vater kämpfte erbittert gegen Dr. Dirk Markert, leider mit dem selben Ergebnis.

Erste Mannschaft scheitert ersatzgeschwächt nur knapp

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 1 DWZ Rangnr. SV Kamen 2 DWZ 3,5:4,5
1 3 Brüggestraß, Volker 2017 9 Georg, Felix 1989 1:0
2 5 Berens, Thomas 1856 10 Neumann, Carsten 2002 ½:½
3 6 Löffelbein, Klaus 1847 11 Koch, Marcel 1917 0:1
4 7 Melmer, Felix 1851 12 Traunecker, Thomas 1871 1:0
5 9 Steinke, Matthias 1787 13 Späh, Jan Lukas 1812 0:1
6 10 Boost, Jürgen 1807 14 Bals, Jochen 1855 ½:½
7 11 Ulrich, Robin 1632 15 Rotter, Chris 1711 0:1
8 12 Gawlick, Matthias 1559 16 Markert, Dirk 1838 ½:½

Bericht von Volker Brüggestraß

Zur zweiten Runde in der Verbandsklasse mussten wir mit 4 Ersatzspielern antreten, da insgesamt 5 Stammspieler wegen Krankheit oder anderer Verpflichtungen verhindert waren. Da uns auch nicht das Jugendheim zur Verfügung stand, fand unser Heimspiel bei der SG Bochum 31 statt. Vielen Dank von dieser Stelle noch einmal an Norbert Franke.

Zuerst war die Partie von Robin Ulrich zu Ende. Nachdem er gut aus der Eröffnung heraus gekommen war und im Mittelspiel auch einen Bauern gewinnen konnte, verlor er dann aber die Übersicht. Zuerst kamen zwei Bauern abhanden und dann ein Läufer. Kurz danach musste er dann aufgeben. Für den Ausgleich konnte ich dann sorgen. Nachdem ich wohl mit ausgeglichener Stellung aus der Eröffnung gekommen war, unterschätzte mein Gegner wohl meine Möglichkeiten gegen seinen König. Er schwächte unnötigerweise seine Königsstellung, fand mehrfach nicht den besten Zug und gab dann einen Zug vor dem undeckbaren Matt auf. Danach musste sich Thomas Berens mit einer Punkteteilung zufrieden geben. In einer komplizierten Partie erreichte er eine bessere Stellung und gewann beim Übergang ins Endspiel zwei Leichtfiguren für einen Turm. In der Folge konnte er seine Stellung nicht verstärken und musste sich mit einem halben Punkt begnügen. Für die Führung sorgte dann Felix Melmer. Sein Gegner verlor am Ende des Mittelspiels zwei Bauern und so kam ein gewonnenes Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und zwei Mehrbauern für Felix auf das Brett. Der Weg zum vollen Punkt erforderte noch ein genaues Spiel, aber schließlich gab der Gegner auf. Danach verlor Matthias Steinke seine Partie und unser Gast konnte wieder ausgleichen. Matthias stand im Mittelspiel immer etwas gedrückt und im darauf folgenden Endspiel erwies sich das Läuferpaar seines Gegners als beweglicher als sein Springerpaar, so dass er nach zähem Kampf aufgeben musste.

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Die 2. Mannschaft verliert das erste Spiel mit 3:5

Br. Rangnr. SV Unser Fritz 3 DWZ Rangnr. SC Gerthe – Werne 2 DWZ 5:3
1 17 Fischöder, Heiko 1861 9 Steinke, Matthias 1787 0:1
2 18 Deflieze, Ulrich 1755 10 Boost, Jürgen 1807 1:0
3 19 Weiss, Ernst 1768 11 Ulrich, Robin 1632 1:0
4 20 Matrisch, Gerd 1646 12 Gawlick, Matthias 1559 ½:½
5 21 Wolf, Franz 1622 13 Tuscher, Albin 1607 ½:½
6 22 Kanther, Herbert 1550 14 Kowalski, Mika 1488 ½:½
7 23 Buchhop, Rainer 1346 15 Straetling, Daniel 1450 ½:½
8 24 Zeleny, Luca 1551 16 Wüllner, Robin 1421 1:0

Bericht von Jürgen Boost

Leider kann ich zu den meisten Partien der Mitspieler keine genauen Aussagen machen. Albin nahm das wiederholte Remisangebot des Gegners an. Am 1. Brett überspielte Matthias seinen Gegner im Endspiel. Daniel erreichte – trotz zeitweise zweier Figuren weniger – ein Remis durch Dauerschach. Auch Mika einigte sich mit dem Gegner auf ein Remis. Robins Partie am 8. Brett hatte ich nicht verfolgen können, er verlor. Auch Robin U. hatte ein etwas schlechteres Endspiel erreicht, das er schließlich verlor. Ich hatte an diesem Sonntag keine Spielidee, tauschte – wie der Gegner – in der spanischen Partie viele Figuren ab und verlor die "Remispartie" dann durch einen groben Fehler im 37. Zug. Nach der Zeitkontrolle gab ich die Partie auf. Da die gegnerische Mannschaft 4,5 Punkte erreicht hatte, einigte sich Matthias G. in einem ausgeglichenen Turmendspiel auf ein Remis.

VM 2018

Runde 1
Jürgen Boost Volker Brüggestraß 1/2
Ulrich Meise Robin Schulz 1:0
Wolfgang Schulz Marcel Quast 0:1
Michael Kalle Karim Albaba  
Runde 2
Volker Brüggestraß Karim Albaba 1:0
Marcel Quast Michael Kalle 1:0
Robin Schulz Wolfgang Schulz 1:0
Jürgen Boost Ulrich Meise 1:0
Runde 3
Ulrich Meise Volker Brüggestraß  
Wolfgang Schulz Jürgen Boost  
Michael Kalle Robin Schulz  
Karim Albaba Marcel Quast  
Runde 4
Volker Brüggestraß Marcel Quast  
Robin Schulz Karim Albaba  
Jürgen Boost Michael Kalle  
Ulrich Meise Wolfgang Schulz  
Runde 5
Wolfgang Schulz Volker Brüggestraß  
Michael Kalle Ulrich Meise  
Karim Albaba Jürgen Boost  
Marcel Quast Robin Schulz  
Runde 6
Volker Brüggestraß Robin Schulz  
Jürgen Boost Marcel Quast  
Ulrich Meise Karim Albaba 1:0
Wolfgang Schulz Michael Kalle 0:1
Runde 7
Michael Kalle Volker Brüggestraß  
Karim Albaba Wolfgang Schulz  
Marcel Quast Ulrich Meise  
Robin Schulz Jürgen Boost  

Erste Mannschaft siegt zum Auftakt

Br. Rangnr. SVG Marten-Bövinghausen 1 DWZ Rangnr. SC Gerthe – Werne 1 DWZ 1,5:6,5
1 1 Hellwig, Thomas 1891 1 Quast, Marcel 2205 0:1
2 3 Große-Venhaus, Philipp 1793 3 Brüggestraß, Volker 2017 -:+
3 4 Gielisch, Eckhart 1771 4 Gottmann, Bernd 1952 0:1
4 5 Boxberg, Marc 1801 5 Berens, Thomas 1877 0:1
5 6 Schulte, Eduard 1740 6 Löffelbein, Klaus 1847 1:0
6 8 Gielisch, Ulrich 1661 7 Melmer, Felix 1851 0:1
7 1001 Ahlich, Mike 1721 8 Meise, Ulrich 1817 ½:½
8 44 Borch, Roland 1542 9 Steinke, Matthias 1787 0:1

Bericht von Marcel Quast

Zum Auftakt der Verbandsklasse mussten wir eigentlich nach Marten-Bövinghausen reisen, allerdings spielten wir dann doch aufgrund von Platzmangel daheim. Es sah früh gut für uns aus, da Volker kampflos gewann und Bernd seinem Gegner zwei Bauern durch ein temporäres Turmopfer abknöpfen konnte. Zwar wehrte sich sein Gegner noch, aber letztendlich ohne wirkliche Chance. Ulrich steuerte ein Remis bei, nachdem er seiner Aussage nach die Zugreihenfolge zweier Züge vertauschte und sein Gegner Angriff bekam. Schließlich waren beide Kontrahenten mit der Punkteteilung zufrieden. Klaus verrechnete sich in einer Kombination und stand mit einer Qualität weniger und einem Freibauern gegen sich vor der Wand. Es dauerte nicht mehr lange und unsere einzige Niederlage am heutigen Tage war amtlich. Ich selbst konnte unsere Führung erhöhen, nachdem mein Gegner eine kleine Kombi übersah, die mir eine Figur einbrachte. Zu diesem Zeitpunkt schien ich aber ohnehin besser gestanden zu haben. Mein Gegner gab noch lange nicht auf, aber nachdem ich sichergestellt hatte, dass mein letzter Bauer nicht abgetauscht werden kann, resignierte er doch. Matthias machte den Sieg perfekt. Er konnte zwei Leichtfiguren seines Gegners passiv stellen und einen Angriff auf den König starten. Dieser brachte ihm zunächst die Qualität ein und wenig später hatte sein Gegner genug gesehen. Felix hatte im Mittelspiel zwei Bauern mehr und seine zwei Springer bereiteten seinem Gegner Sorgen. Nach zehn Springerzügen in Folge drohte Felix mit einem Bauernzug eine Springergabel mit Turmgewinn. Zwar konnte sein Gegner dies zwei Züge lang durch Abtäusche verhindern, doch dann übersah er die Gabel doch und gab auf. Thomas, der in einem Springerendspiel die besseren Bauern und die bessere Leichtfigur besaß und nach einigen Bauerngewinnen seinen Gegner zur Aufgabe nötigte, setzte den Schlusspunkt.

Monatsblitzturnier September

  Spieler 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Punkte Sonneborn Platz
1 Volker Brüggestraß   1 1 ½ 1 1 1 1 1 1 8,5 33,50 1
2 Ulrich Meise 0   1 1 1 1 1 1 1 1 8,0 28,50 2
3 Felix Melmer 0 0   ½ 1 1 1 1 1 1 6,5 19,00 3
4 Sebastian Roßbach ½ 0 ½   0 1 1 1 1 1 6,0 17,50 4
5 Matthias Gawlick 0 0 0 1   1 1 1 1 1 6,0 16,00 5
6 Joachim Gawlick 0 0 0 0 0   1 1 1 1 4,0 6,00 6
7 Bernd Schüler 0 0 0 0 0 0   1 1 1 3,0 3,00 7
8 Michael Kalle 0 0 0 0 0 0 0   1 1 2,0 1,00 8
9 Karim Albaba 0 0 0 0 0 0 0 0   1 1,0 0,00 9
10 Robin Schulz 0 0 0 0 0 0 0 0 0   0,0 0,00 10

Bericht von Ulrich Meise

Trotz angekündigter Köstlichkeiten – nochmals herzlichen Glückwunsch und danke für die Pizza – kamen nur zehn Leute zum Blitzen. Da Dirk und Marcel fehlten, waren plötzlich Volker, Felix und ich die Favoriten. Mit etwas Glück und auch etwas Können kam es dann in der 8 Runde zum Showdown zwischen Volker und mir. Ich stellte ziemlich früh einen Bauern ein, konnte aber meine Stellung halten. In der Folge dachte ich die Partie remis halten zu können und strebte einen Turmtausch an, übersah aber einen Zwischenzug, so dass Volker problemlos gewinnen konnte. In der letzten Runde ruhten dann all meine Hoffnungen noch Erster zu werden auf Felix. Aber auch er verlor gegen Volker.

Endspieltraining am 21. September

Am Freitag den 21.09. um 20 Uhr bietet Volker Brüggestraß wieder ein Endspieltraining an. Es werden Turmendspiele (Turm + Bauer gegen Turm) und das Endspiel Dame gegen Turm behandelt. Zum Endspiel Dame gegen Turm werden ein paar Partiebeispiele aus dem Schachverband und aus Meisterpartien gezeigt.

„Fünf Partien auf Augenhöhe“ – bei der nächsten DSAM dabei?

Update: Neue Informationen und Turnierorte wurden auf den Seiten des Schachbundes veröffentlicht

Planungen von Matthias Gawlick

Manch einer, der gerade die Saison plant, sollte sich mal mit der Turnierserie der DSAM beschäftigen. Marcel (siehe Bericht auf der Homepage vom 17.6.) war beim Finale dabei und kennt dieses Turnierformat. Wer jetzt nicht lange blättern oder scrollen will, könnte sich einmal Folgendes überlegen:

DSAM, also die „Deutsche Schachamateurmeisterschaft“, heißt, dass man an (mittlerweile) sieben Orten in sieben Ratinggruppen (von A, 2101 bis 2300, bis G, unter 1200) durch fünf Runden an einem Wochenende jeweils sieben Qualifizierte ermittelt, die ins Finale dürfen, das zuletzt in Leipzig ausgetragen wurde. Dass man also als „Normalsterblicher“ dort am Finalort in seiner Gruppe eine Art „Meistertitel“ bekommt, ist sicherlich ein Anreiz zum Mitmachen. Eine andere Motivation liegt vielleicht darin, dass man keine „zu schweren“ Gegner bekommt, die sich ungleich besser in der Materie auskennen als man selbst.

Man darf allerdings nicht vergessen, dass es in der Vergangenheit rund um die Person von Dr. Dirk  Jordan Konflikte wegen der Preisgestaltung der Hotels gab. Jordan hatte als Organisator nicht transparent gewirtschaftet (Siehe auch: Stefan LÖFFLER: Dame, König, Kickback. In: FAZ vom 17.8.2018). Das einzig Gute an diesem Vorgang ist, dass er ans Tageslicht gekommen ist und neue Interessenten sich sicherlich nicht mehr über die Preisgestaltung der Veranstaltung wundern müssen. – Ich jedenfalls nehme das Turnier in Potsdam (Januar 2019) in den Blick.

Nächste Woche wird wohl die Anmeldung freigeschaltet werden. Wer mitmischen möchte, darf sich für diese ehrfahrungsgemäß nicht zu viel Zeit lassen.

Recklinghäuser Schachwoche 2018

Thomas Berens berichtet vom Turnier:

Die interessante Frage vorab…. Ist ein 40°C-Sommer das ideale Wetter, um Schach zu spielen? Dies war bestimmt ein Grund, weshalb dieses Jahr nur 44 Teilnehmer/Innen am Start waren.

Als Sieger konnte IM Mikhail Wiktorowitsch Zaitsev nach 2012 zum zweiten Mal das begehrte Preisgeld mit nach Hause nehmen. 6,5 Punkte aus 7 Runden zeugten von einem klaren Turniersieg. In einer Runde war allerdings die Hilfe eines Taxifahrers nötig, um noch rechtzeitig im Turniersaal zu erscheinen. Caissas Hilfe wurde ebenfalls einmal benötigt, nachdem ein Gegner einen Läufer für einen eigentlich tödlichen Mattangriff opferte, dann aber das Matt übersah. Der zweite Platz ging an Jan Dette vom SF Katernberg. Jan führte das Feld einiger Spieler mit 5 Punkten an.

Mein Abschneiden – am Ende Platz 12 mit 4,5 Punkten – hatte Licht und Schatten. 4,5 Punkte sind sicherlich in Ordnung. Allerdings hatten alle 7 Gegner eine schlechtere Wertungszahl und ich habe hier und da etwas liegen gelassen. In der ersten Runde fing es mit dem Schweizer Gambit an. Gegen Dieter Rathke (SK Ickern) konnte ich mit Schwarz schnell eine Gewinnstellung erreichen. Allerdings ist der Unterschied zwischen einem Figurenopfer und einem Figureneinsteller manchmal nur sehr klein. Ich wählte das falsche Damenfeld und anstelle eines Mattangriffs hatte ich plötzlich eine Minusfigur. Zum Glück allerdings zwei Bauern und einen Turm auf der zweiten Reihe als etwas Kompensation. Zum Glück hat mein Gegner das mit dem Mattsetzen auch nicht hinbekommen und ich konnte mich ins Dauerschach retten.

In den folgenden Runden sollte ich nun als Jugendtrainer fungieren. Es ging los mit Finn Meinschien (14 Jahre, Dortmunder SV). Ich bekam mit Weiß eine Variante im Königsinder aufs Brett, die ich ganz gerne spiele. Meinem Gegner gelang es aber, das aus seiner Sicht nicht ganz einfache Endspiel zusammenzuhalten. Das Remis war daher in Ordnung.

Weiter ging es mit Vincent Klugstedt (12 Jahre, TV Borken). Vincent spielte insgesamt ein gutes Turnier. Nach einer interessanten Partie im Wolga-Gambit waren wir beide der Punkteteilung nicht abgeneigt.

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