Schachaufgabe des Tages

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Erfolg beim Höntroper Sommerschach

Bericht von Marcel Quast

Selbst in Zeiten von Corona kann reales Schach gespielt werden, auch unter Turnierbedingungen. Dies wurde an den beiden letzten Donnerstagen von der SG Höntrop bei ihrem Sommerschach für "Daheimgebliebene" unter Beweis gestellt. Leider wollten oder konnten sich nur zehn Schachfreunde mit den Bedingungen anfreunden, es bestand absolute Masken- und Handschuhpflicht im Turniersaal. Am Ende spielte so in neun Runden jeder gegen jeden. Nach dem ersten Tag (vier Runden) lag ich gleichauf mit IM Mikhail Zaitsev, gegen den ich trotz besserer Stellung am Ende wegen Zeitmangels nicht gewinnen konnte. Am zweiten Tag haben wir beide jeweils wieder nur ein Remis abgegeben, Mikhail gegen CM Matthias Kiese und ich gegen Ludger Oberbarnscheidt, wonach ich in der Schlusstabelle dank der besseren SoBerg-Wertung auf dem ersten Platz landete. Dabei hatte ich allerdings sehr viel Glück, weil ich aus den letzten beiden Runden statt 1,5 eigentlich 0 Punkte hätte holen müssen, da ich sowohl gegen Ludger als auch gegen Lothar Weyers auf Verlust stand. An dieser Stelle sei noch einmal die reibungslose Durchführung des Turnier seitens der SG Höntrop, allen voran Burkhard Koch, erwähnt, die es in diesen Zeiten mal wieder ermöglichten, ein Turnier in der nicht digitalen Welt zu spielen. Ergebnisse und Tabelle sind auf der Webseite des SG Höntrop zu finden.

Reales Schach beim Höntroper Sommerschach-Turnier

Allen, die mal wieder „echtes“ Schach spielen möchten, sei das Höntroper Sommerschach-Turnier ans Herz gelegt. An den beiden Donnerstagen 30. Juli und 6. August veranstaltet die SG Höntrop – unter Hygienemaßnahmen – dieses alljährliche Turnier für "Daheimgebliebene". Gespielt wird Schnellschach mit 9 Runden (4 am ersten und 5 am zweiten Spieltag) und maximal 16 Teilnehmern. Offizieller Anmeldeschluss ist bereits übermorgen, bisher sind 8 Teilnehmer vorangemeldet. Die Ausschreibung und die Hygienemaßnahmen können auf der Webseite der SG Höntrop eingesehen werden.

„Stand der Dinge“ – Wie läuft es in der Quarantäne-Liga?

Bericht von Matthias Gawlick

 „Mit Marcel gegen den Rest der Welt“ – so kann man beispielsweise die letzten drei Monate Spielpraxis im virtuellen Raum beschreiben. Wer‘s noch nicht bemerkt hat: Unter „www.lichess.org“ kommt man zu unserem virtuellen Vereinsheim; Marcel organisiert die Wettkämpfe (s. u.) mit und schließt Neuankömmlingen auf Nachfrage gerne auf …

Natürlich kann man Berührungsängste haben (Stichwort: „Betrugsmöglichkeiten“, „Leistungsfähigkeit meines Internets“), aber Vorteile gibt es reichlich:

1) „Alle eins“: Wer sich rechtzeitig vor den Wettkämpfen (am Sonntagabend und am Donnerstagabend jeweils um 20 Uhr) anmeldet, kann sich mal als Teil der ersten Mannschaft fühlen. Es gibt keine andere, so gesehen: das Ganze ist echt demokratisch.

2) „Angepasst“: Da es sich um Blitz-Matches unterschiedlicher Länge handelt, führen nicht unbedingt die „üblichen Verdächtigen“ die Wertung an. Da kommt es auf die individuelle Tagesform, aber auch auf die persönliche Neigung an. Mit z. B. Patrick, Christin, Andreas, Albin und mir tragen nicht nur unsere Stärksten aus der Verbandsklasse zum Erfolg bei.

3) „Überraschung!“: Nicht zuletzt der besondere Charakter des Blitzschachs kommt hier positiv zur Geltung. Auch ganz regulär und ohne das gegnerische Einstellen von Figuren kommen Ergebnisse zustande, von denen man im Liga-Alltag beim Normalschach nur träumen kann. Wann sonst kann man gegen Spieler mit Zahlen um 2400 (bei mir sogar mal gegen einen echten IM) den Siegpunkt einstreichen?

Turniere der letzten Woche – Gerther „Serie“ hält auch in Aachen

Bericht von Matthias Gawlick

Aufmerksame Leser unserer Homepage haben ja bereits mitbekommen, wie gut es zu Silvester in Unna für unsere Mitglieder Wolfgang und Robin Schulz lief. Robin hat aber nicht erwähnt, dass er ein neues DWZ-Allzeithoch erreicht hat! Der Umstand, dass er sich seit dem letzten Sommer um gut 100 Punkte gesteigert hat, spricht für eine nachhaltige Entwicklung. Auch Wolfgang konnte sich ein wenig verbessern.

Vorher hatte bereits Marcel seine Visitenkarte in Düsseldorf (DSAM-Vorrunde) und in Gelsenkirchen abgegeben. Die Performance in der Landeshauptstadt lag mit 3 aus 5 nicht in spektakulären Regionen, aber unsere Nummer Eins ist damit bei diesem Format seit 25 Partien ohne Niederlage. Das muss man erst mal hinbekommen! Noch besser lief es bei "seinem" Königsspringer-Open zum Jahresende in der Gelsenkirchener City. Hier holte unser Mann mit 5,5 Punkten aus 7 den vierten Platz und besserte sein Taschengeld um 300 Euro auf.

Mich interessierte das Open in Aachen. Idealerweise hat ja jedes Turnier einen "Macher“. Das "Gesicht" der Veranstaltung ist in diesem Fall Dr. Philipp Lambi, der die kleine Zahl der tapferen Ehrenamtlichen anführte. Mit Freundlichkeit und Souveränität führte er die zuletzt 55 Teilnehmer durch die Tage. Das Platzangebot vor Ort ist ausreichend (Räume der Stadt Aachen neben dem Hauptbahnhof), ein Catering und Getränke gibt es auch, also alles im Rahmen des Üblichen. Etwas Verwunderung dürfte aber die Auslosung zur ersten Runde hervorgerufen haben. Dieses Mal lief es unter dem Motto "Lasst euch überraschen!". Somit bekam ich kein DWZ-Schwergewicht wie sonst, sondern einen Spieler ohne Verein und ohne DWZ. Die 1300, die Lambi dem Mitzwanziger als Richtwert zugedacht hatte, erschien mir etwas gönnerhaft, denn mein Gegner ließ sich nach elf Zügen einen Läufer mit einem Bauern einschließen… Überraschend für alle war auch das mehrfach zu sehende "Favoritensterben" (siehe auch www.asv-1856.de). Dem topgesetzten Jan Klatt aus Güstrow (2163) etwa passierte dies gegen den Essener Morteza Ziabari (1862), den manche aus Verbandskämpfen kennen dürften. Klatt trat zurück, während der „Underdog“ weiter ein starkes Turnier spielte.

Wie dem auch sei: In Runde 2 traf ich gleichfalls keinen Einheimischen, sondern CM Robert Prieb (1949) von der SG Bochum. Wie vor Jahr und Tag in der Bezirksliga hatte ich keine Chance, kann aber immerhin sagen, dass ich die Fehler etwas später einbaute als damals beim Mannschaftskampf. In der dritten Runde durfte ich mal gegen einen „echten Rheinländer“ ran. Der Aachener Peter Koch (1807) ist ansonsten in der Verbandsliga aktiv. Er machte auf sympathische Weise dem positiven Klischee seines Landesteils Ehre, als er vor allem vor der Partie wortreich die Situation seines Vereins und die Schach-Begabung seiner Kinder besprach… Es kam zu einer Englisch-Partie, die nie die Remisbreite verließ. Als ich den gegnerischen Freibauern in einer dreizügigen Kombination vereinnahmte, war der Friedensschluss perfekt, denn mein Mehrbauer war von der rückständigen Art. Meine wohl beste Leistung zeigte ich gegen Abdul Jazmati (1673), laut Karteikarte auch mit Verbandsliga-Vergangenheit. Zwar ließ ich mir im Mittelspiel die Initiative abnehmen und stand schwer unter Druck. Aber nach etwas unpräzisem Spiel meines Gegners drehte ich den Spieß um und kassierte im Endspiel von beidseitig Turm, Springer und Läufer nebst vier Bauern die beiden Leichtfiguren ein. Den Schlussakkord erlebte ich mit der Düsseldorfer Nachwuchshoffnung Tom Dordevic (1732). Die positionelle Partie erreichte mehr als 50 Züge. Dann zeigte sich, dass der Schüler die weitaus besseren Endspielkenntnisse hatte…

Dennoch fuhr ich mit der angestrebten Ausbeute von 50 Prozent und einer aufpolierten DWZ-Bilanz zufrieden nach Hause, die "Serie" hat gewissermaßen gehalten. Leider ist laut Veranstalter eine Wiederholung des Opens in gleicher Form nicht angestrebt, da eher wenig sehr gute Spieler vor Ort waren.

Unna Open 2019

Bericht von Robin Schulz

Traditionell findet jedes Jahr vom 27. bis zum 30.12 das Turnier in Unna statt und ich war mit meinem Vater Wolfgang auch wieder mit dabei. Es war mit fast 100 Teilnehmern auch dieses Jahr wieder gut besucht. Mit dabei waren zum Beispiel auch Sergij und Konstantin Tkachuk. Zwischen den Runden gab es immer eine leckere Suppe und belegte Brote für kleines Geld, sodass für die Verpflegung gesorgt war. Nach einer anfänglichen Pechsträhne konnte Wolfgang das Turnier noch mit 1,5 Punkten beenden. Bei meinen Gegnern, die sich im Bereich um die 1600 einordneten, konnte ich 3 Punkte holen. Mit vier Remis und einem Sieg, mehr als eine zufriedenstellende Leistung für mich, bekam ich sogar einen Spezialpreis. Von den Spielern, die über ihren Erwartungen gepunktet hatten, habe ich den 2. Platz belegt. Bei der Siegerehrung gab es neben Geldpreisen für die Bestplatzierten für jeden Teilnehmer noch einen Sachpreis. Ein rundum gelungenes Turnier und jedes Jahr ein Highlight zum Jahresausklang.

Weihnachtsturnier 2019

Bericht von Ulrich Meise

Nur zehn Spieler wollten dieses Jahr an unserem Weihnachtsturnier teilnehmen. Ohne die drei großen Favoriten Dirk, Marcel und Volker war klar, dass jemand anderes gewinnen würde. Jürgen und Bernd G. dominierten das Turnier bis zum Schluss. So entschied auch in der letzten Runde der Vergleich zwischen beiden das Turnier. Nach einer Springergabel von Jürgen verlor Bernd einen Turm. Im weiteren Spielverlauf konnte dann Jürgen einen Bauern zur Dame umwandeln und in großer Zeitnot alle Bauern und Figuren von Bernd gewinnen, so dass ein Remis dabei herauskam. Damit war Jürgen Turniersieger, herzlichen Glückwunsch.

Gand-Prix Gesamt oder viermal teilnehmen zahlt sich aus

Bericht von Ulrich Meise

Volker mit zwei Tagessiegen und zwei vorderen Plätzen konnte sich den Gesamtsieg holen. Marcel, der am vierten Tag im Urlaub weilte, kam somit nur auf Platz 2. Als Spielleiter spielte ich alle Runden mit und kam dadurch auf Platz 3 vor Dirk mit zwei Teilnahmen auf Platz 4.

Grand-Prix Runde 4

Kreuztabelle im Schweizer-System nach der 5. Runde
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 Punkte Buchh
1. Brüggestraß,Volker 2036 ** 1 1 1 1   1   5.0 12.0
2. Berens,Thomas 1948 0 ** 1 1     1 1 4.0 12.0
3. Boost,Jürgen 1954 0 0 **   1 1   1 3.0 14.0
4. Säglitz,Patrick 1726 0 0   **   1 0 1 2.0 13.0
5. Meise,Ulrich 1820 0   0   ** 1 1 0 2.0 12.0
6. Brodt,Andreas 1534     0 0 0 ** 1 1 2.0 9.0
7. Al Zoubi,Ahmad   0 0   1 0 0 **   1.0 15.0
8. Albaba,Abdul Karim     0 0 0 1 0   ** 1.0 13.0

Bericht von Ulrich Meise

Mit nur acht Teilnehmern startete der 4. Tag des Grand-Prix. Volker konnte alle seine Partien gewinnen und sicherte dadurch nicht nur den Tagessieg, sondern auch den Gesamtsieg. Thomas, der nur gegen Volker verlor, kam wieder auf den zweiten Platz. Jürgen und Patrick hielten lange mit und hätten mit etwas mehr Glück oder besserem Spiel ganz vorne landen können. Ich selber stellte gleich im ersten Spiel gegen Karim meine Dame und auch die Partie ein. Danach ging nicht mehr viel. Andreas sollte an diesem Abend sein bestes Ergebnis erzielen. Ahmad fing stark an, wurde von Partie zu Partie immer schwächer. Karim kam über den Ehrenpunkt gegen mich nicht mit weiteren Punkten hinaus.

Grand-Prix Runde 3

Kreuztabelle im Schweizer-System nach der 5. Runde
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Punkte Buchh
1. Quast,Marcel 2248 ** 1 1 1 1 1       5.0 14.0
2. Berens,Thomas 1948 0 ** 1   1   1 1   4.0 12.5
3. Melmer,Felix 2031 0 0 **     1 1 1   3.0 14.0
4. Brüggestraß,Volker 2036 0     **   0 1   1 3.0 12.0
5. Meise,Ulrich 1820 0 0     ** ½     1 2.5 14.5
6. Pflieger,Christin 1765 0   0 1 ½ **     1 2.5 13.5
7. Säglitz,Patrick 1726   0 0 0     ** 1   2.0 12.0
8. Schüler,Bernd 1416   0 0       0 ** ½ 1.5 11.5
9. Brodt,Andreas 1534       0 0 0   ½ ** 1.5 9.0

Bericht von Ulrich Meise

Nach anfänglichen Schwierigkeiten ins Spiellokal zu kommen (der Saal wurde schon für ein Fest am Samstag geschmückt), kamen wir letztendlich im Bastelraum unter. Bei nur neun Leuten war das auch kein Problem. Marcel konnte alle seine Partien gewinnen. Ich hätte ihm bei richtiger Spielweise ein Remis abtrotzen können. Auch in der letzten Runde gegen Thomas hatte ich die Chance auf Platz 2. Allerdings stellte ich auch in dieser Partie eine Figur und einen Turm ein. Volker stand erst relativ gut gegen Marcel. Er übersah aber einen Läuferspieß und verlor die Qualität und später die Partie. Thomas konnte gegen Felix durch zwei Freibauern am Damenflügel gewinnen. Bernd und Andreas trennten sich remis. Bernd hatte zwischenzeitlich eine Qualität und 5 Minuten mehr an Zeit. Er patzte die Qualität wieder zurück und nahm aus Sicherheitsgründen das angebotene Remis an.

Grand-Prix Runde 2

Kreuztabelle im Schweizer-System nach der 5. Runde
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Punkte Buchh
1. Quast,Marcel 2248 ** 0 1 1 1 1           4.0 15.5
2. Melmer,Felix 2031 1 **   0     1   1   1 4.0 11.5
3. Topolewski,Dirk 2147 0   ** ½   1   1 1     3.5 13.5
4. Brüggestraß,Volker 2036 0 1 ½ ** 1 ½           3.0 16.5
5. Pflieger,Christin 1765 0     0 **     1     1 3.0 11.5
6. Löffelbein,Klaus 2002 0   0 ½   ** 1       1 2.5 13.0
7. Säglitz,Patrick 1726   0       0 **   ½ 1   2.5 11.5
8. Boost,Jürgen 1954     0   0     ** ½ 1   2.5 11.0
9. Meise,Ulrich 1820   0 0       ½ ½ ** 1   2.0 13.0
10. Schüler,Bernd 1416             0 0 0 ** 1 2.0 7.5
11. Kami     0     0 0       0 ** 1.0 12.5

Nächster Vereinsabend

Freitag, 25. September auf lichess und Skype

Nächstes Jugendtraining

Vorerst fallen alle Trainings aus!

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