Kategoriearchiv: 1. Mannschaft

Erste Mannschaft gewinnt auch zweites Spiel

SV Bönen 2

1864 3.0 : 5.0 SC Gerthe – Werne 1975
1
1906
0 – 1
2203
2
1903
0.5 – 0.5
2039
3
1955
-/+
1989
4
1867
0 – 1
1993
5
1739
1 – 0
1907
6
1857
1 – 0
1888
7
1822
0 – 1
1895
8
1864
0.5 – 0.5
1888

Bericht von Marcel Quast

In der dritten Runde, unserer zweiten, konnten wir heute wie in der Runde zuvor einen 5:3-Sieg einfahren. Hilfreich dabei war sicherlich, dass zwei unserer Gegner kurzfristig absagen mussten und nur ein Ersatz gefunden werden konnte. Somit gewann Felix kampflos. Es folgten zwei recht schnelle Nierderlagen, unsere einzigen beiden an diesem Tage. Yannis stellte in der Eröffnung aufgrund einer Fesselung eine Figur ein und gab sofort auf. Auch Uli verlor eine Figur durch eine kleine Taktik mit einer Springergabel. Danach lief es für uns besser. Klaus hatte eine Angriffsstellung mit halboffener h-Linie und die Dame seines Gegners stand zudem auf a2 etwas im Abseits. In der Folge konnte Klaus den Angriff erfolgreich vortragen, brauchte dafür aber seinen Turm auf h1 gar nicht, ließ ihn sich sogar schlagen, kam dafür aber gewinnbringend mit seiner Dame in die gegnerische Königsstellung. Bernds Gegner deutete mit h4 und späterer heterogener Rochade einen Königsangriff an, spielte dann aber eher im Zentrum, bevor er dann die Punkteteilung anbot. Aufgrund der anderen gut aussehenden Partien und wohl auch leicht schlechterer eigenen Stellung nahm Bernd das Angebot schließlich an.

Ich konnte mir früh einen Zeitvorteil von mehr als einer halben Stunde erspielen. Im Glauben eine gute Abwicklung gefunden zu haben, gab ich mein Läuferpaar, um dann festzustellen, dass ich nicht alle Möglichkeiten gesehen hatte. Bevor ich also die Abwicklung weiterspielte, wich ich ab, was einen Läufer- und Damentausch zur Folge hatte. Im weiteren Verlauf konnte ich durch meinen aktiven Turm und einen recht starken Springer Fortschritte machen. Mit wenig Zeit fand der Bönener wohl nicht immer die besten Züge und geriet in eine Verluststellung. Am Ende lief mein a-Bauer unterstützt durch meinen Springer, der den Läufer meines Gegners dominierte, Richtung Dame und ich durfte meinen Sieg notieren. Ahmad hatte eine recht geschlossene Stellung auf dem Brett, in der er über die leicht schlechtere Bauernstruktur verfügte. In der Folge war wohl nicht mehr viel los, das Ende habe ich nicht mitbekommen, aber die Partie endete schließlich etwa zeitgleich mit meiner mit der Punkteteilung. Wir führten somit 4:3 und Volker stand sehr gut. Seinen Turm aktivierte er auf Kosten eines Bauerns. Dieser war aber wohl vergiftet, denn die Aktivität führte zu einer Fesselung, die am Ende zu mindestens zwei Mehrbauern führen würde, womit sein Gegner in Zugzwang aufgab.

Unseren 5:3-Erfolg von vor zwei Wochen konnten wir heute also bestätigen. Wiederum in zwei Wochen geht es mit unserem Nachholspiel der 1. Runde in Kirchhellen weiter.

Erste Mannschaft siegt zum verspäteten Auftakt

SC Gerthe – Werne

1961 5.0 : 3.0 Schwarze Dame Osterfeld 1915
1
2203
0.5 – 0.5
2031
2
1989
0.5 – 0.5
2027
3
1993
0.5 – 0.5
1983
4
1907
0.5 – 0.5
1924
5
1925
0.5 – 0.5
1856
6
1888
1 – 0
1750
7
1895
0.5 – 0.5
1838
8
1888
1 – 0
1911

Bericht von Marcel Quast

Letzte Woche Sonntag hatten wir nach unserem Abstieg aus der Verbandsliga unseren verspäteten Saisonstart in die Verbandsklasse. Verspätet, da unsere erste Runde auf den 25.10. verlegt wurde, was gleichzeitig bedeutet, dass wir innerhalb von vier Wochen drei Mannschaftskämpfe bestreiten werden.

Im Heimspiel gegen Osterfeld gelang uns ein am Ende ungefährdeter Sieg, bei dem die vorderen vier Bretter zuerst fertig waren, während die hinteren Bretter noch um Punkte kämpften. Diese wurde vor einer Woche recht häufig geteilt. Den Anfang machte Felix, der recht früh – genau wie sein Gegenüber –  einer Zugwiederholung nicht ausweichen wollte. Danach remisierte Volker. Im Glauben einen der verdoppelten Bauern gewinnen zu können, übersah er einen Gegnzug, der dem Oberhausener direkt ein gutes Spiel samt Läuferpaar einbrachte. Etwas überraschend wickelte dieser direkt im Anschluss in ein absolut remisträchtiges Endspiel ab, vielleicht hatte er in der Variante etwas übersehen. Danach remisierte auch Yannis. Sein Gegner spielte bei heterogenen Rochaden auf Angriff und opferte dafür auch eine Qualität. Ich habe die Schlussstellung, in der der Oberhausener Remis angeboten hatte, nicht gesehen, entweder war er von seinem Angriff nicht mehr überzeugt oder es war einfach nicht mehr als die Punkteteilung drin. Yannis nahm das Angebot jedenfalls an. Ich hatte zunächst das Remisangebot meines Gegners abgelehnt, da ich mich recht wohl fühlte und mich etwas im Vorteil wähnte. In der Folge hätte ich einen guten Angriff auf Kosten einer etwas offenen Königsstellung starten können. Aufgrund der Gesamtsituation (zwei bessere Stellungen, davon eine klar, und nur eine leicht schlechtere) und dem Scheuen des Risikos gab ich mich mit einer Zugwiederholung zufrieden.

Bei Matthias dachte ich, als ich zwischendurch auf sein Brett schaute, dass er etwas schlechter stehen würde. Hinterher sagte er, dass zu einem anderen Zeitpunkt vielleicht auch mehr für ihn selbst drin gewesen wäre, am Ende endete die Partie aber mit einem Remis, zu dem ich leider nicht viel sagen kann. Den ersten vollen Punkt steuerte Ulrich bei. Er erreichte im Mittelspiel einen Raumvorteil und Königsangriff bei sogar leichtem Materialvorteil. Sein eigener offener König schien nicht gefährdet. Schließlich setzte Uli sich im Angriff durch und brachte uns auf die Siegerstraße. Ahmad hatte eine komplizierte Stellung, in der er mit seinen Königsbauern vorrückte und auch gleichzeitig den etwas beengten gegnerischen König attackierte. Ich habe nicht gesehen, warum es zu dieser Abwicklung kam, aber auf einmal hatte Ahmad eine Dame für einen Turm. Das einzige Problem, wobei man dies eigentlich gar nicht so nennen dürfte, war sein offener König mit leichter Gefährdung drohender Fesselungen. Ahmad konnte aber alle Möglichkeiten zu eben jenen umgehen und brachte die Partie sicher nach Hause. Die mit Abstand längste Partie spielte Klaus, wobei unser Mannschaftssieg schon sicher war. Daher konnte er beruhigt seine schlechtere Stellung versuchen zu verteidigen ohne den Druck zu verspüren, unbedingt erfolgreich sein zu müssen. Im Mittelspiel mit jeweils zwei Türmen und einem Springer versuchte der Oberhausener Druck zu machen und Klaus' Schwächen auszunutzen. Ihm gelang es auch eine Qualität zu gewinnen, jedoch für am Ende etwas viele Bauern. Möglicherweise hätte es eine bessere Abwicklung gegeben. In der Folge konnte Klaus so gut wie sämtliches Spiel neutralisieren und wahrscheinlich sogar die bessere Stellung erhalten. Nach der langen, anstrengenden Partie und aufgrund des wechselhaften Verlaufs sowie dem sicheren Mannschaftssieg war er dann aber mit der Punkteteilung zufrieden und wollte nicht mehr selbst auf Gewinn spielen.

Weiter geht es bereits nächsten Sonntag mit einem Auswärtsspiel bei Bönen 2, die bereits zweimal aktiv waren und sowohl einen Sieg als auch eine Niederlage verbuchten.

Erste Mannschaft nur noch mit Minimalchance auf den Klassenerhalt

1891 5.0 : 3.0 SC Gerthe-Werne 1 1894
1
2100
0.5 – 0.5
2140
2
2035
0.5 – 0.5
2005
3
2046
1 – 0
1940
4
1771
0 – 1
1926
5
1726
1 – 0
1809
6
1850
1 – 0
1792
7
1816
0 – 1
1799
8
1783
1 – 0
1738

Bericht von Marcel Quast

Nach zuvor zwei Siegen in Serie mussten wir heute wieder eine Niederlage einstecken, die uns nur noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt in der Verbandsliga lässt. Hätte der ehemals Letzte aus Rüttenscheid nicht gegen unseren direkten Konkurrenten Gladbeck einen Platz vor uns gewonnen, wären wir bereits sicher abgestiegen. Nach knapp drei Stunden lagen wir bereits mit 0:4 hinten und der Mannschaftskampf war praktisch entschieden. Felix stand wohl nicht schlecht, als er auf einen kleinen Trick hereinfiel, der ihn die Qualität für einen Bauern kostete. In der Folge hatte sein Gegner eine Mattdrohung aufgestellt, die nur durch die Dame verhindert wurde. Als diese abgelenkt wurde und nicht mehr die Deckung aufrecht erhalten konnte, strich Felix die Segel. Yannis konnte zwar in der Eröffnung und dann im Mittelspiel materiell das Gleichgewicht halten, das gegnerische Läuferpaar im Zusammenspiel mit weiteren aktiven Figuren und Yannis' schwachem König erschien aber äußerst bedrohlich. Der Herner gewann dann zwar nicht im Angriff, aber nach einem Fehler eine Figur, die für den Sieg reichte. Jürgen schien in meinen Augen mit Schwarz nicht schlechter zu stehen, wickelte aber in der Folge falsch ab und geriet in Nachteil. Die gegnerischen Leichtfiguren und auch der Turm waren auf einmal alle aktiv. Das genaue Ende habe ich nicht mitbekommen, aber anscheinend waren die Drohungen zu stark, sodass Jürgen diese nicht parieren konnte. Uli stand von Anfang an sehr passiv und beengt. Unter Druck kollabierte seine Stellung nach einem Fehler und die Partie war praktisch entschieden. Zwar kämpfte er noch ein paar Züge, schlussendlich allerdings vergebens.

Ich kam ganz gut aus der Eröffnung und hatte das aktivere Figurenspiel und etwas Druck auf einen Isolani. Im Glauben einen Bauern gewinnen zu können, wickelte ich ab, übersah dabei aber eine Ressource und musste ebenfalls einen Bauern geben. Das entstandene Endspiel mit Turm und Springer gegen Turm und Läufer war gefühlt eher vorteilhaft für meinen Gegner, weshalb ich das Remisangebot trotz der damit sicheren Mannschaftsniederlage annahm. Bei Volkers Partie konnte niemand wirklich etwas aus der Eröffnung herausholen, beide hatten zudem einen relativ schlechten Läufer. Es entstand ein Endspiel mit Läuferpaar gegen Springer und Läufer, in dem Volker leicht besser stand, das aber bei genauem Spiel des Gegners wohl nicht zu gewinnen war. Die Partie endete dann abrupt, als der Herner nach einem Bauerntausch ein Matt übersehen hatte. Bernds Gegner opferte im Mittelspiel einen Bauern für etwas Angriff und aktives Figurenspiel, übersah dabei aber einen starken Springerrückzug, wonach die Damen getauscht wurden und Bernd mit einem Mehrbauern verblieb. Im weiteren Verlauf der Partie gelang es ihm allerdings nicht, Nutzen aus diesem zu ziehen und nachdem er zunächst ein Remisangebot ablehnte, bot er später selbst die Punkteteilung an. Matthias' Partie war recht verworren mit beiderseits seltsam anmutenden Bauernstrukturen und Leichtfigurenstellungen. Die Stellung insgesamt schien aber vorteilhaft für Matthias zu sein und nach und nach machte er Fortschritte. Auch hier habe ich das Ende aufgrund der Analyse meiner eigenen Partie nicht gesehen, doch der Herner konnte wohl nicht alle Schwächen verteidigen und unterlag zum 3:5-Endstand aus unserer Sicht.

Damit haben wir am letzten Spieltag mit einem Punkt Rückstand nur noch eine theoretische Chance gegen den Tabellenvierten die Klasse zu halten. Wenn Gladbeck gegen unseren heutigen Gegner nicht über ein 4:4 hinauskommt, halten wir dank aktuell gleicher Brettpunktzahl die Klasse mit einem Seg, bei einer Gladbecker Niederlage würde uns sogar ein 4:4 reichen. 

Erste Mannschaft wahrt Chance auf Klassenerhalt

          SC Gerthe-Werne 1          
1885 4.5 : 3.5 SC Rochade Rüttenscheid 1 1890
1
2125
0.5 – 0.5
2173
2
2005
0.5 – 0.5
1901
3
1940
0.5 – 0.5
1867
4
1926
1 – 0
1846
5
1792
0 – 1
1837
6
1799
0.5 – 0.5
1804
7
1738
0.5 – 0.5
1862
8
1752
1 – 0
1828

Bericht von Marcel Quast

Nach unserem Sieg in der vorherigen Runde gelang uns am Sonntag der nächste gegen den Tabellenletzten, dennoch sind wir weiterhin auf einem Abstiegsplatz.

Felix machte recht früh Remis durch Zugwiederholung. Uli verlor nach einem Fehler im Übergang von der Eröffnung zum Mittelspiel eine Qualität. Nach dem weiteren Öffnen der Stellung war die Partie hoffnungslos. Den Rückstand glich Volker aus, der sehr früh eine gewonnene Stellung erreichte. Bereits in der Eröffnung spielte der Rüttenscheider eine scharfe Variante falsch weiter und geriet in eine Verluststellung. Volker gewann eine Figur und obwohl der Gegner noch einige Zeit weiterspielte, war der volle Punkt nie in Gefahr. Ich konnte ein Remis erzielen. Mein Gegner versuchte früh bei heterogenen Rochaden meine Königsstellung aufzureißen, doch mir gelang es alle Drohungen zu parieren und einige Figuren zu tauschen. In der Folge konnte der Rüttenscheider zwar einen Bauern gewinnen, dafür waren all seine vier Figuren im Gegensatz zu meinen zur Passivität verdammt. Ich griff mit allen Figuren einen Bauern an, von dessen Deckung er nicht mehr loskam und so war auch hier eine Zugwiederholung die logische Konsequenz.

Jürgens Gegner opferte in der Eröffnung einen Bauern für aktives Figurenspiel und Initiative. Nach einem Überseher konnte Jürgen diese aber vollkommen zerschlagen und hatte wohl keine Probleme mehr. In der Folge kam er auch zu besserem Spiel, konnte aber aus seinem Vorteil keinen Profit schlagen und musste sich mit einem Turmendspiel mit einem Mehrbauern begnügen, das nicht zu gewinnen war. Auch Bernd schien optisch besser zu stehen, der gegnerische Läufer kam anfangs hinter den Bauern nicht so recht zur Geltung. Beide Partien hatten schwache Bauern, die belagert und später getauscht wurden. Beim Übergang in ein ausgeglichenes Turmendspiel mit je drei Bauern am selben Flügel wurde der Punkt dann schließlich geteilt. Ahmad erspielte sich eine starke Bauernkette und Raumvorteil. Nach dem Tausch eines Turmpaares gelang es ihm zudem die Stellung weiter zu öffnen und mit seinem Turm gefährlich auf der siebten Reihe einzudringen. Ein Freibauernpaar entschied schließlich die Partie. Die Stellung auf Matthias' Brett wirkte recht bizarr. Seinem Gegner gelang es seine beiden schwarzen Türme auf h6 und h4 zu platzieren und dann mittels seiner Bauern h7, g6 und f5 festzulegen. Auch die vierte Reihe war verstellt. Dennoch machten die Türme Druck auf den Bauern h3 und den König, sodass auch ein Turm passiv auf g3 stehen musste. In der Folge gelang es Matthias nicht einen schwachen Bauern mit dem anderen Turm und seinem Läufer zu belagern, der gegnerische König deckte ihn immer ausreichend zusammen mit einem Springer. In der Folge tauschten sich die Leichtfiguren und dank genauen Rechnens konnte Matthias durch einen Bauernzug die Stellung öffnen, beide Türme tauschen und Remis durch Opposition halten.

In den letzten beiden Runden geht es jetzt darum weiter Punkte zu sammeln und auf Punktverluste unserer Konkurrenz zu hoffen. Die nächste Runde findet am 29. März beim SV Unser Fritz statt.

Erste feiert ersten Saisonsieg

1778 1.5 : 6.5 SC Gerthe-Werne 1 1866
1
1998
-/+
2125
2
1954
0 – 1
2005
3
1916
0.5 – 0.5
1940
4
1751
0 – 1
1926
5
1581
0 – 1
1809
6
1703
0.5 – 0.5
1792
7
1698
0.5 – 0.5
1738
8
1623
0 – 1
1595

Bericht von Marcel Quast

Erst gestern in der sechsten Runde der Verbandsliga gelang uns der erste Saisonsieg, wonach wir wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt haben können. Da unsere Gegner nur zu siebt antraten, hatte ich einen ruhigen Tag und schon den vollen Punkt zu Beginn in der Tasche. Nach knapp zwei Stunden erhöhte Yannis auf 2:0. Mit Raumvorteil und aktiveren Figuren kam er aus der Eröffnung, wonach sein Gegner einem Figurenangriff durch zwei Damenangriffe entgegentrat, dabei jedoch beim zweiten taktisch eine Qualität geben musste und sofort aufgab. Felix hatte eine wilde Partie gespielt, wie auch die lange und intensive spätere Analyse offenbarte. Sein Gegner verbrauchte sehr viel Zeit, sodass Felix zwischendurch eine Stunde mehr auf der Uhr besaß. Mit knapper Zeit bot der Lünener dann in unklarer Stellung remis an, was Felix nach Betrachtung der anderen Bretter auch annahm. Vor allem die Partie von Robin war ausschlaggebend, denn zu diesem Zeitpunkt besaß er schon eine Mehrfigur. Robin kam gut aus der Eröffnung und konnte nach einer Ungenauigkeit seines Gegners einen schwachen Bauern gewinnen. Dieser suchte dann sein Glück im Angriff und opferte eine Figur. Nur eine einzige reale Drohung existierte, die Robin stets im Blick hatte und seine Stellung weiter verstärkte, bis der Lünener genug gesehen hatte.

Den Sieg perfekt machten schließlich zwei Punkteteilungen an den Brettern sieben und sechs. Jürgen erspielte sich im Mittelspiel Vorteile und eine Mehrheit von drei Bauern. Seine Gegnerin schaffte es dennoch Gegenspiel zu erhalten und konnte vor allem durch ein temporäres Qualitätsopfer mit folgender Fesselung vermeintlich das Gleichgewicht halten. Das genaue Ende der Partie habe ich nicht mitbekommen, aber das Gegenspiel reichte, um Jürgens Bauernvorteil schließlich zu neutralisieren. Uli stand nach der Eröffnung eigentlich besser mit aktiveren Figuren und aussichtsreichen Chancen auf einen Königsangriff. Lediglich seine Bauernstellung mit ein, zwei Schwächen hätte irgendwann problematisch werden können. So kam es dann auch, dass er den Angriff nicht konsequent weiterspielte und sein Gegner seine Figuren verbesserte und allmählich die Oberhand gewann. Im Schwerfigurenendspiel stellten beide schließlich Drohungen auf und niemand wollte so recht auf Gewinn spielen, sodass sich hier auf eine Punkteteilung verständigt wurde.

Die letzten beiden Partien sollten noch ein wenig andauern, wobei Volker mit einer klaren Gewinnstellung aus der Zeitkontrolle kam und doch recht zügig den Sack zumachte. Zunächst lehnte er im Mittelspiel ein Remisangebot ab und konnte dank besserer Leichtfiguren einen Bauern gewinnen. Kurz vor der Zeitkontrolle gelang es Volker schließlich in ein gewonnenes Turmendspiel mit einem Mehrbauern überzugehen, wobei er dieses dann in ein anderes Turmendspiel mit drei gegen zwei Bauern abwickelte und leicht gewann. Bernd musste sich für den vollen Punkt noch etwas mehr anstrengen. Zwar besaß er zwei Figuren für einen Turm und bei einem Mehrbauern auch noch zwei Freibauern, wobei sich eigentlich fast alles gegenseitig deckte und auch ein mögliches Gegenspiel verhinderte, doch ein mögliches Matt dank eines vorgerückten Bauern auf f6 lag stets in der Luft. So musste Bernd umsichtig agieren und seine Stellung langsam Schritt für Schritt verbessern. Nachdem er alle Gegendrohungen parieren konnte, setzte er selbst zum entscheidenden Mattangriff an und besiegelte unseren Kantersieg.

Für uns geht es am 8. März gegen den Tabellenletzten Rochade Rüttenscheid weiter. Dann muss der nächste Sieg folgen, um uns realistische Aussichten auf den Klassenerhalt zu wahren.

Erste Mannschaft verliert auch gegen Brackel

1852 2.5 : 5.5 SF Brackel 3 1944
1
2120
0.5 – 0.5
2037
2
2005
0 – 1
2022
3
1940
0 – 1
1944
4
1809
0 – 1
1949
5
1792
1 – 0
1927
6
1738
0 – 1
1887
7
1753
0.5 – 0.5
1877
8
1657
0.5 – 0.5
1907

Bericht von Marcel Quast

Unnser Heimspiel fand dieses Mal bei der SG Bochum 31 statt, da bei uns die Heizung ausfiel und auch unsere Gäste aus Brackel keine Möglichkeit hatten, den Mannschaftskampf auszurichten. Herzlichen Dank an die SG Bochum! Jürgen verlor bereits recht früh seine Partie, sodass ich den Grund der Niederlage gar nicht richtig mitbekam. Auch Yannis zog den Kürzeren, obwohl er eigentlich gar nicht schlecht stand und, wenn ich es richtig sah, einen Bauern mehr hatte. Allerdings konnte sein Gegner nach einem Überseher ein undeckbares Matt drohen. Matthias steuerte einen halben Punkt bei. Bei heterogenen Rochaden versuchten beide den gegnerischen König unter Druck zu setzen. Der Brackeler war etwas langsamer und schien seinen Angriff nicht richtig aufbauen zu können, sodass er Remis anbot, was Matthias akzeptierte. Uli gewann an diesem Tage als Einziger aus unseren Reihen. Im Mittelspiel ließ sein Gegner eine Qualität stehen und konnte diesen Nachteil nicht mehr wettmachen. Es folgte eine Niederlage von Felix, der am Damenflügel vorpreschte, seinen Gegner dafür allerdings am Königsflügel gegen den unrochierten König angreifen ließ. Trotz Wanderung an den Damenflügel war der Angriff zu stark und Materialverlust nicht mehr zu verhindern. Klaus' Partie entwickelte sich im Mittelspiel zu einer taktischen Stellung, in der es nicht leicht war den Überblick zu behalten. Nach einigen Abtäuschen drohte Klaus seinen Minusbauern zurückzugewinnen, war jedoch mit der Punkteteilung zufrieden und bot diese daher seinem Gegner an, der sie schließlich akzeptierte. Die letzten beiden Partien sollten noch fast 1,5 Stunden andauern, in denen Bernd und ich um je einen halben Punkt kämpften. Nach langem Kampf gelang es mir schließlich ein Endspiel mit jeweils Dame und Springer trotz eines Minusbauern ins Remis abzuwickeln. Zunächst zentralisierte der Brackeler seinen Springer stark im Zentrum, doch nach dem Bauerngewinn fehlte ihm der entscheidende Plan. Unter Druck tauschte ich die Damen und hätte wohl das Springerendspiel verlieren müssen. In beidseitiger Zeitnot erspielte ich mir allerdings Gegenchancen und konnte schlussendlich nach einigen Vereinfachungen meinen Springer gegen den letzten Bauern hergeben. Bernd hatte weniger Glück und musste sich am Ende doch geschlagen geben. In einem ungleichfarbigen Läuferendspiel machte der Brackeler langsam aber sicher mit seinen zwei Mehrbauern Fortschritte. Zunächst sah es so aus, als ob Bernd aktiv genug wäre, um die drohende Niederlage abwenden zu können, doch die Bauern am Damenflügel, unterstützt vom König, waren schließlich zu stark.

Nun sind wir mit unserem einen Zähler auf den geteilten letzten Platz abgerutscht und müssen langsam aber sicher anfangen unser Punktekonto zu füllen. Wir spielen aber auch noch in den nächsten drei Runden gegen die drei direkten Konkurrenten über uns.

Erste Mannschaft unterliegt in Kamen

1961 5.5 : 2.5 SC Gerthe-Werne 1 1870
1
2106
0 – 1
2120
2
2169
0.5 – 0.5
2005
3
2024
0.5 – 0.5
1940
4
2021
1 – 0
1809
5
1872
1 – 0
1792
6
1859
1 – 0
1799
7
1850
0.5 – 0.5
1738
8
1790
1 – 0
1753

Bericht von Marcel Quast

Mit ein wenig Verspätung kommt mein Bericht zur letzten Runde der Verbandsliga. Vor knapp zwei Wochen fuhren wir mit leeren Händen aus Kamen nach Hause, doch das hätte nicht unbedingt sein müssen. Schnell wurden zwei Partien remis gegeben. Sowohl Jürgen als auch Felix einigten sich mit ihren Gegnern früh auf die Punkteteilung. In den nächsten zwei Stunden folgten vier Niederlagen am Stück und damit auch schon der Verlust des Mannschaftskampfes. Yannis übersah eine taktische Pointe seines Gegners, nach der Materialverlust nicht zu vermeiden war. Klaus ließ die gegnerische Dame in seine Stellung eindringen und eine Figur aufsammeln. Als die Dame wieder in ihren eigenen Reihen war, hatte Klaus genug gesehen. Matthias hatte mit einer Fesselung auf seiner Grundreihe und einem potentiell schwachen Bauern zu kämpfen. Er fand keinen Weg, dem gegnerischen Druck standzuhalten und verlor auch Material. Ulis Niederlage war die schmerzvollste. Zwar stand er stets etwas schlechter und hatte im Mittelspiel auch einen Bauern weniger, doch sein Gegner spielte in der Folge zu unvorsichtig und spann sich in der Brettmitte ein eigenes Mattnetz. Statt eiskalt zweizügig zuzuschlagen, spielte Uli leider einen anderen Zug und verlor direkt Material.

In Bernds Partie kippte die Waage vermutlich zwischendurch hin und her. Zunächst dachte ich, dass sein Gegner nach der Eröffnung aktiver und besser stehen müsste, doch dann ließ dieser durch eine Fesselung eine Figur stehen. In der Folge gelang es Bernd nicht den Sack zuzumachen, besonders sein schwarzfeldriger Läufer fand einfach nicht ins Spiel. Der Kamener hielt der Mehrfigur mit einer imposanten Bauernkette gegen und konnte taktisch mit seinem Läufer einen Bauern gewinnen und weitere schwächen, sodass sich Bernd entschied in ein Endspiel mit zwei Leichtfiguren gegen einen Turm überzuleiten. Dieses wollte beide Parteien nicht zu Ende rechnen und auch nicht zu Ende spielen, sodass die Punkte geteilt wurden. Mein Gegner machte in einer zweischneidigen Eröffnung einen Fehler und geriet ins Hintertreffen. Ich konnte einen gesunden Mehrbauern mein Eigen nennen, den ich in einem Turmendspiel zum vollen Punkt verwerten konnte.

Im neuen Jahr geht es dann am 25. Januar gegen Brackel 3 weiter.

Erste Mannschaft verliert unnötig ihr Heimspiel in Essen

1885 3.5 : 4.5 WD Borbeck 1 1987
1
2120
0.5 – 0.5
2062
2
2005
0 – 1
2058
3
1940
0.5 – 0.5
2012
4
1926
0 – 1
1998
5
1809
0.5 – 0.5
2007
6
1792
1 – 0
1897
7
1738
0 – 1
1877
8
1753
1 – 0
 

Bericht von Marcel Quast

Vorletzten Sonntag fand unser Heimspiel in Essen statt, da unser Spiellokal anderweitig belegt war. Danke an unsere Gegner, dass wir bei ihnen spielen konnten. Leider fuhren wir am Ende mit null Punkten nach Hause.

Volker missglückte die Eröffnung und er verlor früh seine Partie. Von Yannis' Partie bekam ich bis auf ein Remisangebot nicht viel mit. Nachdem er mich wie üblich benachrichtigte, gab es instantan Proteste der Borbecker, bevor ich überhaupt etwas sagen konnte, denn nach Ansicht unserer Gegner war es nicht erlaubt, den Mannschaftsführer zu fragen. Ich kannte es immer nur anders (der Mannschaftsführer darf gefragt werden, aber natürlich nicht das entsprechende Brett anschauen) und war etwas verwundert. Da wir die Frage schlussendlich nicht klären konnten und ich meistens eh sage, dass sie selbst entscheiden sollen, tat ich es auch hier. Später meinte ein von unserem Gegner telefonisch zur Rate gezogener Schiedsrichter, dass ich als Mannschaftsführer hätte gerügt werden müssen. Inzwischen habe ich unseren Staffelleiter angeschrieben und interessanterweise die Antwort erhalten, dass es rechtens ist, den Mannschaftsführer zu befragen. Jedenfalls nahm Yannis das Remisangebot an.

Jürgen hätte bei heterogenen Rochaden möglicherweise etwas Angriff erhalten können, allerdings war es dann sein Gegner, der im Angriff gewann. Uli bildete in der Eröffnung einen Freibauern, der sich im weiteren Verlauf als stark herausstellen sollte. Nachdem sein Gegner ungünstig weiterspielte, wurden aus dem einzelnen zwei verbundene Freibauern und ein voller Punkt. Bernd stand eigentlich optisch besser, ließ seinen Gegner aber nach und nach weiter ins Spiel kommen, bis dieser einen Angriff mit Turm und Läufer startete und dank eines Ablenkungsschachs mattsetzen konnte. Felix stand auch besser bis gewonnen, sein Gegner verteidigte sich allerdings vehement, bis nur noch zwei Türme auf Seiten Felix' gegen Turm Läufer und Bauer auf der anderen übrig blieben. Dies reichte nun nicht mehr zum Sieg. Im Gegensatz dazu musste ich um die Punkteteilung kämpfen. Nachdem ich in der Eröffnung zunächst ungünstig spielte und später eigentlich schon dachte, den Druck abgeschüttelt zu haben, zog mein Gegner die Schrauben noch einmal enger an. Allerdings konnte ich dann in der Folge in ein Turmendspiel mit einem Bauern weniger abwickeln, das leicht remis zu halten war.

Bei Klaus' Partie zeigte sich die Problematik, wenn ohne Schiedsrichter gespielt wird. Die beiden längsten Partien (Felix' und meine) wurden von beiden Mannschaftsführern gespielt, die beide auch wenig Zeit auf der Uhr hatten. So konnten wir bei einem Streitfall nur bedingt eingreifen. Zunachst gewann Klaus eine Qualität, die später in eine Mehrfigur umgewandelt wurde, wobei die Verwertung noch etwas Technik bedurfte. In der Folge ließ Klaus eine dreimalige Stellungswiederholung zu, doch anstatt korrekt zu reklamieren, spielte sein Gegner den entscheidenden Zug mit dem Kommentar, dass es remis sei, und drückte die Uhr. Danach spielte Klaus weiter und machte einen anderen Zug. So berichtete mir Klaus hinterher das Geschehen, denn ich bekam das nicht direkt mit, sondern nur die Diskussionen danach. Denn nach Hilfegesuchen von Klaus' Gegner und Eingreifen eines Mitspielers wurde die Uhr angehalten und auch ich kam kurz darauf hinzu. Da ich in dem Moment verstanden hatte, dass der Borbecker nach Klaus' letztem Zug die dreifache Stellungswiederholung reklamierte, sagte ich angesichts meiner knappen Zeit nur, dass sie dies im Nebenraum an einem anderen Brett überprüfen sollten. So geschah dies auch mit jeweils weiteren Spielern beider Teams. Dort wurde dann zwar festgestellt, dass im Zug davor eine dreimalige Stellungswiederholung vorlag, diese aber vom unerfahrenen Borbecker nicht korrekt reklamiert worden war. Richtig wäre es gewesen, den Zug zur dreifachen Stellungswiederholung aufzuschreiben, die Uhr anzuhalten und den Schiedsrichter (sprich die Mannschaftsführer) zu holen, sofern der Gegner nicht selbst zustimmen würde. Nach dem Berühren der Figur mit Zugabsicht besteht kein Anspruch mehr. Hier wurde der Zug ja sogar ausgeführt und die Uhr betätigt. Jedenfalls wollten die Borbecker danach diese Partie nicht mehr weiterspielen und ggfs. wegen der Remisnachfrage an Brett fünf zwischendurch auch Protest einlegen. Nach dem oben genannten Telefonat (maximal Rüge) und dem Mannschaftssieg der Borbecker wurde schließlich die Niederlage am achten Brett vom Mannschaftsführer akzeptiert.

Für uns geht es am 7. Dezember beim Tabellenführer SV Kamen weiter, der bislang als einziges Team alle drei Mannschaftskämpfe gewinnen konnte. Vielleicht gelingt uns da ja aber auch eine Überraschung, denn mutlos werden wir diese Reise nicht antreten.

Erste Mannschaft verpasst Sieg in Recklinghausen

1915 4.0 : 4.0 SC Gerthe-Werne 1 1896
1
2154
0.5 – 0.5
2130
2
2015
0.5 – 0.5
2005
3
1902
0.5 – 0.5
1950
4
1862
1 – 0
1926
5
1886
0 – 1
1809
6
1797
1 – 0
1798
7
1998
0 – 1
1799
8
1707
0.5 – 0.5
1753

Bericht von Marcel Quast

Am Sonntag traten wir beim Tabellenführer in Recklinghausen an, der sein erstes Spiel mit 7:1 gewonnen hatte. Wir waren dem Sieg nahe, mussten uns am Ende aber doch mit der Punkteteilung zufriedengeben. Klaus machte nach einer knappen Stunde bereits remis. Nach einer weiteren Stunde strich Uli die Segel, der nach der Eröffnung schon eine komische Bauernstruktur aufwies und später taktisch Material einbüßte. Wieder eine Stunde später musste auch Volker seinem Gegner gratulieren. Ich dachte eigentlich, dass Volker die Drohungen seines Gegners parieren könnte und besser stehen würde, doch der Recklinghäuser fand einen starken Zug, der Volker vor Probleme stellte. Zwar hatte er einen Mehrbauern, sein Gegner allerdings einen weit vorgerückten Freibauern. Dieser erwies sich auch in der Folge nicht als Schwäche, sondern eher als Stärke. Schließlich beschäftigte der Bauer Volker derart, dass er bei der Verteidigung der siebten Reihe eine Fesselung mit Damenverlust zuließ. Es sollte an diesem Tag unsere letzte Niederlage bleiben. Felix' Partie war wild und er hätte mit seinem schwachen König wohl eigentlich verlieren müssen, doch sein Gegner fand nicht die richtige Fortsetzung und wickelte schließlich in ein ungleichfarbiges Läuferendspiel ab. Vielleicht hatte Felix zwischendurch auch einen guten Angriff gehabt. Wie auch immer, am Ende stand das Remis zu Buche.

Es folgten zwei Siege. Yannis hatte sich eine aktive Stellung bei heterogenen Rochaden erspielt und konnte im Angriff dank einer Fesselung erfolgreich mit seinem Turm auf die siebte Reihe eindringen und mit seinen zwei Freibauern gewinnen. Matthias schickte seine Bauern ebenfalls nach vorne und hatte ein starkes Bauernzentrum mit zusätzlichem Druck auf der f-Linie. Dieser führte schließlich auch aufgrund der passiven gegnerischen Figuren zum entscheidenden Durchbruch. Ich wich beim Übergang ins Mittelspiel einer Zugwiederholung aus, um in eine forcierte Abtauschvariante mit drei zwischenzeitlichen Opfern zu gehen, an deren Ende ich die Dame für zwei Türme besaß. Die Stellung sollte besser für mich sein und auch die Engine bestätigte mir dies später. In der Folge spielte ich nicht konsequent genug weiter, auch weil ich eine taktische Abwicklung scheute, die mir am Brett wie ein Spiel auf drei Ergebnisse erschien, mir aber in Wirklichkeit deutlichen Vorteil versprochen hätte. Am Brett war mir das zu heiß und ich wählte eine Abwicklung mit Spiel auf zwei Ergebnisse. Zwar besaß ich dann im weiteren Verlauf und auch in der Schlussstellung noch immer einen Vorteil, am Brett erschien mir dies aber nicht so einfach, denn einen klaren Gewinnplan hatte ich nicht. Ich sah nur ausreichende Verteidigungs- bzw. Gegenangriffsressourcen. Ich hatte mich schon quasi innerlich auf Remis eingestellt, als wir an vielen Brettern auf Gewinn standen, wahrscheinlich war das Remis insgesamt dann aber doch etwas zu früh. Nichtsdestotrotz würden wir den Mannschaftskampf aber nicht mehr verlieren, denn Bernd stand eher besser als schlechter und versuchte sein Endspiel mit je zwei Bauern, einem Turm und einer Leichtfigur noch auf Sieg zu spielen, ein Remisangebot lehnte er richtigerweise ab. Zuvor hatte sich Bernd im Mittelspiel etwas Druck erspielen können und auch ein kleiner taktischer Gegenschlag ließ ihn sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit dem Glauben einer guten Kombination wickelte Bernd ins besagte Endspiel ab, das aber nur in der Form endstand, da er ein Schach übersehen hatte. Trotzalledem hatte er noch immer die bessere Stellung, doch diese reichte nicht zum Sieg. Sein Gegner konnte in ein ausgeglichenes Turmendspiel abwickeln, womit der Mannschaftskampf schlussendlich mit 4:4 ausgegangen ist.

Weiter geht es am 9.11. mit einem "Heimspiel" bei der WD Borbeck, denn unser Spiellokal wird uns an diesem Tag nicht zur Verfügung stehen.

Erste Mannschaft verliert zum Auftakt

1896 3.0 : 5.0 SG Gladbeck 1 1934
1
2130
0.5 – 0.5
2114
2
2005
0.5 – 0.5
2008
3
1950
0.5 – 0.5
1929
4
1926
0.5 – 0.5
1885
5
1809
0 – 1
1902
6
1798
0 – 1
1900
7
1799
0.5 – 0.5
1818
8
1753
0.5 – 0.5
1912

Bericht von Marcel Quast

Zum Auftakt der Ligasaison waren gleich all unsere drei Mannschaften gefragt. Während unsere Dritte in Linden leider verlor, konnte parallel zu unserem Heimspiel unsere Zweite einen überzeugenden SIeg einfahren. Uns gelang leider in allen acht Partien kein Sieg, was eine Niederlage zur Folge hatte. Bereits recht früh einigte sich Klaus mit seinem Gegner auf die Punkteteilung. Da hatte ich noch keine Gelegenheit mich großartig umzuschauen und kann zur Partie nichts sagen. Aufgrund späterer Zeitnot geht mir dies am Ende bei vielen unserer Partien so. Uli hatte nach einigen Abtäuschen die schlechtere Bauernstruktur, und die passiveren Figuren. Diese Schwächen waren schließlich zu viel des Guten und Uli verlor. Felix steuerte das nächste Remis bei, auch hier habe ich nicht viel von der Partie gesehen. Yannis machte im Mittelspiel einen Fehler, wonach sein Gegner am Königsflügel seinen Angriff erfolgreich vortragen konnte. Ein Bauer ging verloren und die Stellung war auch nicht mehr zu halten. Mit dem Rücken zur Wand folgten drei weitere Remisen. Bernd, Matthias und Volker konnten aus ihren Partien nicht viel herausholen, wobei die gegnerische Bauernstellung bei Matthias nach einem kurzen Blick aufs Brett sogar eher gefährlich aussah. Ich musste mich den Gewinnversuchen des frischen Seniorenmeisters von Rheinland-Pfalz erwehren, wobei ein Bauer verloren ging. Das Endspiel hätte der Gladbecker wohl besser spielen können, denn nach dem Tausch der Türme entstand ein ungleichfarbiges Läuferendspiel. Trotz Druckes und wenig Zeit auf der Uhr gelang es mir schließlich eine Festung mit zwei Minusbauern zu errichten und das Remis zu halten.

Am 28.09. geht es beim Recklinghäuser SV weiter, der zum Auftakt beim SV Unser-Fritz einen 7:1-Kantersieg erzielen konnte.