Archiv der Kategorie: 1. Mannschaft

Erste feiert ersten Saisonsieg

1778 1.5 : 6.5 SC Gerthe-Werne 1 1866
1
1998
-/+
2125
2
1954
0 – 1
2005
3
1916
0.5 – 0.5
1940
4
1751
0 – 1
1926
5
1581
0 – 1
1809
6
1703
0.5 – 0.5
1792
7
1698
0.5 – 0.5
1738
8
1623
0 – 1
1595

Bericht von Marcel Quast

Erst gestern in der sechsten Runde der Verbandsliga gelang uns der erste Saisonsieg, wonach wir wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt haben können. Da unsere Gegner nur zu siebt antraten, hatte ich einen ruhigen Tag und schon den vollen Punkt zu Beginn in der Tasche. Nach knapp zwei Stunden erhöhte Yannis auf 2:0. Mit Raumvorteil und aktiveren Figuren kam er aus der Eröffnung, wonach sein Gegner einem Figurenangriff durch zwei Damenangriffe entgegentrat, dabei jedoch beim zweiten taktisch eine Qualität geben musste und sofort aufgab. Felix hatte eine wilde Partie gespielt, wie auch die lange und intensive spätere Analyse offenbarte. Sein Gegner verbrauchte sehr viel Zeit, sodass Felix zwischendurch eine Stunde mehr auf der Uhr besaß. Mit knapper Zeit bot der Lünener dann in unklarer Stellung remis an, was Felix nach Betrachtung der anderen Bretter auch annahm. Vor allem die Partie von Robin war ausschlaggebend, denn zu diesem Zeitpunkt besaß er schon eine Mehrfigur. Robin kam gut aus der Eröffnung und konnte nach einer Ungenauigkeit seines Gegners einen schwachen Bauern gewinnen. Dieser suchte dann sein Glück im Angriff und opferte eine Figur. Nur eine einzige reale Drohung existierte, die Robin stets im Blick hatte und seine Stellung weiter verstärkte, bis der Lünener genug gesehen hatte.

Den Sieg perfekt machten schließlich zwei Punkteteilungen an den Brettern sieben und sechs. Jürgen erspielte sich im Mittelspiel Vorteile und eine Mehrheit von drei Bauern. Seine Gegnerin schaffte es dennoch Gegenspiel zu erhalten und konnte vor allem durch ein temporäres Qualitätsopfer mit folgender Fesselung vermeintlich das Gleichgewicht halten. Das genaue Ende der Partie habe ich nicht mitbekommen, aber das Gegenspiel reichte, um Jürgens Bauernvorteil schließlich zu neutralisieren. Uli stand nach der Eröffnung eigentlich besser mit aktiveren Figuren und aussichtsreichen Chancen auf einen Königsangriff. Lediglich seine Bauernstellung mit ein, zwei Schwächen hätte irgendwann problematisch werden können. So kam es dann auch, dass er den Angriff nicht konsequent weiterspielte und sein Gegner seine Figuren verbesserte und allmählich die Oberhand gewann. Im Schwerfigurenendspiel stellten beide schließlich Drohungen auf und niemand wollte so recht auf Gewinn spielen, sodass sich hier auf eine Punkteteilung verständigt wurde.

Die letzten beiden Partien sollten noch ein wenig andauern, wobei Volker mit einer klaren Gewinnstellung aus der Zeitkontrolle kam und doch recht zügig den Sack zumachte. Zunächst lehnte er im Mittelspiel ein Remisangebot ab und konnte dank besserer Leichtfiguren einen Bauern gewinnen. Kurz vor der Zeitkontrolle gelang es Volker schließlich in ein gewonnenes Turmendspiel mit einem Mehrbauern überzugehen, wobei er dieses dann in ein anderes Turmendspiel mit drei gegen zwei Bauern abwickelte und leicht gewann. Bernd musste sich für den vollen Punkt noch etwas mehr anstrengen. Zwar besaß er zwei Figuren für einen Turm und bei einem Mehrbauern auch noch zwei Freibauern, wobei sich eigentlich fast alles gegenseitig deckte und auch ein mögliches Gegenspiel verhinderte, doch ein mögliches Matt dank eines vorgerückten Bauern auf f6 lag stets in der Luft. So musste Bernd umsichtig agieren und seine Stellung langsam Schritt für Schritt verbessern. Nachdem er alle Gegendrohungen parieren konnte, setzte er selbst zum entscheidenden Mattangriff an und besiegelte unseren Kantersieg.

Für uns geht es am 8. März gegen den Tabellenletzten Rochade Rüttenscheid weiter. Dann muss der nächste Sieg folgen, um uns realistische Aussichten auf den Klassenerhalt zu wahren.

Erste Mannschaft verliert auch gegen Brackel

1852 2.5 : 5.5 SF Brackel 3 1944
1
2120
0.5 – 0.5
2037
2
2005
0 – 1
2022
3
1940
0 – 1
1944
4
1809
0 – 1
1949
5
1792
1 – 0
1927
6
1738
0 – 1
1887
7
1753
0.5 – 0.5
1877
8
1657
0.5 – 0.5
1907

Bericht von Marcel Quast

Unnser Heimspiel fand dieses Mal bei der SG Bochum 31 statt, da bei uns die Heizung ausfiel und auch unsere Gäste aus Brackel keine Möglichkeit hatten, den Mannschaftskampf auszurichten. Herzlichen Dank an die SG Bochum! Jürgen verlor bereits recht früh seine Partie, sodass ich den Grund der Niederlage gar nicht richtig mitbekam. Auch Yannis zog den Kürzeren, obwohl er eigentlich gar nicht schlecht stand und, wenn ich es richtig sah, einen Bauern mehr hatte. Allerdings konnte sein Gegner nach einem Überseher ein undeckbares Matt drohen. Matthias steuerte einen halben Punkt bei. Bei heterogenen Rochaden versuchten beide den gegnerischen König unter Druck zu setzen. Der Brackeler war etwas langsamer und schien seinen Angriff nicht richtig aufbauen zu können, sodass er Remis anbot, was Matthias akzeptierte. Uli gewann an diesem Tage als Einziger aus unseren Reihen. Im Mittelspiel ließ sein Gegner eine Qualität stehen und konnte diesen Nachteil nicht mehr wettmachen. Es folgte eine Niederlage von Felix, der am Damenflügel vorpreschte, seinen Gegner dafür allerdings am Königsflügel gegen den unrochierten König angreifen ließ. Trotz Wanderung an den Damenflügel war der Angriff zu stark und Materialverlust nicht mehr zu verhindern. Klaus' Partie entwickelte sich im Mittelspiel zu einer taktischen Stellung, in der es nicht leicht war den Überblick zu behalten. Nach einigen Abtäuschen drohte Klaus seinen Minusbauern zurückzugewinnen, war jedoch mit der Punkteteilung zufrieden und bot diese daher seinem Gegner an, der sie schließlich akzeptierte. Die letzten beiden Partien sollten noch fast 1,5 Stunden andauern, in denen Bernd und ich um je einen halben Punkt kämpften. Nach langem Kampf gelang es mir schließlich ein Endspiel mit jeweils Dame und Springer trotz eines Minusbauern ins Remis abzuwickeln. Zunächst zentralisierte der Brackeler seinen Springer stark im Zentrum, doch nach dem Bauerngewinn fehlte ihm der entscheidende Plan. Unter Druck tauschte ich die Damen und hätte wohl das Springerendspiel verlieren müssen. In beidseitiger Zeitnot erspielte ich mir allerdings Gegenchancen und konnte schlussendlich nach einigen Vereinfachungen meinen Springer gegen den letzten Bauern hergeben. Bernd hatte weniger Glück und musste sich am Ende doch geschlagen geben. In einem ungleichfarbigen Läuferendspiel machte der Brackeler langsam aber sicher mit seinen zwei Mehrbauern Fortschritte. Zunächst sah es so aus, als ob Bernd aktiv genug wäre, um die drohende Niederlage abwenden zu können, doch die Bauern am Damenflügel, unterstützt vom König, waren schließlich zu stark.

Nun sind wir mit unserem einen Zähler auf den geteilten letzten Platz abgerutscht und müssen langsam aber sicher anfangen unser Punktekonto zu füllen. Wir spielen aber auch noch in den nächsten drei Runden gegen die drei direkten Konkurrenten über uns.

Erste Mannschaft unterliegt in Kamen

1961 5.5 : 2.5 SC Gerthe-Werne 1 1870
1
2106
0 – 1
2120
2
2169
0.5 – 0.5
2005
3
2024
0.5 – 0.5
1940
4
2021
1 – 0
1809
5
1872
1 – 0
1792
6
1859
1 – 0
1799
7
1850
0.5 – 0.5
1738
8
1790
1 – 0
1753

Bericht von Marcel Quast

Mit ein wenig Verspätung kommt mein Bericht zur letzten Runde der Verbandsliga. Vor knapp zwei Wochen fuhren wir mit leeren Händen aus Kamen nach Hause, doch das hätte nicht unbedingt sein müssen. Schnell wurden zwei Partien remis gegeben. Sowohl Jürgen als auch Felix einigten sich mit ihren Gegnern früh auf die Punkteteilung. In den nächsten zwei Stunden folgten vier Niederlagen am Stück und damit auch schon der Verlust des Mannschaftskampfes. Yannis übersah eine taktische Pointe seines Gegners, nach der Materialverlust nicht zu vermeiden war. Klaus ließ die gegnerische Dame in seine Stellung eindringen und eine Figur aufsammeln. Als die Dame wieder in ihren eigenen Reihen war, hatte Klaus genug gesehen. Matthias hatte mit einer Fesselung auf seiner Grundreihe und einem potentiell schwachen Bauern zu kämpfen. Er fand keinen Weg, dem gegnerischen Druck standzuhalten und verlor auch Material. Ulis Niederlage war die schmerzvollste. Zwar stand er stets etwas schlechter und hatte im Mittelspiel auch einen Bauern weniger, doch sein Gegner spielte in der Folge zu unvorsichtig und spann sich in der Brettmitte ein eigenes Mattnetz. Statt eiskalt zweizügig zuzuschlagen, spielte Uli leider einen anderen Zug und verlor direkt Material.

In Bernds Partie kippte die Waage vermutlich zwischendurch hin und her. Zunächst dachte ich, dass sein Gegner nach der Eröffnung aktiver und besser stehen müsste, doch dann ließ dieser durch eine Fesselung eine Figur stehen. In der Folge gelang es Bernd nicht den Sack zuzumachen, besonders sein schwarzfeldriger Läufer fand einfach nicht ins Spiel. Der Kamener hielt der Mehrfigur mit einer imposanten Bauernkette gegen und konnte taktisch mit seinem Läufer einen Bauern gewinnen und weitere schwächen, sodass sich Bernd entschied in ein Endspiel mit zwei Leichtfiguren gegen einen Turm überzuleiten. Dieses wollte beide Parteien nicht zu Ende rechnen und auch nicht zu Ende spielen, sodass die Punkte geteilt wurden. Mein Gegner machte in einer zweischneidigen Eröffnung einen Fehler und geriet ins Hintertreffen. Ich konnte einen gesunden Mehrbauern mein Eigen nennen, den ich in einem Turmendspiel zum vollen Punkt verwerten konnte.

Im neuen Jahr geht es dann am 25. Januar gegen Brackel 3 weiter.

Erste Mannschaft verliert unnötig ihr Heimspiel in Essen

1885 3.5 : 4.5 WD Borbeck 1 1987
1
2120
0.5 – 0.5
2062
2
2005
0 – 1
2058
3
1940
0.5 – 0.5
2012
4
1926
0 – 1
1998
5
1809
0.5 – 0.5
2007
6
1792
1 – 0
1897
7
1738
0 – 1
1877
8
1753
1 – 0
 

Bericht von Marcel Quast

Vorletzten Sonntag fand unser Heimspiel in Essen statt, da unser Spiellokal anderweitig belegt war. Danke an unsere Gegner, dass wir bei ihnen spielen konnten. Leider fuhren wir am Ende mit null Punkten nach Hause.

Volker missglückte die Eröffnung und er verlor früh seine Partie. Von Yannis' Partie bekam ich bis auf ein Remisangebot nicht viel mit. Nachdem er mich wie üblich benachrichtigte, gab es instantan Proteste der Borbecker, bevor ich überhaupt etwas sagen konnte, denn nach Ansicht unserer Gegner war es nicht erlaubt, den Mannschaftsführer zu fragen. Ich kannte es immer nur anders (der Mannschaftsführer darf gefragt werden, aber natürlich nicht das entsprechende Brett anschauen) und war etwas verwundert. Da wir die Frage schlussendlich nicht klären konnten und ich meistens eh sage, dass sie selbst entscheiden sollen, tat ich es auch hier. Später meinte ein von unserem Gegner telefonisch zur Rate gezogener Schiedsrichter, dass ich als Mannschaftsführer hätte gerügt werden müssen. Inzwischen habe ich unseren Staffelleiter angeschrieben und interessanterweise die Antwort erhalten, dass es rechtens ist, den Mannschaftsführer zu befragen. Jedenfalls nahm Yannis das Remisangebot an.

Jürgen hätte bei heterogenen Rochaden möglicherweise etwas Angriff erhalten können, allerdings war es dann sein Gegner, der im Angriff gewann. Uli bildete in der Eröffnung einen Freibauern, der sich im weiteren Verlauf als stark herausstellen sollte. Nachdem sein Gegner ungünstig weiterspielte, wurden aus dem einzelnen zwei verbundene Freibauern und ein voller Punkt. Bernd stand eigentlich optisch besser, ließ seinen Gegner aber nach und nach weiter ins Spiel kommen, bis dieser einen Angriff mit Turm und Läufer startete und dank eines Ablenkungsschachs mattsetzen konnte. Felix stand auch besser bis gewonnen, sein Gegner verteidigte sich allerdings vehement, bis nur noch zwei Türme auf Seiten Felix' gegen Turm Läufer und Bauer auf der anderen übrig blieben. Dies reichte nun nicht mehr zum Sieg. Im Gegensatz dazu musste ich um die Punkteteilung kämpfen. Nachdem ich in der Eröffnung zunächst ungünstig spielte und später eigentlich schon dachte, den Druck abgeschüttelt zu haben, zog mein Gegner die Schrauben noch einmal enger an. Allerdings konnte ich dann in der Folge in ein Turmendspiel mit einem Bauern weniger abwickeln, das leicht remis zu halten war.

Bei Klaus' Partie zeigte sich die Problematik, wenn ohne Schiedsrichter gespielt wird. Die beiden längsten Partien (Felix' und meine) wurden von beiden Mannschaftsführern gespielt, die beide auch wenig Zeit auf der Uhr hatten. So konnten wir bei einem Streitfall nur bedingt eingreifen. Zunachst gewann Klaus eine Qualität, die später in eine Mehrfigur umgewandelt wurde, wobei die Verwertung noch etwas Technik bedurfte. In der Folge ließ Klaus eine dreimalige Stellungswiederholung zu, doch anstatt korrekt zu reklamieren, spielte sein Gegner den entscheidenden Zug mit dem Kommentar, dass es remis sei, und drückte die Uhr. Danach spielte Klaus weiter und machte einen anderen Zug. So berichtete mir Klaus hinterher das Geschehen, denn ich bekam das nicht direkt mit, sondern nur die Diskussionen danach. Denn nach Hilfegesuchen von Klaus' Gegner und Eingreifen eines Mitspielers wurde die Uhr angehalten und auch ich kam kurz darauf hinzu. Da ich in dem Moment verstanden hatte, dass der Borbecker nach Klaus' letztem Zug die dreifache Stellungswiederholung reklamierte, sagte ich angesichts meiner knappen Zeit nur, dass sie dies im Nebenraum an einem anderen Brett überprüfen sollten. So geschah dies auch mit jeweils weiteren Spielern beider Teams. Dort wurde dann zwar festgestellt, dass im Zug davor eine dreimalige Stellungswiederholung vorlag, diese aber vom unerfahrenen Borbecker nicht korrekt reklamiert worden war. Richtig wäre es gewesen, den Zug zur dreifachen Stellungswiederholung aufzuschreiben, die Uhr anzuhalten und den Schiedsrichter (sprich die Mannschaftsführer) zu holen, sofern der Gegner nicht selbst zustimmen würde. Nach dem Berühren der Figur mit Zugabsicht besteht kein Anspruch mehr. Hier wurde der Zug ja sogar ausgeführt und die Uhr betätigt. Jedenfalls wollten die Borbecker danach diese Partie nicht mehr weiterspielen und ggfs. wegen der Remisnachfrage an Brett fünf zwischendurch auch Protest einlegen. Nach dem oben genannten Telefonat (maximal Rüge) und dem Mannschaftssieg der Borbecker wurde schließlich die Niederlage am achten Brett vom Mannschaftsführer akzeptiert.

Für uns geht es am 7. Dezember beim Tabellenführer SV Kamen weiter, der bislang als einziges Team alle drei Mannschaftskämpfe gewinnen konnte. Vielleicht gelingt uns da ja aber auch eine Überraschung, denn mutlos werden wir diese Reise nicht antreten.

Erste Mannschaft verpasst Sieg in Recklinghausen

1915 4.0 : 4.0 SC Gerthe-Werne 1 1896
1
2154
0.5 – 0.5
2130
2
2015
0.5 – 0.5
2005
3
1902
0.5 – 0.5
1950
4
1862
1 – 0
1926
5
1886
0 – 1
1809
6
1797
1 – 0
1798
7
1998
0 – 1
1799
8
1707
0.5 – 0.5
1753

Bericht von Marcel Quast

Am Sonntag traten wir beim Tabellenführer in Recklinghausen an, der sein erstes Spiel mit 7:1 gewonnen hatte. Wir waren dem Sieg nahe, mussten uns am Ende aber doch mit der Punkteteilung zufriedengeben. Klaus machte nach einer knappen Stunde bereits remis. Nach einer weiteren Stunde strich Uli die Segel, der nach der Eröffnung schon eine komische Bauernstruktur aufwies und später taktisch Material einbüßte. Wieder eine Stunde später musste auch Volker seinem Gegner gratulieren. Ich dachte eigentlich, dass Volker die Drohungen seines Gegners parieren könnte und besser stehen würde, doch der Recklinghäuser fand einen starken Zug, der Volker vor Probleme stellte. Zwar hatte er einen Mehrbauern, sein Gegner allerdings einen weit vorgerückten Freibauern. Dieser erwies sich auch in der Folge nicht als Schwäche, sondern eher als Stärke. Schließlich beschäftigte der Bauer Volker derart, dass er bei der Verteidigung der siebten Reihe eine Fesselung mit Damenverlust zuließ. Es sollte an diesem Tag unsere letzte Niederlage bleiben. Felix' Partie war wild und er hätte mit seinem schwachen König wohl eigentlich verlieren müssen, doch sein Gegner fand nicht die richtige Fortsetzung und wickelte schließlich in ein ungleichfarbiges Läuferendspiel ab. Vielleicht hatte Felix zwischendurch auch einen guten Angriff gehabt. Wie auch immer, am Ende stand das Remis zu Buche.

Es folgten zwei Siege. Yannis hatte sich eine aktive Stellung bei heterogenen Rochaden erspielt und konnte im Angriff dank einer Fesselung erfolgreich mit seinem Turm auf die siebte Reihe eindringen und mit seinen zwei Freibauern gewinnen. Matthias schickte seine Bauern ebenfalls nach vorne und hatte ein starkes Bauernzentrum mit zusätzlichem Druck auf der f-Linie. Dieser führte schließlich auch aufgrund der passiven gegnerischen Figuren zum entscheidenden Durchbruch. Ich wich beim Übergang ins Mittelspiel einer Zugwiederholung aus, um in eine forcierte Abtauschvariante mit drei zwischenzeitlichen Opfern zu gehen, an deren Ende ich die Dame für zwei Türme besaß. Die Stellung sollte besser für mich sein und auch die Engine bestätigte mir dies später. In der Folge spielte ich nicht konsequent genug weiter, auch weil ich eine taktische Abwicklung scheute, die mir am Brett wie ein Spiel auf drei Ergebnisse erschien, mir aber in Wirklichkeit deutlichen Vorteil versprochen hätte. Am Brett war mir das zu heiß und ich wählte eine Abwicklung mit Spiel auf zwei Ergebnisse. Zwar besaß ich dann im weiteren Verlauf und auch in der Schlussstellung noch immer einen Vorteil, am Brett erschien mir dies aber nicht so einfach, denn einen klaren Gewinnplan hatte ich nicht. Ich sah nur ausreichende Verteidigungs- bzw. Gegenangriffsressourcen. Ich hatte mich schon quasi innerlich auf Remis eingestellt, als wir an vielen Brettern auf Gewinn standen, wahrscheinlich war das Remis insgesamt dann aber doch etwas zu früh. Nichtsdestotrotz würden wir den Mannschaftskampf aber nicht mehr verlieren, denn Bernd stand eher besser als schlechter und versuchte sein Endspiel mit je zwei Bauern, einem Turm und einer Leichtfigur noch auf Sieg zu spielen, ein Remisangebot lehnte er richtigerweise ab. Zuvor hatte sich Bernd im Mittelspiel etwas Druck erspielen können und auch ein kleiner taktischer Gegenschlag ließ ihn sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit dem Glauben einer guten Kombination wickelte Bernd ins besagte Endspiel ab, das aber nur in der Form endstand, da er ein Schach übersehen hatte. Trotzalledem hatte er noch immer die bessere Stellung, doch diese reichte nicht zum Sieg. Sein Gegner konnte in ein ausgeglichenes Turmendspiel abwickeln, womit der Mannschaftskampf schlussendlich mit 4:4 ausgegangen ist.

Weiter geht es am 9.11. mit einem "Heimspiel" bei der WD Borbeck, denn unser Spiellokal wird uns an diesem Tag nicht zur Verfügung stehen.

Erste Mannschaft verliert zum Auftakt

1896 3.0 : 5.0 SG Gladbeck 1 1934
1
2130
0.5 – 0.5
2114
2
2005
0.5 – 0.5
2008
3
1950
0.5 – 0.5
1929
4
1926
0.5 – 0.5
1885
5
1809
0 – 1
1902
6
1798
0 – 1
1900
7
1799
0.5 – 0.5
1818
8
1753
0.5 – 0.5
1912

Bericht von Marcel Quast

Zum Auftakt der Ligasaison waren gleich all unsere drei Mannschaften gefragt. Während unsere Dritte in Linden leider verlor, konnte parallel zu unserem Heimspiel unsere Zweite einen überzeugenden SIeg einfahren. Uns gelang leider in allen acht Partien kein Sieg, was eine Niederlage zur Folge hatte. Bereits recht früh einigte sich Klaus mit seinem Gegner auf die Punkteteilung. Da hatte ich noch keine Gelegenheit mich großartig umzuschauen und kann zur Partie nichts sagen. Aufgrund späterer Zeitnot geht mir dies am Ende bei vielen unserer Partien so. Uli hatte nach einigen Abtäuschen die schlechtere Bauernstruktur, und die passiveren Figuren. Diese Schwächen waren schließlich zu viel des Guten und Uli verlor. Felix steuerte das nächste Remis bei, auch hier habe ich nicht viel von der Partie gesehen. Yannis machte im Mittelspiel einen Fehler, wonach sein Gegner am Königsflügel seinen Angriff erfolgreich vortragen konnte. Ein Bauer ging verloren und die Stellung war auch nicht mehr zu halten. Mit dem Rücken zur Wand folgten drei weitere Remisen. Bernd, Matthias und Volker konnten aus ihren Partien nicht viel herausholen, wobei die gegnerische Bauernstellung bei Matthias nach einem kurzen Blick aufs Brett sogar eher gefährlich aussah. Ich musste mich den Gewinnversuchen des frischen Seniorenmeisters von Rheinland-Pfalz erwehren, wobei ein Bauer verloren ging. Das Endspiel hätte der Gladbecker wohl besser spielen können, denn nach dem Tausch der Türme entstand ein ungleichfarbiges Läuferendspiel. Trotz Druckes und wenig Zeit auf der Uhr gelang es mir schließlich eine Festung mit zwei Minusbauern zu errichten und das Remis zu halten.

Am 28.09. geht es beim Recklinghäuser SV weiter, der zum Auftakt beim SV Unser-Fritz einen 7:1-Kantersieg erzielen konnte.

Erste Mannschaft steigt doch noch in die Verbandsliga auf

1894 5.5 : 2.5 SC Buer-Hassel 1813
1
2138
0.5 – 0.5
2011
2
1940
0 – 1
1911
3
1998
1 – 0
1818
4
1945
1 – 0
1722
5
1811
0.5 – 0.5
1767
6
1782
1 – 0
1805
7
1802
0.5 – 0.5
1725
8
1737
1 – 0
1746

Bericht von Marcel Quast

Nachdem wir unsere Verbandsklassen-Saison auf dem dritten Platz beendeten und knapp den Aufstieg verpassten, wurde kurzerhand noch eine Aufstiegsrunde der drei Drittplatzierten aus jeder Gruppe anberaumt. Als DWZ-Favorit hatten wir die erste Runde spielfrei und trafen im Finale gestern auf den (kampflos) siegreichen SC Buer-Hassel aus Gelsenkirchen.

Zwar gingen unsere Gäste noch in Führung, danach wurden wir unserer Favoritenrolle dann doch gerecht. Interessanterweise sollten unsere vier Weißpartien zuerst beendet werden. Volker geriet schon in der Eröffnung unter Druck und war nicht mehr frohen Mutes. Allerdings schien es, als könnte er alle Drohungen abwehren und selbst aktiver werden. Das Ende habe ich nicht gesehen, aber es schien plötzlich gekommen zu sein. Uli konnte sich einen Mehrbauern und eine Druckstellung erspielen. Sein Gegner musste mit passiven, unterentwickelten Figuren zurechtkommen. Dies klappte nicht lange und Uli glich aus. Auch Felix attackierte den König seines Gegners. Sein aktiver Läufer mit späterer Dame-Turm-Batterie auf der gegnerischen Grundreihe sorgte für den entscheidenden Punch. Klaus erhöhte auf 3:1. In der Eröffnung übersah sein Gegner wohl einen Bauernverlust und blieb zudem mit leicht geschwächtem König im Zentrum hängen. Gegen das aktive Spiel von Klaus war dann in der Folge nicht viel auszurichten.

Matthias steuerte einen halben Punkt bei. Nachdem er vorher noch bei unklarer Gesamtlage ein Remisangebot abgelehnt hatte, nahm er ein weiteres bei neuer Bewertung der Umstände nun an. Zur Partie selbst kann ich leider nichts Konkretes sagen. Ich habe eine riskante, nicht ganz gesunde Eröffnung gespielt, doch meinem Gegner gelang es nicht, mein Spiel zu wiederlegen. Im Gegenteil, ich ließ zwar einen Qualitätsverlust zu, doch sein Springer stand in der Ecke doch recht im Abseits. In der Folge konzentrierte sich der Gelsenkirchener darauf, dies zu ändern. Gerade als ich dachte, Gewinnfortschritte zu machen, gelang es ihm, sich zu befreien und in ausgeglichener Stellung mit einer möglichen Dauerschachabwicklung bot er mir das Remis an. Da ich einen erheblichen Zeitvorteil besaß, wollte ich zunächst noch den weiteren Verlauf abwarten, bevor ich es annahm. Als Yannis ebenfalls ein Angebot zur Punkteteilung erhielt, nahmen wir beide unsere jeweilige Offerte zum Aufsieg an! Yannis spielte eine interessante Partie mit vielen Figurenspannungen im Zentrum. Es ergab sich eine Abwicklung mit beidseitig hängenden Figuren und Türmen, doch beide fanden stets die richtigen Züge, sodass die Partie nie in die eine oder andere Richtung kippen sollte. Zum Zeitpunkt meines Remisangebots stand Bernd quasi schon auf Gewinn. Er hatte während meines Wartens seinen Mehrbauern in einen anderen Vorteil, zwei Leichtfiguren gegen Turm, umwandeln können und behielt am Ende auch noch seinen Mehrbauern. Zwar dauerte die Verwertung noch einige Zeit, aber den Gewinn ließ sich unser Topscorer nicht mehr nehmen.

Somit spielen wir nächste Saison wieder in der Verbandsliga!

Erste Mannschaft verpasst Aufstieg in die Verbandsliga

1591 2.0 : 6.0 SC Gerthe-Werne 1901
1
1751
0 – 1
2157
2
1640
0.5 – 0.5
2011
3
1745
0 – 1
1988
4
1704
1 – 0
1953
5
1657
0.5 – 0.5
1789
6
1688
0 – 1
1759
7
1351
-/+
1774
8
1194
0 – 1
1774

Bericht von Marcel Quast

Am Sonntag fand die letzte Runde der Verbandsklasse statt. Während wir beim Abstiegskandidaten Kirchhellen gewinnen mussten, waren wir gleichzeitig auf ein für uns günstiges Ergebnis im Topspiel eins gegen zwei angewiesen. Wie sich am Abend herausstellen sollte, ging dieses (nicht kampflos) 4:4 aus, was uns keinerlei Chance bot, einen der beiden noch abzufangen.

Leider traten unsere Gegner nur zu siebt an, woraufhin Uli zum Zuschauen verdammt war. Damit hat er keine einzige Partie remisiert, ganz im Gegenteil zu Jürgen, der zuvor alle acht Partien mit diesem Resultat beendete. Diese Serie sollte nun reißen, aber auf erfreuliche Weise! Mit den schwarzen Figuren konnte er etwas Druck gegen den gegnerischen König erzeugen und entschied sich zudem eine Figur zu geben, um die Königsstellung aufzureißen. Der Kirchhellener ließ dies nicht zu und spielte mit Minusbauer weiter. Als später noch ein oder zwei weitere fallen sollten, gab er sich geschlagen. Damit blieb Jürgen in allen neun (!) Saisonspielen ungeschlagen. Felix musste die einzige Niederlage hinnehmen. Nach der Eröffnung stand sein König ein wenig offener als der seines Gegenübers. Als er sich dann dazu entschied in einem kritischen Moment durch Figurenopfer auf Matt zu spielen, anstelle eines eher passiven Rückzugs, flog ihm die Stellung um die Ohren und sein Gegner konterte ihn aus. Bernd krönte sich durch seinen Sieg zum Topscorer unserer Mannschaft, mit 6 aus 8! In einer überlegen geführten Partie verpasste er nach meinem Empfinden wohl an einer Stelle durch ein eigenes f5 eine sehr gute Stellung, wonach sein Gegner selbst f5 zog. Allerdings stand er immer noch gut und gewann später eine Figur und sicher den vollen Punkt.

Mein Gegner übersah im Übergang der Eröffnung zum Mittelspiel einen Verteidigungszug, der eine recht interessante Partie hätte entstehen lassen können. So war die Partie nicht uninteressant, aber im Endeffekt besaß ich einen gesunden Mehrbauern. In der Folge konnte ich meine Figuren auf gute Felder stellen und die meines Gegners waren allesamt schlecht postiert, sodass sich der Kirchhellener zu einer radikalen Öffnung der Stellung entschied, die mir jedoch zwei weitere Mehrbauern und den Sieg einbrachte. Bei Volker habe ich nicht ganz so viel gesehen, aber beide Seiten konnten sich keinen nennenswerten Vorteil erspielen und die Partie endete im Remis. Matthias konnte in einem symmetrischen Aufbau den gegnerischen Turm auf Abwege bringen. Ich konnte zwar keinen wirklichen Plan erkennen, dies konkret auszunutzen, aber als ich später wieder aufs Brett schaute, besaß er eine Mehrqualität, die zum Sieg ausreichte. Damit blieb auch Matthias (in seinen sieben gespielten Partien) ungeschlagen und ist prozentual gesehen der beste Scorer bei Einbeziehen aller Spieler mit mindestens zwei Partien! Yannis sollte unsere letzte Partie der Saison spielen. Interessanterweise lief hier zunächst nur die Uhr, denn beide Spieler verspäteten sich ein wenig. Nichtsdestotrotz waren sie, als ich mir zwischendurch alle Partien anschaute, der 20 Züge-Marke am nächsten, sollten am Ende aber doch am längsten spielen. Vermutlich lag das an der recht vertrackten geschlossener Stellung mit einer langen Bauernkette. Da brauchte es schon langes Überlegen, um alle Aspekte der Stellung im Blick zu behalten und ein mögliches Durchkommen zu berechnen. Da unser Sieg fix war und unsere Brettpunkte in keiner Konstellation mehr entscheidend werden würden, war Yannis schließlich mit der Punkteteilung einverstanden und versuchte nicht auf Teufel komm raus noch etwas zu unternehmen.

Denkbar knapp beenden wir schließlich diese Saison auf Platz drei, punktgleich mit dem Zweiten und nur einen einzigen Punkt hinter dem Ersten, der gegen uns seine einzige Niederlage einstecken musste. Nichtsdestotrotz können wir insgesamt mit der Saison recht zufrieden sein, auch wenn es am Ende nicht ganz gereicht hat.

Erste Mannschaft verliert klar

1901 2.5 : 5.5 SV Bönen 1946
1
2156
0 – 1
2332
2
2011
0.5 – 0.5
1910
3
1988
0.5 – 0.5
1928
4
1953
0 – 1
1911
5
1789
0.5 – 0.5
1884
6
1759
0.5 – 0.5
1855
7
1774
0 – 1
1804
8
1774
0.5 – 0.5
 

Bericht von Marcel Quast

Gegen den Aufstiegskandidaten aus Bönen haben wir heute kein Land gesehen und sind verdient untergegangen. Viel kann ich heute nicht zu den Partien schreiben, da ich mit meiner gut beschäftigt war. Uli machte nach knapp 3 Stunden den Anfang, er verlor erst eine Qualität und später die Partie. Es folgte eine Niederlage von Felix. Sein Gegner spielte kreativ mit vielen Figuren in der Nähe des unrochierten Königs von Felix. Die Stellung sah recht gedrückt aus und irgendwann konnte der Bönener den entscheidenden Hebel ansetzen und mattsetzen. Es folgten zwei Remispartien von Yannis und Volker. Yannis opferte in der Eröffnung zwei Bauern, wobei mir nicht klar war, wo genau die Kompensation war. Irgendwo war sie aber, denn Yannis konnte Gegenspiel und die Punkteteilung erreichen. Volker gewann durch eine Taktik einen Bauern, ermöglichte dadurch dem Gegner aber etwas Angriff. Zunächst lehnte er noch ein Remisangebot ab, wenig später unterbreitete er dies jedoch selber. Danach musste ich die Segel streichen. Mein Gegner stand immer optisch etwas besser und mir fiel es schwer, gute Züge zu finden. So verbrauchte ich reichlich Zeit. In der Folge engte mich der Bönener mit seinen Bauern ein und nachdem ich dachte, mich etwas befreit zu haben, opferte er einen Bauern, um eine gewinnbringende Taktik mit möglichem Turmopfer einzuleiten. Dieses Motiv hatte ich gar nicht auf dem Schirm, und so war jetzt das Eindringen des Turmes in meine Stellung auch nicht mehr zu verhindern. Ungefähr zeitgleich beendete Jürgen seine Partie mit einer Punkteteilung in einem Endspiel mit je einem Turm und Springer bei jeweils fünf Bauern, die aber asymmetrisch 3:2 bzw. 2:3 an beiden Flügeln verteilt waren. Schließlich folgten noch zwei weitere Remisen von Matthias und Bernd während ich mit meinem Gegner unsere Partie analysierte. Matthias hatte wie häufig eine geschlossene Stellung mit Bauernketten auf dem Brett, bei der es heute für beide Seiten kein Durchdringen gab. Bernds Partie war etwas wilder mit vorgerückten Bauern und offenerem Stellungstyp, doch wohl auch hier für keinen vorteilhaft.

Nun müssen wir im letzten Spiel am 4. Mai gewinnen und schauen wie das Topduell der beiden Führenden ausgeht.

Erste Mannschaft meldet sich im Aufstiegsrennen zurück

1898 4.5 : 3.5 SV Rochade Eving 1903
1
2173
0.5 – 0.5
2022
2
2011
0.5 – 0.5
1992
3
1988
1 – 0
1977
4
1953
1 – 0
1837
5
1789
0 – 1
1955
6
1773
0.5 – 0.5
1851
7
1774
0 – 1
1920
8
1723
1 – 0
1669

Bericht von Marcel Quast

Mit einem knappen Sieg gegen den Tabellenführer Rochade Eving haben wir wieder alle Chancen auf den Aufstieg, da auch Mitaufstiegskandidat Bönen gegen unseren Bezwinger aus der vorherigen Runde strauchelte. Unsere beiden Einzelniederlagen erfolgten gleich zu Beginn nach etwa zwei Stunden. Uli hat im Mittelspiel zu viele Bauern verloren und als dann auch noch eine Figur über den Jordan ging, war die Partie hoffnungslos. Das Ende bei Yannis' Partie habe ich nicht mitbekommen, er muss wohl in einer taktischen, beengten Stellung einen Figurenverlust übersehen haben. Danach ging es aufwärts. Jürgen, der sich bei schwindender Bedenkzeit einem Bauernsturm entgegensah, suchte sein Glück in einem eigenen Bauernsturm am anderen Flügel. Da sich der Dortmunder in seiner Stellung nicht mehr wohlfühlte, nahm er ein Remisangebot trotz erheblichen Zeitvorteils an. In Volkers Partie stellte sich die Frage, wer bessere Linien bzw. Felder für die beiden Türme bzw. beiden Leichtfiguren erlangen würde. Nach einigen Abtäuschen entstand ein ungleichfarbiges Läuferendspiel mit jeweils noch einem Turm. Nachdem kein Weiterkommen für beide Seiten mehr möglich war, wurde der Punkt geteilt.

Klaus steuerte den ersten Partiegewinn des Tages bei. In seinem ersten Einsatz als Stammersatzspieler gelang es ihm im Mittelspiel eine Qualität zu gewinnen und in der Folge das gegnerische Läuferpaar im Zaum zu halten. Das Ende habe ich nicht gesehen, die Qualität war aber dann wohl doch zu stark. Ich hatte eine etwas undankbare Leichtfigurenkonstellation auf dem Brett, konnte aber alle Drohungen abwehren. Nachdem ich eine taktische Feinheit übersah und in leichten Vorteil hätte kommen können, schätzte mein Gegner später wiederum eine Situation falsch ein und verpasste seinerseits im Endspiel die Chance auf Vorteil. So endete die Partie remis. Die letzten beiden Partien sollten dann zu unseren Gunsten entschieden werden, womit wir den knappsten aller Siege einfahren durften. Zunächst gewann Bernd, der aus einer unklaren Mittelspielstellung einen gefährlichen Freibauern im Damenendspiel erlangte. Nachdem er einige Schachs vor und weitere nach der Bauernumwandlung erfolgreich abwehrte, war die Messe gelesen. Felix brauchte noch einige Zeit, seinen Vorteil in den vollen Punkt umzumünzen, spielte die Partie aber souverän nach Hause. Mit jeweils zwei Türmen und ungleichfarbigen Läufern besaß er nicht nur einen Mehrbauern, sondern auch die allgemein bessere Bauernstruktur und etwas aktivere Figuren. Der Dortmunder lebte am Ende eigentlich nur noch vom Inkrement und so war es nicht verwunderlich, dass er wohl nicht immer die beste Verteidigung fand und sich schließlich auch in bereits verlorener Stellung mattsetzen ließ.

Punktgleich mit Eving liegen wir nun einen Punkt vor Bönen, die nächste Runde zu uns nach Bochum kommen werden und am letzten Spieltag gegen Eving antreten müssen. Es bleibt also spannend im Kampf um den Aufstieg in die Verbandsliga.