Schachaufgabe des Tages

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Turniere in den nächsten Monaten

Dirk Topolewski hat uns eine Reihe interessanter Turniere zusammengestellt. Er selbst hat den guten Vorsatz, bei dem einen oder anderen davon mitzumischen. Wer Interesse an einer Teilnahme, einer Fahrgemeinschaft etc. hat, kann gerne auf Dirk zukommen und ihm eine Email unter dirktt@gmx.de schreiben. Zu den Ausschreibungen der einzelnen Turniere gelangt ihr durch Klicken auf die entsprechenden Links. Vielen Dank, Dirk!

14.-21.7., Dortmunder Schachtage mit mehreren Open

21.-29.7., Dt. Senimeisterschaft (erstmals „ab fuffzig“), H4-Hotel HH-Bergedorf (27.7. = Dt. Seni-Blitzmeisterschaft)

3.-13.8., Europ. Senimeisterschaft (Altersgruppe ab 50 und ab 65), Drammen (Norwegen) 

5.-11.8., Offene Recklinghäuser Meisterschaft mit ELO-Wertung (von Thomas B.)

17.-26.8., Tomsk(RU), 9 Runden, Preisfonds 10000€, deutschspr. Kontakt, Titelnormen möglich

26.8., Niederkassel (bei Bonn) Schnellturnier

DSAM 2018 – Marcel Quast für das Finale qualifiziert

Von Freitag bis heute habe ich in Brühl, in unmittelbarer Nähe zu Köln, eine der sieben Vorrunden der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft, kurz DSAM, gespielt. Das Turnier ist so aufgebaut, dass sich in sieben TWZ-Gruppen an sieben Vorrundenorten sieben Spieler für das Finale qualifizieren, deshalb der Slogan 73. Dies ist in diesem Jahr neu, denn zuvor war es noch 63 und zu Beginn gar 53. In meiner Gruppe A (TWZ 2101 – 2300) nahmen insgesamt 21 Spieler teil, von denen bereits drei für das Finale in Leipzig qualifiziert waren. Mit der Startnummer sechs schien ich gute Chancen auf einen der begehrten Plätze zu haben, doch erstens wurden die ELO-Zahlen zur Reihenfolge herangezogen, zweitens zählten die Zahlen des Anmeldedatums und drittens ist ja das Spannende an der DSAM, dass in jeder Gruppe jeder jeden schlagen kann, weil die Spielstärkeunterschiede nicht allzu groß sind. Somit stellt dieses Turnier eine sehr gute Bühne für Leute dar, die einmal nur gegen gleichstarke Gegnerschaften antreten wollen.

In der ersten Runde spielte ich mit Schwarz gegen Frank Hoffmeister von der SVG Eppstein (DWZ 2138 / ELO 2167). Gegen meinen scharfe Eröffnung wählte er einen soliden Aufbau, sodass ich früh Ausgleich hatte. Ich versuchte auf Gewinn zu spielen, lehnte ein Remisangebot ab, aber am Ende konnte ich keinen Fortschritt machen und bot selbst die Punkteteilung an. Die zweite Runde war die schicksalhafteste Partie im Turnier. Ich dachte gegen Taylan Gülsen (2182 / 2186) von der SG Niederkassel gut aus der Eröffnung gekommen zu sein. Für einen Bauern hatte ich jedoch etwas Probleme, meinen König in Sicherheit zu bringen. Ich musste meinen Mehrbauern zurückgeben und geriet zudem ins Hintertreffen. In der Folge überspielte mich mein Gegner und hätte die Partie vermutlich gewonnen, wenn er nicht seinen Turm auf ein angegriffenes Feld gestellt hätte. In dieser Saison ist es schon das zweite Mal, dass einer meiner Gegner in besserer Stellung einzügig einen Turm einstellte. Hätte ich die Partie in Runde zwei verloren, wäre es sehr schwierig gewesen, mich zu qualifizieren.

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Weihnachtsturnier

Kreuztabelle im Schweizer-System nach der 7. Runde
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Punkte Buchh
1. Quast,Marcel 2205 ** 1 1 1 1 1 1     1 7.0 25.0
2. Brüggestraß,Volker 2021 0 ** 1 ½ 0 1   1 1   4.5 26.5
3. Boost,Jürgen 1837 0 0 **   1 1 ½ 1   1 4.5 25.5
4. Gottmann,Bernd 1912 0 ½   ** 1 0 ½ 1 1   4.0 26.5
5. Meise,Ulrich 1858 0 1 0 0 **   1   1 1 4.0 25.0
6. Pflieger,Christin 1759 0 0 0 1   **   1 1 1 4.0 23.0
7. Straetling,Daniel 1407 0   ½ ½ 0   ** 1 1 1 4.0 22.5
8. Albaba,Karim     0 0 0   0 0 ** 1 1 2.0 22.0
9. Schüler,Bernd 1434   0   0 0 0 0 0 ** 1 1.0 22.5
10. Kalle,Michael 1258 0   0   0 0 0 0 0 ** 0.0 26.5

Dirk & Thomas, zwei Gerther zu Gast bei Ostermann

Bericht von Thomas Berens

Das inzwischen 6. Ostermann-Open in Witten lockte bei strahlendem Sonnenschein dieses Jahr leider nur 54 Spielerinnen und Spieler an die Bretter. An der Spitze der Setzliste machte sich die etwas geringere Beteiligung jedoch nicht bemerkbar. Zwei Großmeister, Vladimir Epishin und Daniel Fridman, welche sich in dieser Reihenfolge nach neun Runden auch gemeinsam mit 7,5 Punkten die Spitze teilten, drei internationale Meister, ein FIDE-Meister und ein CM. Das macht 13% Titelträger bei einem Schnellturnier. Ich denke, das ist eine beeindruckende Quote. Platz drei ging an den Berliner IM Ilja Schneider, der vierte Preis bleib mit IM Anna Zatonskih in Bochum. Dirk erreichte mit 6,5 Punkten den 5. Platz und damit die Rolle des „Bubble-Boy“. Er verpasste die Preisränge somit denkbar knapp. Am Ende baumelte aber unter anderem ein halber Skalp von IM Karl-Heinz Podzielny an seinem Gürtel. Ich konnte mit 5,5 Punkten und Platz 15 zwar auch einen FM in der Tabelle hinter mir lassen. Dafür gab es aber keine prominenten Opfer auf meiner Liste. Gegen CM Torsten Werbeck habe ich eine klar bessere Stellung überzogen. Ich drücke es mal positiv aus: alle Gerther unter den TOP 15 hört sich gut an.

In der ersten Runde konnte ich gegen die 3. der U10 Mädchen-NRW-Meisterschaft Annika Labuda meinen Kopf nur sehr, sehr knapp aus der Schlinge ziehen. Annika spielte im Anschluss des Turnieres auch Glücksfee bei der Verlosung der 10 Ostermann-Gutscheine. Der Job lag ihr definitiv. Erst wurde ihr Vater bedacht, dann angelte sie ihre eigene Losnummer aus dem Topf. Familie Schaller wurde auch direkt doppelt berücksichtigt – und Dirk wurde auch mit einem Gutschein über seinen undankbaren 5. Platz getröstet.

An dieser Stelle noch einen Dank an die Schachfreunde aus Witten für die gute Organisation, den Damen von Witten Annen für eine leckere Verpflegung und Petrus für einen sonnigen Spätsommertag, an dem man die Pausen zwischen den Partien bei schönem Wetter draußen verbringen konnte.

„Finale“ der Ferienzeit – beim Sommerschachturnier der SG Dortmund

Bericht von Matthias Gawlick

Mit drei Gerthern waren wir zur 31. Auflage des Sommerschachturniers in der Dortmunder Nordstadt (Dietrich-Keuning-Haus) aufgelaufen. Hier gilt „Same procedure as ev'ry year“, denn Organisator Pit Schulenburg und Teilnehmer Jens Zelt trifft man jedes Jahr. Anders als sonst lag das Turnier aber diesmal in der Sommerpause der Einrichtung, so dass die Teilnehmer (einmal die mehr als 120 Klubspieler, einmal die fast 40 Hobbyspieler) nicht in verschiedenen Räumen, sondern gemeinsam in der Versammlungshalle spielten. Das hatte natürlich Vor- und Nachteile, aber insgesamt klappte es gut.

Für mich war es das erste Mal dort, aber so stelle ich mir die Verbindung von Breiten- und Spitzenschach vor. Wenige Meter von den „Chefdenkern“ aus Verbands- und Regionalliga saßen interessierte / engagierte / talentierte Spielerinnen und Spieler, davon erfreulich viele mit Migrationshintergrund. Routinier Wolfgang Schulz hatte sich – wie in den letzten Jahren auch – das Hobby-Turnier ausgesucht und belegte bei 38 Teilnehmern mit zwei Siegen und zwei Remis Platz 23. Besonders das Remis in Runde 3 gegen Stephan Deppe, mit DWZ 1077 ein stärkerer Spieler, ist erwähnenswert. Sohnemann Robin Schulz verbuchte in der Konkurrenz der Klubspieler zwei deutliche Siege (Damengewinn gegen Petra Wilkins, Qualitätsgewinn gegen Dr. Wolfgang Meiler). Er erreichte zuletzt Rang 116 von 128 Teilnehmenden. Mir gelangen drei Siege und zwei Unentschieden, so dass es zuletzt Platz 44 wurde. Im Gedächtnis bleibt mir das haarsträubende Remis in Runde 5, als ich gegen Schachfreund Ralf Schütz aus Bönen (DWZ 1821) Widerstand bot, bis dieser die letzten fünf Sekunden seiner Bedenkzeit (!) für ein Remis durch Dauerschach nutzte.

„Willkommen in der Nische“ – zwei Gerther bei der Recklinghäuser Schachwoche

Bericht von Matthias Gawlick

Zwischen den Dortmunder Großereignissen (Open bzw. Sommerschach) eingeklemmt konnte man in der zurückliegenden Woche in Recklinghausen antreten. Thomas Berens und ich taten dies und bildeten einen Teil der gut fünfzigköpfigen Teilnehmerschar. Im Pfarrheim St. Gertrudis war der Saal im Erdgeschoss entsprechend umgebaut, im Raum nebenan gab es Brötchen und Kaffee. Familiär, ja leger geht es auf jeden Fall zu: bisweilen nervten Gespräche im Spielsaal, dann klingelte auch mal ein Handy – ausgerechnet das vom rührigen Schiedsrichter Franz Schulze-Bisping!

Zum Zählbaren: Beim Auftakt erledigte Thomas Hans Werner Lange (RE-Süd, DWZ 1640/ELO 1696), indem er seinen Freibauern auf der b-Linie im Endspiel mit König, Dame und Läufer durchbrachte. Für mich war der Jugendliche Timo Küppers (SF Katernberg, 2124/2033) zwei Nummern zu groß. In Runde 2 brachte Thomas gegen Raphael Kracht (SF Brackel, 1824/1746) mit Weiß ein „sachliches“ Remis zuwege (wie er selbst es nannte; jeweils Turm und eine Leichtfigur). Ich erhielt mit Paul Puchalla (SK Castrop/Sodingen, 1173/1344) einen leichten Gegner, der mir ungewollt beim Mattsetzen assistierte, so dass ich nach 16 Zügen (rekordverdächtig) den Punkt mitnehmen durfte. Die dritte Runde bescherte Thomas die Essener Nachwuchshoffnung Jan Dette (Katernberg, 1995/2010), der ihm die Dame für Turm und Springer abnahm, weshalb es nichts zu holen gab. Ich bekam es mit Felix Gerlach (1881/1951), dem nächsten starken Jugendlichen aus Brackel, zu tun, der kurzen Prozess machte. In der vierten Runde kam es „dicke“: Thomas zog nach einigen Abtäuschen im Endspiel gegen Guido Linnenborn (Bergneustadt, 1929/1952) den Kürzeren. Mein Gegner Peter Rausch (RE-Süd, 1315/1507) hatte schnell Oberwasser (und dann zwei Bauern mehr), als ich in der Eröffnung Züge verwechselte. Zum Glück übersah er ein Matt, so dass ich mich im Endspiel König plus Dame gegen König plus Turm und Läufer so eben noch ins Remis retten konnte. Damit hatten wir beide eineinhalb Punkte und waren unzufrieden. Das steigerte sich am Folgetag (Runde 5), als Thomas im Stau stand und kampflos verlor, während ich gegen Nicolas Hofmann (RE Läufer, 1614/1637) mal ordentlich spielte, aber das Endspiel vergeigte. In den finalen Runden gab es dann doch noch Versöhnliches: Während Thomas in Runde 6 pausierte, durfte ich gegen Wilfried Krolik (SV Waltrop, 1520/1529) erstmals das Endspiel Dame gegen Turm und Springer ausprobieren (es klappte). Die siebte Runde bescherte Wiedereinsteiger Thomas den armen Timo Schneider (SV Datteln, 1047), einen raschen Sieg, insgesamt 2,5 P. sowie Platz 40 in der Tabelle. Ich trickste Lukas Hesse (Erkenschwick, 1379/1567) im Endspiel aus und holte alles in allem wieder 50 % und Platz 29. Unser passives Mitglied Christoph Wolff erreichte mit einem Spiel weniger auch 3,5 Punkte und Platz 27.

Fazit: Die Recklinghäuser Schachwoche ist eine gute Gelegenheit, um zwischendurch in der Nähe ein Turnier zu spielen. Für Leute, die nicht den ganzen Tag opfern wollen, ist erfreulich, dass die Uhren erst um 17.30 Uhr angedrückt werden, was auch viele Berufstätige schaffen. Ebenso bemerkenswert ist das Engagement der Organisatoren: Alsbald standen die Partien im Netz – und die fleißigen Helfer konnten sogar ein Kaffeetrinken der ortsansässigen Senioren in den Turnierverlauf integrieren …

Thomas Berens ist Wittener Stadtmeister 2017

Er berichtet von seinem Erfolg:

Am letzten Freitag ging – mit einem erfreulichen Ausgang für mich – die 10. Offene Wittener Stadtmeisterschaft zu Ende.

12 Teilnehmer duellierten sich in sieben Runden um Preise, Sieg und Ehre.

In der ersten Runde saß mir Michael Ponto von Unser Fritz (Wanne-Eickel) gegenüber. Es entwickelte sich eine typische Erstrunden-Partie, bei der mein Gegner nach einigem „Rühren“ sein Material nicht mehr zusammen halten konnte. Aufgrund einiger unerwarteter Paarungen und Ergebnisse in den folgenden Runden erreichte mein Gegner am Ende den dritten Platz. Im Nachhinein betrachtet startete das Turnier also für mich mit einer „Spitzen-Paarung“.

Die zweite Runde ergab dann das Aufeinandertreffen der beiden Setzlisten-Führenden Dirk Sondermann und mir. Warum dies schon in der zweiten Runde stattfand, war uns nicht so ganz verständlich. In einer Damen-Indisch-Partie konnte ich mit Weiß nach der Eröffnung einen klaren optischen Vorteil verbuchen. Gewinnversuche hätten allerdings nur mit der Brechstange Erfolgsaussichten gehabt. Zu diesem frühen Turnierzeitpunkt habe ich dann darauf verzichtet und Remis angeboten.

Runde Nr. 3 brachte mir ein Duell mit dem Turnierorganisator Lothar Stergar ein. Nach einem schnellen Bauerngewinn fand ich mich plötzlich in einem Turmendspiel wieder, wo ein Gewinnweg gar nicht so klar ersichtlich war. Ich konnte mein Gegenüber aber überzeugen, mir zu dem Bauern auch noch die einzige offene Linie zu überlassen. Daraufhin hatte er keine Lust mehr, weiter in die Tiefen des Endspiels einzusteigen und gab die Partie auf.

In der folgenden Runde brauchte ich etwas von Caissas Glückssträhnen. In einer Weiß-Partie gegen Mohammad Al Ali fand ich mich nach der Eröffnung in einer eher schwierigen Stellung wieder. Eine Springerwanderung nach g4 sollte mir etwas Spiel am Königsflügel einbringen, so die Idee. Mein Gegner sah das auch so und entfernte vorsorglich schon einmal seine Dame von f6. Naja, das machte für ihn alles nur noch schlimmer und ich konnte zeitig die Heimreise antreten. In der vierten Runde gab es die erste große Überraschung. Der Wittener Neuzugang Achim Saage, bis dahin vereinslos, konnte gegen Dirk Sondermann gewinnen, was mir die alleinige Tabellenführung einbrachte – und Schachfreund Saage als nächsten Gegner. Mein mulmiges Gefühl aufgrund seines Überraschungserfolges und der Tatsache, dass er mit einem Ratingpreis in einem großen Dortmunder Schnellturnier im Gepäck zur Partie erschien, war zum Glück unbegründet. In einer für ihn schwierigen Stellung beendete er die Partie mit einer Art Selbstmatt. Er sollte am Ende Platz vier erreichen!

Die Vorschlussrunde brachte mir den letzten Gegner des „oberen Tabellenbereiches“. Vithoosan Vijayakumaran vom TV Borken (mit Schwarz). Ja, den Namen musste ich aus der Tabelle abschreiben. Leider konnte ich am angesetzten Termin nicht spielen. Vithoo steckte in Uni-Arbeiten. So einigten wir uns auf Remis. Dadurch hatte ich den zweiten Platz sicher und die Hoffnung, in der letzten Runde ggf. Weiß und auf jeden Fall jemanden aus dem Tabellenmittelfeld zu bekommen. Aber das Auslosungsprogramm war ja nicht dumm und erkannte, dass die Partie kampflos war. Somit ergab sich in der letzten Runde die Paarung… genau.. Vithoo – Thomas. Durch diese Situation hatte ich Schwarz gegen einen 1.b3-Spieler – unangenehm. Aber den Vorteil, dass ich durch zwei Partien gegen Vithoo eine Partie mehr gegen den oberen Tabellenbereich hatte, und somit auf jeden Fall die bessere Buchholz-Wertung. Ein Remis sollte also zum Turniersieg reichen. Die andere Spitzenpaarung lautete Mohammad – Dirk. In dieser Partie konnte Dirk sich in einer aus meiner Sicht verlorenen Stellung ins Remis retten und sich damit den zweiten Platz sichern. Daher war mein Ergebnis aber uninteressant. Mein Gegner hatte es aber nicht so mit Springern. Er platzierte seine beiden etwas unglücklich, was mir Zeit gab, mit a5-a4 seinen Damenflügel mit der b3-Stellung auszuhebeln und das Ganze mit Materialgewinn zu beenden.

Am Ende standen dann 5,5 aus 6 gespielten Partien auf dem Zettel, plus ein kampfloses Remis, was für Platz 1 reichte.

Deutsche Pokel-Einzelmeisterschaft in Wiesbaden-Niedernhausen

Marcel Quast nahm an der DPEM 2017 in Niedernhausen, parallel zur Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft, teil. Er berichtet vom Turnier:

Nach meiner Teilnahme im letzten Jahr, durfte ich erneut an der Endrunde des Dähne-Pokals teilnehmen. Die erste Runde gegen Dominik Faas (DWZ 1970/ ELO 2048) vom SV Steinitz Püttlingen konnte ich in einem ausgeglichenen Endspiel gewinnen, nachdem mein Gegner in Zeitnot das Turmendspiel vergab. Danach war das KO-Turnier für mich vorbei, denn ich traf in Runde 2 auf den Setzlistenersten IM Hagen Poetsch (2442/2486) von den SF Schöneck. Zwar konnte ich nach missglückter Eröffnung und verlorener Qualität noch durch aktives Figurenspiel ein Remis durch Zugwiederholung erzwingen, verlor das Blitzen aber etwas unglücklich mit 0:2. Mein Gegner wurde übrigens schlussendlich auch Pokalsieger.

Damit niemand nach Hause fahren muss, spielen die ausgeschiedenen Spieler im Schweizer System weiter. Dort traf ich dann in Runde 3 auf den FM Björn Bente (2253/2289) vom Hamburger SK. Ich verpasste es, meine Figuren zu entwickeln und nach einem Patzer war die Partie dann schneller vorbei als nötig. In der nächsten Runde gegen Helmut Kreuzer (2082/2104) vom SK Kelheim vergaß ich in der Eröffnung einen Zug und hatte damit keinen Vorteil mehr. In Sorge um eine Figur, die übrigens unbegründet war, opferte ich diese für zwei Bauern. Nachdem mein Gegner einen Zug ausgelassen hatte, den ich ehrlicherweise auch nicht gesehen hatte, war die Partie ausgeglichen, da ich sehr aktiv stand und einen weiteren Bauern gewinnen konnte. So endete die Partie remis. In der Schlussrundenpartie gegen Alexander Dehlinger (2297/2272) vom SC Garching wählte ich nach der Eröffnung den falschen Plan, bekam meine geopferten Bauern nicht zurück und stand auf verlorenem Posten. Mein Gegner spielte die Partie sicher nach Hause, sodass ich meine zweite Niederlage hinnehmen musste.

Schließlich beendete ich das Turnier mit nur einem Sieg bei zwei Remisen und zwei Niederlagen auf Rang 22 von 28. Dabei ist zu erwähnen, dass ich trotz der Ergebnisse nur 1,5 Punkte auf dem Konto habe, weil die verlorene Blitzentscheidung wie eine Niederlage gewertet wurde (Pokal eben). Darüber lässt sich sicher streiten, aber bei diesem Turnier war es nun einmal so. Insgesamt bin ich nicht wirklich zufrieden, obwohl die ersten beiden Runden ganz gut waren.

Nächstes Jahr werde ich nicht dabei sein, weil ich im SVR-Pokal bereits ausgeschieden bin, allerdings bietet sich noch die Möglichkeit, sich über ChessBase zu qualifizieren oder aber an der parallel stattfindenden DSAM mitzumachen. Um beim Finale dabei sein zu dürfen, muss man in einem der (neuerdings) sieben Vorrundenturniere unter die ersten sieben Plätze kommen (ehemals sechs).

Link zur Turnierseite

Marcel und Josef beim 5-Sekunden-Blitz in Höntrop

Beim dritten der vier Jubiläumsturniere der SG Höntrop wurde am Samstag 5-Sekunden-Blitz gespielt, bei dem aus unseren Reihen Marcel Quast und Josef Mrowetz dabei waren. Bei der gewöhnungsbedürftigen, aber interessanten Variante ertönt alle fünf Sekunden ein Dröhnen, währenddessen gezogen werden muss, nicht vorher und auch nicht nachher. Marcel an drei gesetzt konnte das elfrundige Turnier mit 18 Teilnehmern ohne Niederlage gewinnen und Josef auf Rang 16 gesetzt mit herausragender 50%-Punktausbeute den Ratingpreis <1650 DWZ ergattern.

Homepage der SG Höntrop

„Vatertag“ in DO-Aplerbeck – beim Schnellschachturnier der DJK Ewaldi

Bericht von Matthias Gawlick

Vatertag! Und dann? Sonnenbrandgefahr? Wanderung mit Bollerwagen? – Nichts für Dirk Topolewski und mich. Wir hatten uns für hammerharte elf Runden zu 15 Minuten Bedenkzeit entschieden, die der rührende Dortmunder Schachfreund und Buchautor Pit Schulenburg überwachte.

Die Rahmenbedingungen sind gut: Parkplätze, Ausschilderung, Geldpreise (s. u.), alles das sind Argumente, sich mal in den Dortmunder Süden zu begeben. Unterstützt von einem Helferteam der DJK Ewaldi Aplerbeck, das die Größe einer Fußballmannschaft hat, wird man zudem vom Vormittag bis kurz nach 19 Uhr kulinarisch betreut. Besonders attraktiv ist für Spieler mit mittlerer Stärke, dass es nicht nur fünf Hauptpreise und vier Ratingpreise gab, sondern auch noch zehn (!) Spezialpreise für die, die deutlich besser abschnitten, als es ihre DWZ erwarten ließ. Deswegen wurde (etwas vollmundig) propagiert, die Gewinnerquote betrage „eins zu sieben“, was bei 166 Mitspielenden nur so ungefähr stimmt. Die letztgenannte Zahl ist übrigens auch ein kleiner Wermutstropfen – jedes Jahr gibt es mehr Anmeldungen, so dass man im Turniersaal weder berührungs- noch lärmempfindlich sein darf …

Für Dirk lief es dann nur am Vormittag gut, als er mit 3 aus 3 startete, dann aber etwas nachließ. Am Ende belegte er mit 7 Punkten lediglich Platz 33. Für mich war es ein überraschend formstarker Tag, der mich mit 6 Punkten in die obere Hälfte brachte (Platz 72), was angesichts von Platz 94 auf der Setzliste sehr befriedigt. Für Geldpreise muss man freilich noch stärker performen – unser passives Mitglied Christoph Wolff tat genau dies. Er überwand mit Gelassenheit eine kleine Schwächephase (zwei Niederlagen am Stück), besiegte mal wieder einen FM und ergatterte mit 8 Punkten und dem sechsten Platz 70 Euro Preisgeld. Seine Frau Manuela machte (tapfer!) ebenfalls mit und zeigte, dass man bei diesem Sport auch als Paar gemeinsam einen Feiertag verbringen kann.

Abschlusstabelle

Nächster Vereinsabend

Freitag, 21. September im CVJM-Heim
(Endspieltraining)

Nächstes Jugendtraining

Mittwoch, 19. Sept. im CVJM-Heim
(Monatsblitzturnier)

Nächste Termine

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