Archiv der Kategorie: Turniere

Grand-Prix Termine

Wie dieser Seite rechts oben unter "Nächster Vereinsabend" schon länger zu entnehmen ist, findet heute kein Spielabend statt. Da jedoch in der ursprünglichen Ausschreibung zum Grand-Prix-Turnier dieser Termin angesetzt war, findet ihr hier die Auflistung der angepassten Termine:

2. Runde: Fr. 08.07.2016
3. Runde: Fr. 22.07.2016
4. Runde: Fr. 29.07.2016
5. Runde: Fr. 05.08.2016

SC Gerthe-Werne macht von sich reden – große und kleine Highlights vom Open des SV Unser Fritz in Herne

Ein Bericht von Matthias Gawlick

Dieses Fronleichnamswochenende wird vor allen Dingen Felix Melmer nicht vergessen. Er spielte ein überragendes Turnier, wobei ihm ein Sieg über GM Daniel Hausrath (SV Mülheim-Nord) gelang. Die Art und Weise, wie sich dieses kleine Schachwunder vollzog, lässt sich auf der hingebungsvoll gemachten Seite des Veranstalters nachvollziehen. Eine ganze Reihe von Partien sind bereits jetzt zum Nachspielen anzuschauen – an dieser Stelle sei den Veranstaltern, bei denen Klaus Löffelbein mitwirkte, ein großes Lob ausgesprochen! Das Bemerkenswerte ist natürlich, dass Felix nicht etwa ein „One hit wonder“ gelang, sondern konsequent punktete. Vor der Schlussrunde ergab sich das Tabellenbild, dass Felix als Fünfter die vier Titelträger „vor sich hertrieb“! Am Schluss belegte er mit 4,5 Punkten aus 7 Partien Platz 16.

Auch für vier andere Gerther aus der Kreisklasse gab es bemerkenswerte Erfolge. Wolfgang Schulz besiegte den Bezirksklasse-Topscorer Robin Gerzen (SG Bochum 31), der nach überragenden Saison (8 aus 8) etwas erschöpft wirkte. Auch hier wurden 600 Punkte an Unterschied in der DWZ locker überwunden. Wolfgang belegte zuletzt mit zwei Punkten Rang 111. Sohnemann Robin Schulz erledigte mit Christian Gluma (SG Bochum 31) die nächste – ebenfalls nominell deutlich stärkere – Nachwuchshoffnung von Bochum 31. Mit ebenfalls zwei Punkten wurde es für ihn Platz 106. Direkt vor ihm liegt Josef Mrowetz. Bei ihm mochte Chris Engelmann vom SV Unser Fritz ebenfalls 350 DWZ-Punkte voraus sein, kein Problem. Und auch für mich ergab sich die Gelegenheit, einem DWZ-Riesen Punkte zu mopsen. Gegen den Regionalliga-Spieler vom SK Münster, Ulrich Meyer, reichte es zum Remis. Für mich wurde es dann mit drei Punkten Platz 69.

Ein Wort zu den äußeren Bedingungen: Auch wer an Fronleichnam üblicherweise gerade nicht von der Muse geküsst wird, sollte das Open erwägen. Dass 2016 mit 121 angemeldeten, dann 119 spielenden Schachfreunden ein neuer Rekord aufgestellt wurde, ist nicht erstaunlich: Der Spielsaal ist modern und hell, es gibt wirklich ausreichend Platz zum Mitschreiben, eine Gastronomie nebenan inklusive ordentlicher Toiletten sowie ausreichend Parkplätze auf dem Gelände und in der Nachbarschaft. Wir Gerther haben jedenfalls das Gefühl, dass wir durchaus wiederkommen sollten …

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Link zu Felix' Partie

Deutsche Pokel-Einzelmeisterschaft in Halle/Saale

Vom 26. – 28. Mai fand in Halle an der Saale die DPEM 2016 statt, für die sich Marcel Quast letztes Jahr qualifizierte. Insgesamt nahmen 27 Spieler aus den 17 Landesverbänden und dem Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-Schachbund teil. Die Setzliste wurde vor der ersten Runde frei ausgelost und dementsprechend die Paarungen bestimmt. Hier hatte Marcel das Glück auf seiner Seite, nicht gleich gegen einen der drei IMs oder fünf FMs zu kommen. In der ersten Runde traf er auf Thomas Frübing vom SV SF Friedrichshagen (DWZ 2035/ ELO 2116), wobei diese Partie auch live ins Internet übertragen wurde, da sie am zweiten Brett stattfand. Die ersten beiden Bretter und jeweils das Spitzenbrett jeder Gruppe des parallel stattfindenden Ramada-Cups, der Deutschen Schach-Amatuermeisterschaft, besaßen diese Ehre.

Beim Frühstück am ersten Turniertag stellte Marcel dann auch fest, dass weitere Spieler aus dem Schachbezirk Bochum im Hotel waren und das Finale des Ramada-Cups mitspielten. Michael Drzasga von der SG Höntrop belegte in der B-Gruppe mit 3 Punkten Platz 12, Matthias Kiese vom Bochumer SV in der A-Gruppe mit ebenso vielen Punkten Platz 8 und Marcus Böcker vom SV Hattingen in der F-Gruppe mit 2 Punkten Platz 27.

Zurück zur DPEM. Nach 83 Zügen konnte Marcel seinen Gegner aus Berlin niederringen und so in die nächste Runde einziehen. Eine Niederlage hätte zwar das Ausscheiden um den Titel bedeutet, aber nicht das Ausscheiden aus dem Turnier, denn die Verlierer spielten im Schweizer System weiter. Die zweite Runde bescherte Marcel nun Claus Seyfried von den Stuttgarter SF (2095/2134), welchen er auch bezwingen konnte. In der dritten Runde traf er nun auf seinen ersten nominell stärkeren Gegner, Hartmut Zieher vom Hamburger SK (2266/2306). Diese Partie wurde erneut live übertragen und auch sie war mit 75 Zügen relativ lang (lag das etwa an der Live-Übertragung?), doch diesmal mit schlechterem Ausgang für unser Mitglied, was das Aus im Viertelfinale bedeutete.

Danach ging es noch zwei Runden ohne KO-System weiter, es folgte ein Sieg gegen Robert Wetzel vom SV Grün-W. Niederwiesa (2109/2101) aus Sachsen und eine Niederlage gegen den IM Michael Kopylov vom SK Norderstedt (2396/2410) aus Schleswig-Holstein.

Mit 3 Punkten aus 5 Partien landete Marcel schließlich auf einem sehr guten 7. Platz und kann mit seinen Abschneiden durchaus zufrieden sein. Insgesamt waren es ein paar schöne Tage mit guten Schachfreunden bei einem schönen Turnier in einem netten Hotel in Halle.

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Marcel Quast verteidigt SVR-Pokal

Heute spielte Marcel seine Finalpartie im SVR-Pokal 2016 gegen Ulrich Happe von der Rochade Steele/Kray. Zuvor setzte er sich gegen Horst Sinnwell (SF Kirchhellen), Wolf Hajo Baschin (SV Hamm) und Thomas Wessendorf (SF Katernberg) durch, wobei in der ersten Runde eine Blitzentscheidung herangezogen werden musste. Diese war heute ebenso notwendig, denn Marcel konnte sein besseres Turmendspiel nach nicht ganz so guter Eröffnung nicht gewinnen.

Die Blitzpartien waren nicht sehenswert, besser gesagt Not gegen Elend. Zunächst hatte Marcel ein verlorenes Springerendspiel mit wenig Restbedenkzeit auf dem Brett, in dem sein Gegner dann die Leichtfigur zum Remis einstellte. In der Folgepartie stand Marcel schon breit, als der Essener erneut fehlgriff und eine Leichtfigur verloren ging. Danach revanchierte sich Marcel mit einem ganzen Turm und remisierte schließlich kurz vor dem Matt durch Zeitüberschreitung. In der dritten Partie gelang es Marcel dann eine Mehrfigur zu erspielen, ohne diese wieder abzutreten!

Damit gelang ihm nun der zweite SVR-Pokal-Erfolg nach 2015 und zudem das Kunststück, den Titel zu verteidigen. Dies schaffte vor ihm kein anderer Spieler im Schachverband Ruhrgebiet (siehe Ehrentafel des SVR). Beide Finalteilnehmer werden nun in den kommenden Monaten den SVR auf NRW-Ebene vertreten. Dort erreichte Marcel im letzten Jahr auch das Endspiel, wodurch er bei der Deutschen Pokalmeisterschaft vom 26.-28. Mai in Halle/Saale mitspielen darf.

Dirk Topolewski berichtet über Schnellschach in Dortmund

Wer gerne mal wieder an einem perfekt organisierten Schachturnier in angenehmer Atmosphäre teilnehmen möchte, dem kann man die Schnellturnier-Serie im Mai jeden Jahres in Dortmund uneingeschränkt empfehlen. Bereits Monate vorher erhält man über den Newsletter von Pit Schulenburg die Ausschreibung mit den Terminen. Auf der Webseite lässt sich dann der Stand der Voranmeldungen verfolgen. Ein paar Tage vor Beginn erhielt ich per Email Tipps, wo man kostenlose Parkplätze in der Umgebung findet. Wer länger ausschlafen möchte oder sich verspätet, der kann in den ersten 2 Runden sogenannte  „Bye-Remis“ (kampflose halbe Pkt.) nehmen. Der Beginn des Turnieres und der einzelnen Runden erfolgte fast auf die Minute pünktlich. Etwas, das ich in den vergangenen Jahrzehnten kaum einmal bei einem großen Schnell-/Blitz-Turnier erlebt habe. Die Räumlichkeiten lassen ebenfalls nichts zu wünschen übrig: ausreichend Platz und Bewegungsfreiheit, sowie Stühle, die den Namen verdienen. Okay, nicht jeder Schachverein hat das Glück, über ein gutes Spiellokal zu verfügen. Aber wenn ich die Locations in Dortmund mit den Hinterzimmern der heruntergekommenen Ruhrpottkneipen vergleiche, in denen wir manches Auswärtsmatch auf Verbandsebene bestreiten mussten, ist das schon ein Unterschied wie Tag und Nacht. Gerade für Leute mit chron. Rückenproblemen (wie meine Wenigkeit) ist es eine Tortur, wenn man sich stundenlang auf einen altersschwachen Stuhl in beengten Räumlichkeiten quetschen muss (z.B. bei RE-Ost).

Überhaupt ist die ganze Atmosphäre bei den Schnellturnieren in Dortmund sehr relaxed: kein reklamieren, kein lamentieren, keine Mauscheleien, keine unangebrachten oder wdh. Remisangebote und vor allem (aufgrund der kurzen Bedenkzeit) keine Gefahr von „E-Doping“. Sondern einfach nur faires und korrektes Schach, den Regeln entsprechend. 

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Volker Brüggestraß beim Oberhausener Oster Open 2016

Hierzu hat Volker einen ausführlichen Bericht verfasst:

Vom 24. bis zum 28. März 2016 fand in Oberhausen das traditionelle Oster Open statt, an dem ich zum ersten Mal teilnahm. Es wurden sieben Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 2h / 40 Züge und 30 Min Rest gespielt. Dieses Turnier ist sicher für alle Schachspieler aus der Region interessant, die nicht über Ostern „in Familie“ machen müssen. 

Mit insgesamt 177 Teilnehmern hatte das Turnier schon einen enormen Zulauf. In der Spitze war das Turnier mit insgesamt 15 Titelträgern (jeweils 5 GM, 5 IM und 5 FM) gut besetzt. Die bekanntesten Titelträger in diesem Turnier dürften wohl die Großmeister Vlastimil Hort und Daniel Hausrath sowie der Internationale Meister Karl-Heinz Podzielny sein. Aus dem Schachbezirk Bochum nahmen noch die Internationalen Meister Mikhail Zaitsev und Anna Zatonskih teil.

Einen klaren Favoriten gab es in diesem Turnier nicht, da die ersten 9 der Rangliste gerade einmal 100 Elo-Punkte auseinander lagen. Hinter den Titelträgern ging es auch sehr stark weiter. Es gab insgesamt 57 Spieler mit einer Turnierwertungszahl von mehr als 2000.

Das Turnier wurde von den Kollegen vom Schachverein Oberhausener SV 1887 routiniert ausgerichtet, Spielort war die Fasia-Jansen-Gesamtschule in Oberhausen (Spiellokal des OSV 1887). Die Turnierleitung lag in den Händen von insgesamt vier erfahrenen Schiedsrichtern. 

Die Räumlichkeiten waren in Ordnung und ausreichend Verpflegung stand zu angemessenen Preisen bereit. Einzig die Tische hätten zum Teil etwas breiter sein können. 

Sieger wurde bei dem Turnier Mikhail Zaitsev mit 6 Punkten vor Daniel Hausrath und zwei weiteren Spielern mit ebenfalls 6 Punkten.

Nun noch ein paar Worte zu meinem Turnierverlauf:

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Wolfgang-Fritsche-Gedenkturnier mit Rekordbeteiligung – Marcel Quast landet Favoritensieg vor 19 weiteren Teilnehmern

Beim Schnellturnier an Karfreitag gingen dieses Jahr nicht nur die bekannten Vielspieler an den Start, vielmehr waren alle fünf Ligateams vertreten, und es gab mit Karim Albaba sogar einen ratinglosen Debütanten. Dadurch, dass das Feld breit und spielstärkemäßig gut durchmischt war, durfte man sich auf Überraschungen freuen; lediglich Marcel stach durch seine Wertungszahl heraus, die fast 300 Punkte besser als die des Setzranglistenzweiten war. In der 1. Runde gab es freilich noch die erwartbaren Resultate, bloß Robin Schulz trotzte Dr. Henrik Koehler ein Remis ab. Nach der 2. Runde lagen dann aber nur noch Marcel und Klaus Löffelbein mit 100% in Front, so dass sie in der 3. Runde gegeneinander anzutreten hatten. Der Remisausgang kam für den neutralen Beobachter überraschend, doch nachdem Marcels h-Bauern-Vormarsch nichts einbrachte, konnte Klaus kontern und stand am Ende wohl deutlich besser. Das erlaubte Joachim Gawlick und Jürgen Boost, zu den Führenden aufzuschließen. In der 4. Runde hielt Jürgen, der sich mit 15 Minuten Bedenkzeit deutlich spielstärker zeigte als beim Blitzschach, Marcel bis ins Turmendspiel stand, das dieser fairerweise nicht auf Zeit zu gewinnen suchte: Remis. Parallel wurde Joachim von Klaus' Katalanen überfahren, wodurch Klaus die Tabelle allein und mit 3,5/4 anführte. Auch weiter hinten gab es Überraschungen: Günter Lewandowski, nur an 14 gesetzt und zuvor schon gegen Yannis Kalle erfolgreich, bezwang mit Bernd Gottmann einen weiteren Spieler der 2. Mannschaft. In der 5. Runde wurde er allerdings von Marcel gestoppt, und weil Klaus nebenan gegen Jürgen verlor, reichte das Marcel, um mit 4/5 wieder die Tabellenführung zu übernehmen. Hinter ihm holte Uli Meise auf, der im Endspiel gegen Patrick Säglitz eigentlich die Qualität hätte abgeben müssen, aber stattdessen einen Turm gewann. In der 6. Runde ging Joachim gegen Marcel unter, während Bernd gegen Jürgen gewinnen konnte. Diese starke Leistung führte allerdings dazu, dass Bernd in der letzten Runde gegen Marcel kam, dessen Angriffswirbel gegen seine Fianchettostellung er aber nichts entgegenzusetzen hatte. Das ließ ihn wie Klaus, der in der letzten Runde schnell gegen Uli verlor, noch weit zurückfallen. Hinter Marcel reihten sich folglich Uli und Thomas Berens ein – und Günter, der Jürgen so lange Widerstand leistete, bis dieser keine Zeit mehr hatte, seine Gewinnstellung zu verwerten. Und Karim? War wiederholt an der längsten Partie einer Runde beteiligt, öfters mal am Punkt dran und gewann tatsächlich drei Spiele – für einen Neuling im Turnierbetrieb sehr beachtlich!

Weiter geht es mit Schnellschach in der Grand-Prix-Serie (fünf Turniere bis zum Ende der Sommerferien) am 10.6.

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Wolfgang-Fritsche-Gedenkturnier am Karfreitag

Diesen Freitag, am 25. März (Karfreitag), findet das traditionelle Wolfgang-Fritsche-Gedenkturnier statt. Gespielt werden 7 Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten pro Spieler und Partie. Beginn ist um 19 Uhr!

Auch dieses Jahr ist das Turnier wieder Bestandteil der Grand-Prix-Serie. Neben Schokolade gibt es am Karfreitag dieses Mal auch Sachpreise zu gewinnen. Eine Teilnahme lohnt sich also in jeden Fall!