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Thomas Berens ist Wittener Stadtmeister 2017

Er berichtet von seinem Erfolg:

Am letzten Freitag ging – mit einem erfreulichen Ausgang für mich – die 10. Offene Wittener Stadtmeisterschaft zu Ende.

12 Teilnehmer duellierten sich in sieben Runden um Preise, Sieg und Ehre.

In der ersten Runde saß mir Michael Ponto von Unser Fritz (Wanne-Eickel) gegenüber. Es entwickelte sich eine typische Erstrunden-Partie, bei der mein Gegner nach einigem „Rühren“ sein Material nicht mehr zusammen halten konnte. Aufgrund einiger unerwarteter Paarungen und Ergebnisse in den folgenden Runden erreichte mein Gegner am Ende den dritten Platz. Im Nachhinein betrachtet startete das Turnier also für mich mit einer „Spitzen-Paarung“.

Die zweite Runde ergab dann das Aufeinandertreffen der beiden Setzlisten-Führenden Dirk Sondermann und mir. Warum dies schon in der zweiten Runde stattfand, war uns nicht so ganz verständlich. In einer Damen-Indisch-Partie konnte ich mit Weiß nach der Eröffnung einen klaren optischen Vorteil verbuchen. Gewinnversuche hätten allerdings nur mit der Brechstange Erfolgsaussichten gehabt. Zu diesem frühen Turnierzeitpunkt habe ich dann darauf verzichtet und Remis angeboten.

Runde Nr. 3 brachte mir ein Duell mit dem Turnierorganisator Lothar Stergar ein. Nach einem schnellen Bauerngewinn fand ich mich plötzlich in einem Turmendspiel wieder, wo ein Gewinnweg gar nicht so klar ersichtlich war. Ich konnte mein Gegenüber aber überzeugen, mir zu dem Bauern auch noch die einzige offene Linie zu überlassen. Daraufhin hatte er keine Lust mehr, weiter in die Tiefen des Endspiels einzusteigen und gab die Partie auf.

In der folgenden Runde brauchte ich etwas von Caissas Glückssträhnen. In einer Weiß-Partie gegen Mohammad Al Ali fand ich mich nach der Eröffnung in einer eher schwierigen Stellung wieder. Eine Springerwanderung nach g4 sollte mir etwas Spiel am Königsflügel einbringen, so die Idee. Mein Gegner sah das auch so und entfernte vorsorglich schon einmal seine Dame von f6. Naja, das machte für ihn alles nur noch schlimmer und ich konnte zeitig die Heimreise antreten. In der vierten Runde gab es die erste große Überraschung. Der Wittener Neuzugang Achim Saage, bis dahin vereinslos, konnte gegen Dirk Sondermann gewinnen, was mir die alleinige Tabellenführung einbrachte – und Schachfreund Saage als nächsten Gegner. Mein mulmiges Gefühl aufgrund seines Überraschungserfolges und der Tatsache, dass er mit einem Ratingpreis in einem großen Dortmunder Schnellturnier im Gepäck zur Partie erschien, war zum Glück unbegründet. In einer für ihn schwierigen Stellung beendete er die Partie mit einer Art Selbstmatt. Er sollte am Ende Platz vier erreichen!

Die Vorschlussrunde brachte mir den letzten Gegner des „oberen Tabellenbereiches“. Vithoosan Vijayakumaran vom TV Borken (mit Schwarz). Ja, den Namen musste ich aus der Tabelle abschreiben. Leider konnte ich am angesetzten Termin nicht spielen. Vithoo steckte in Uni-Arbeiten. So einigten wir uns auf Remis. Dadurch hatte ich den zweiten Platz sicher und die Hoffnung, in der letzten Runde ggf. Weiß und auf jeden Fall jemanden aus dem Tabellenmittelfeld zu bekommen. Aber das Auslosungsprogramm war ja nicht dumm und erkannte, dass die Partie kampflos war. Somit ergab sich in der letzten Runde die Paarung… genau.. Vithoo – Thomas. Durch diese Situation hatte ich Schwarz gegen einen 1.b3-Spieler – unangenehm. Aber den Vorteil, dass ich durch zwei Partien gegen Vithoo eine Partie mehr gegen den oberen Tabellenbereich hatte, und somit auf jeden Fall die bessere Buchholz-Wertung. Ein Remis sollte also zum Turniersieg reichen. Die andere Spitzenpaarung lautete Mohammad – Dirk. In dieser Partie konnte Dirk sich in einer aus meiner Sicht verlorenen Stellung ins Remis retten und sich damit den zweiten Platz sichern. Daher war mein Ergebnis aber uninteressant. Mein Gegner hatte es aber nicht so mit Springern. Er platzierte seine beiden etwas unglücklich, was mir Zeit gab, mit a5-a4 seinen Damenflügel mit der b3-Stellung auszuhebeln und das Ganze mit Materialgewinn zu beenden.

Am Ende standen dann 5,5 aus 6 gespielten Partien auf dem Zettel, plus ein kampfloses Remis, was für Platz 1 reichte.

VM 2017

Paarungsliste der 2. Runde  im 1. Durchgang 
Tisch TNr Teilnehmer Tite Punkte TNr Teilnehmer Tite Punkte Ergebnis At
1 4. Wolff,Christoph
(½) 6. Schumann,Burkhard
(0) 1 – 0
2 3. Quast,Marcel
(½) 5. Ulrich,Robin
(1) 1 – 0
3 2. Löffelbein,Klaus
(0) 1. Meise,Ulrich
(1) ½ – ½

Paarungsliste der 3. Runde  im 1. Durchgang 
Tisch TNr Teilnehmer Tite Punkte TNr Teilnehmer Tite Punkte Ergebnis At
1 6. Schumann,Burkhard
(0) 2. Löffelbein,Klaus
(½)  – 
2 1. Meise,Ulrich
(1½) 3. Quast,Marcel
(1½)  – 
3 5. Ulrich,Robin
(1) 4. Wolff,Christoph
(1½)  – 

Deutsche Pokel-Einzelmeisterschaft in Wiesbaden-Niedernhausen

Marcel Quast nahm an der DPEM 2017 in Niedernhausen, parallel zur Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft, teil. Er berichtet vom Turnier:

Nach meiner Teilnahme im letzten Jahr, durfte ich erneut an der Endrunde des Dähne-Pokals teilnehmen. Die erste Runde gegen Dominik Faas (DWZ 1970/ ELO 2048) vom SV Steinitz Püttlingen konnte ich in einem ausgeglichenen Endspiel gewinnen, nachdem mein Gegner in Zeitnot das Turmendspiel vergab. Danach war das KO-Turnier für mich vorbei, denn ich traf in Runde 2 auf den Setzlistenersten IM Hagen Poetsch (2442/2486) von den SF Schöneck. Zwar konnte ich nach missglückter Eröffnung und verlorener Qualität noch durch aktives Figurenspiel ein Remis durch Zugwiederholung erzwingen, verlor das Blitzen aber etwas unglücklich mit 0:2. Mein Gegner wurde übrigens schlussendlich auch Pokalsieger.

Damit niemand nach Hause fahren muss, spielen die ausgeschiedenen Spieler im Schweizer System weiter. Dort traf ich dann in Runde 3 auf den FM Björn Bente (2253/2289) vom Hamburger SK. Ich verpasste es, meine Figuren zu entwickeln und nach einem Patzer war die Partie dann schneller vorbei als nötig. In der nächsten Runde gegen Helmut Kreuzer (2082/2104) vom SK Kelheim vergaß ich in der Eröffnung einen Zug und hatte damit keinen Vorteil mehr. In Sorge um eine Figur, die übrigens unbegründet war, opferte ich diese für zwei Bauern. Nachdem mein Gegner einen Zug ausgelassen hatte, den ich ehrlicherweise auch nicht gesehen hatte, war die Partie ausgeglichen, da ich sehr aktiv stand und einen weiteren Bauern gewinnen konnte. So endete die Partie remis. In der Schlussrundenpartie gegen Alexander Dehlinger (2297/2272) vom SC Garching wählte ich nach der Eröffnung den falschen Plan, bekam meine geopferten Bauern nicht zurück und stand auf verlorenem Posten. Mein Gegner spielte die Partie sicher nach Hause, sodass ich meine zweite Niederlage hinnehmen musste.

Schließlich beendete ich das Turnier mit nur einem Sieg bei zwei Remisen und zwei Niederlagen auf Rang 22 von 28. Dabei ist zu erwähnen, dass ich trotz der Ergebnisse nur 1,5 Punkte auf dem Konto habe, weil die verlorene Blitzentscheidung wie eine Niederlage gewertet wurde (Pokal eben). Darüber lässt sich sicher streiten, aber bei diesem Turnier war es nun einmal so. Insgesamt bin ich nicht wirklich zufrieden, obwohl die ersten beiden Runden ganz gut waren.

Nächstes Jahr werde ich nicht dabei sein, weil ich im SVR-Pokal bereits ausgeschieden bin, allerdings bietet sich noch die Möglichkeit, sich über ChessBase zu qualifizieren oder aber an der parallel stattfindenden DSAM mitzumachen. Um beim Finale dabei sein zu dürfen, muss man in einem der (neuerdings) sieben Vorrundenturniere unter die ersten sieben Plätze kommen (ehemals sechs).

Link zur Turnierseite

Oberhausener Jugendopen

Beim Oberhausener Jugendopen, das heute zum dritten Mal ausgetragen wurde, waren wir mit Lorenz Brunnstein (U16) und Dennik Finke (U14) dabei. Die Gruppen waren recht stark besetzt, sodass die Aufgabe nicht leicht war. Allerdings konnten beide mithalten und holten 3,5 (Lorenz) und gar 4 (Dennik) Punkte aus 7 Runden. Damit verbesserte sich Dennik von Startlistenplatz 8 auf 6, wohingegen Lorenz sich mit dem 9. Platz begnügen musste.

Gerther Sommer am 1. Juli

Samstag, den 1. Juli, findet wieder der jährliche Gerther Sommer auf dem Marktplatz in Gerthe statt (siehe Karte unten). Von 10-16 Uhr sind wir mit unserem Stand neben dem Freiluftschachfeld vor Ort. Wer mag, kann unter unserem Pavillon an den gewohnten kleinen Brettern spielen, aber auch mal die großen Figuren auf dem Großfeld austesten. Je mehr Mitglieder sich beteiligen, desto schöner wird das Event. Aus diesem Grund bitten wir um zahlreiche Teilnahme.

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VP 2017

Paarungsliste der 1. Runde  
Tisch TNr Teilnehmer Tite Punkte TNr Teilnehmer Tite Punkte Ergebnis At
1 1. Wolff,Christoph   () 2. Boost,Jürgen   () 1 – 0  
2 3. Ulrich,Robin   () 4. Pflieger,Christin   () 0 – 1  
3 5. Löffelbein,Klaus   () 6. Quast,Marcel   () 0 – 1  
4 7. Meise,Ulrich   () 8. Schumann,Burkhard   () 1 – 0  

 

Paarungsliste der 2. Runde  
Tisch TNr Teilnehmer Tite Punkte TNr Teilnehmer Tite Punkte Ergebnis At
1 1. Quast,Marcel   () 2. Pflieger,Christin   ()  –   
2 3. Meise,Ulrich   () 4. Wolff,Christoph   ()  –   

Marcel und Josef beim 5-Sekunden-Blitz in Höntrop

Beim dritten der vier Jubiläumsturniere der SG Höntrop wurde am Samstag 5-Sekunden-Blitz gespielt, bei dem aus unseren Reihen Marcel Quast und Josef Mrowetz dabei waren. Bei der gewöhnungsbedürftigen, aber interessanten Variante ertönt alle fünf Sekunden ein Dröhnen, währenddessen gezogen werden muss, nicht vorher und auch nicht nachher. Marcel an drei gesetzt konnte das elfrundige Turnier mit 18 Teilnehmern ohne Niederlage gewinnen und Josef auf Rang 16 gesetzt mit herausragender 50%-Punktausbeute den Ratingpreis <1650 DWZ ergattern.

Homepage der SG Höntrop

Monatsblitzturnier Juni

Rangliste: Stand nach der 7. Runde 
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 Punkte SoBerg
1. Topolewski,Dirk 2096 ** 2 2 2 2 2 2 13.5 79.50
2. Quast,Marcel 2219 ½ ** ½ 2 2 2 2 2 11.0 57.00
3. Brüggestraß,Volker 2012 0 ** 1 1 1 2 2 8.5 45.00
4. Pflieger,Christin 1759 0 0 1 ** 1 2 1 2 7.0 30.00
5. Schumann,Burkhard 1623 0 0 1 1 ** 1 1 5.5 26.25
6. Meise,Ulrich 1861 0 0 1 0 1 ** 1 2 5.0 20.00
7. Boost,Jürgen 1822 0 0 0 1 1 1 ** 2 5.0 18.50
8. Schüler,Bernd 1417 0 0 0 0 ½ 0 0 ** 0.5 2.75

„Vatertag“ in DO-Aplerbeck – beim Schnellschachturnier der DJK Ewaldi

Bericht von Matthias Gawlick

Vatertag! Und dann? Sonnenbrandgefahr? Wanderung mit Bollerwagen? – Nichts für Dirk Topolewski und mich. Wir hatten uns für hammerharte elf Runden zu 15 Minuten Bedenkzeit entschieden, die der rührende Dortmunder Schachfreund und Buchautor Pit Schulenburg überwachte.

Die Rahmenbedingungen sind gut: Parkplätze, Ausschilderung, Geldpreise (s. u.), alles das sind Argumente, sich mal in den Dortmunder Süden zu begeben. Unterstützt von einem Helferteam der DJK Ewaldi Aplerbeck, das die Größe einer Fußballmannschaft hat, wird man zudem vom Vormittag bis kurz nach 19 Uhr kulinarisch betreut. Besonders attraktiv ist für Spieler mit mittlerer Stärke, dass es nicht nur fünf Hauptpreise und vier Ratingpreise gab, sondern auch noch zehn (!) Spezialpreise für die, die deutlich besser abschnitten, als es ihre DWZ erwarten ließ. Deswegen wurde (etwas vollmundig) propagiert, die Gewinnerquote betrage „eins zu sieben“, was bei 166 Mitspielenden nur so ungefähr stimmt. Die letztgenannte Zahl ist übrigens auch ein kleiner Wermutstropfen – jedes Jahr gibt es mehr Anmeldungen, so dass man im Turniersaal weder berührungs- noch lärmempfindlich sein darf …

Für Dirk lief es dann nur am Vormittag gut, als er mit 3 aus 3 startete, dann aber etwas nachließ. Am Ende belegte er mit 7 Punkten lediglich Platz 33. Für mich war es ein überraschend formstarker Tag, der mich mit 6 Punkten in die obere Hälfte brachte (Platz 72), was angesichts von Platz 94 auf der Setzliste sehr befriedigt. Für Geldpreise muss man freilich noch stärker performen – unser passives Mitglied Christoph Wolff tat genau dies. Er überwand mit Gelassenheit eine kleine Schwächephase (zwei Niederlagen am Stück), besiegte mal wieder einen FM und ergatterte mit 8 Punkten und dem sechsten Platz 70 Euro Preisgeld. Seine Frau Manuela machte (tapfer!) ebenfalls mit und zeigte, dass man bei diesem Sport auch als Paar gemeinsam einen Feiertag verbringen kann.

Abschlusstabelle

VM 2017

Paarungsliste der 1. Runde  im 1. Durchgang 
Tisch TNr Teilnehmer Tite Punkte TNr Teilnehmer Tite Punkte Ergebnis At
1 6. Schumann,Burkhard
() 1. Meise,Ulrich
() 0 – 1
2 5. Ulrich,Robin
() 2. Löffelbein,Klaus
() 1 – 0
3 4. Wolff,Christoph
() 3. Quast,Marcel
() ½ – ½

Paarungsliste der 2. Runde  im 1. Durchgang 
Tisch TNr Teilnehmer Tite Punkte TNr Teilnehmer Tite Punkte Ergebnis At
1 4. Wolff,Christoph
(½) 6. Schumann,Burkhard
(0)  – 
2 3. Quast,Marcel
(½) 5. Ulrich,Robin
(1)  – 
3 2. Löffelbein,Klaus
(0) 1. Meise,Ulrich
(1)  –