Erste Mannschaft siegt zum verspäteten Auftakt

SC Gerthe – Werne

1961 5.0 : 3.0 Schwarze Dame Osterfeld 1915
1
2203
0.5 – 0.5
2031
2
1989
0.5 – 0.5
2027
3
1993
0.5 – 0.5
1983
4
1907
0.5 – 0.5
1924
5
1925
0.5 – 0.5
1856
6
1888
1 – 0
1750
7
1895
0.5 – 0.5
1838
8
1888
1 – 0
1911

Bericht von Marcel Quast

Letzte Woche Sonntag hatten wir nach unserem Abstieg aus der Verbandsliga unseren verspäteten Saisonstart in die Verbandsklasse. Verspätet, da unsere erste Runde auf den 25.10. verlegt wurde, was gleichzeitig bedeutet, dass wir innerhalb von vier Wochen drei Mannschaftskämpfe bestreiten werden.

Im Heimspiel gegen Osterfeld gelang uns ein am Ende ungefährdeter Sieg, bei dem die vorderen vier Bretter zuerst fertig waren, während die hinteren Bretter noch um Punkte kämpften. Diese wurde vor einer Woche recht häufig geteilt. Den Anfang machte Felix, der recht früh – genau wie sein Gegenüber –  einer Zugwiederholung nicht ausweichen wollte. Danach remisierte Volker. Im Glauben einen der verdoppelten Bauern gewinnen zu können, übersah er einen Gegnzug, der dem Oberhausener direkt ein gutes Spiel samt Läuferpaar einbrachte. Etwas überraschend wickelte dieser direkt im Anschluss in ein absolut remisträchtiges Endspiel ab, vielleicht hatte er in der Variante etwas übersehen. Danach remisierte auch Yannis. Sein Gegner spielte bei heterogenen Rochaden auf Angriff und opferte dafür auch eine Qualität. Ich habe die Schlussstellung, in der der Oberhausener Remis angeboten hatte, nicht gesehen, entweder war er von seinem Angriff nicht mehr überzeugt oder es war einfach nicht mehr als die Punkteteilung drin. Yannis nahm das Angebot jedenfalls an. Ich hatte zunächst das Remisangebot meines Gegners abgelehnt, da ich mich recht wohl fühlte und mich etwas im Vorteil wähnte. In der Folge hätte ich einen guten Angriff auf Kosten einer etwas offenen Königsstellung starten können. Aufgrund der Gesamtsituation (zwei bessere Stellungen, davon eine klar, und nur eine leicht schlechtere) und dem Scheuen des Risikos gab ich mich mit einer Zugwiederholung zufrieden.

Bei Matthias dachte ich, als ich zwischendurch auf sein Brett schaute, dass er etwas schlechter stehen würde. Hinterher sagte er, dass zu einem anderen Zeitpunkt vielleicht auch mehr für ihn selbst drin gewesen wäre, am Ende endete die Partie aber mit einem Remis, zu dem ich leider nicht viel sagen kann. Den ersten vollen Punkt steuerte Ulrich bei. Er erreichte im Mittelspiel einen Raumvorteil und Königsangriff bei sogar leichtem Materialvorteil. Sein eigener offener König schien nicht gefährdet. Schließlich setzte Uli sich im Angriff durch und brachte uns auf die Siegerstraße. Ahmad hatte eine komplizierte Stellung, in der er mit seinen Königsbauern vorrückte und auch gleichzeitig den etwas beengten gegnerischen König attackierte. Ich habe nicht gesehen, warum es zu dieser Abwicklung kam, aber auf einmal hatte Ahmad eine Dame für einen Turm. Das einzige Problem, wobei man dies eigentlich gar nicht so nennen dürfte, war sein offener König mit leichter Gefährdung drohender Fesselungen. Ahmad konnte aber alle Möglichkeiten zu eben jenen umgehen und brachte die Partie sicher nach Hause. Die mit Abstand längste Partie spielte Klaus, wobei unser Mannschaftssieg schon sicher war. Daher konnte er beruhigt seine schlechtere Stellung versuchen zu verteidigen ohne den Druck zu verspüren, unbedingt erfolgreich sein zu müssen. Im Mittelspiel mit jeweils zwei Türmen und einem Springer versuchte der Oberhausener Druck zu machen und Klaus' Schwächen auszunutzen. Ihm gelang es auch eine Qualität zu gewinnen, jedoch für am Ende etwas viele Bauern. Möglicherweise hätte es eine bessere Abwicklung gegeben. In der Folge konnte Klaus so gut wie sämtliches Spiel neutralisieren und wahrscheinlich sogar die bessere Stellung erhalten. Nach der langen, anstrengenden Partie und aufgrund des wechselhaften Verlaufs sowie dem sicheren Mannschaftssieg war er dann aber mit der Punkteteilung zufrieden und wollte nicht mehr selbst auf Gewinn spielen.

Weiter geht es bereits nächsten Sonntag mit einem Auswärtsspiel bei Bönen 2, die bereits zweimal aktiv waren und sowohl einen Sieg als auch eine Niederlage verbuchten.