Schachaufgabe des Tages

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4er-Pokal

4er-Pokal: Beide Mannschaften stehen im Viertelfinale

Am Sonntag fand das Achtelfinale im 4er-Pokal statt. Während unsere erste Mannschaft bereits in der Vorrunde gefordert war und sich gegen den SV Günnigfeld keine Blöße gab, griff unsere zweite Mannschaft aufgrund eines Freiloses erst jetzt ins Turnier ein. Das Wichtigste zuerst: Beide Mannschaften haben das Viertelfinale erreicht! Dieses wird noch dieses Jahr am 18. Dezember möglichst an einem gemeinsamen Spielort ausgetragen, der noch gefunden werden muss. Während unsere Zweite noch auf ein Nachholspiel der ersten Runde warten muss, steht für unsere Erste der Gegner bereits fest. Es geht wieder gegen Bochum 31, dieses Mal jedoch gegen deren Zweitvertretung.

Es folgen zunächst die jeweilige Übersicht der beiden Begegnungen und darunter die jeweiligen Berichte.

Br. Rangnr. SG Bochum 1 DWZ Rangnr. SC Gerthe 46 – Werne 1 DWZ 1,5:2,5
1   Wübker, Paul-Luca 2176   Quast, Marcel 2218 ½:½
2   Fistoul, Michail 1978   Brüggestraß, Volker 2021 0:1
3   Hofmann, Benjamin 1888   Gottmann, Bernd 1952 ½:½
4   Gausmann, Thomas 1741   Meise, Ulrich 1757 ½:½
Br. Rangnr. SV Welper 3 DWZ Rangnr. SC Gerthe – Werne 2 DWZ 0,5:3,5
1   Schaller, Sigrid 1504   Al Zoubi, Ahmad 1600 0:1
2   Gepting, Richard 1329   Berghaus, Matthias 1764 ½:½
3   Becker, Axel 1444   Wüllner, Robin 1525 0:1
4   Demir, Taha 1041   Bußmann, Stephan 1072 -:+

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4er-Pokal: Erste Mannschaft übersteht Vorrunde

Br. Rangnr. SV Günnigfeld 1 DWZ Rangnr. SC Gerthe – Werne 1 DWZ 1:3
1 1 Freisen, Thomas 1934 1 Quast, Marcel 2218 0:1
2 2 Jännekes, Oliver 1923 2 Brüggestraß, Volker 2021 0:1
3 3 Markus, Peter 1843 3 Gottmann, Bernd 1952 0:1
4 5 Bender, Markus 1849 7 Meise, Ulrich 1757 1:0

Bericht von Marcel Quast

Nachdem unsere zweite 4er-Pokal-Mannschaft direkt ins Achtelfinale gelost wurde, musste unsere erste noch die Vorrunde spielen. In Günnigfeld trafen wir vorgestern auf deren erste Mannschaft und waren favorisiert, die nächste Runde zu erreichen. Das Weiterkommen war zwischendurch jedoch durchaus in Gefahr. Uli ließ einen Angriff gegen seinen König zu, bei dem sein Gegner eine Qualität anbot. Uli nahm diese, aber übersah in der Folge einen Abzug, nachdem die Partie im höheren Sinne wohl schon entschieden war. Der Günnigfelder besaß zwei starke Läufer und konnte zwingend die Qualität zurückgewinnen, spielte aber erstmal weiter auf Angriff. Um sich zu entlasten, musste Uli dann besagte Qualität ungünstig und unter Bauernverlust zurückgeben, doch zu halten war die Stellung dann auch nicht mehr und Uli musste sich in einem weiteren Angriff geschlagen geben. Ich fühlte mich in der Eröffnung nicht so recht wohl und mein Gegner hatte keine Probleme auszugleichen bzw. etwas besser zu stehen. Dann hatte ich wieder Hoffnung auf gutes Spiel, die jedoch aufgrund schlechter Entscheidungen wieder verflog. In dieser Phase wollte der Günnigfelder jedoch nicht mehr aus der für mich einigermaßen unangenehmen Stellung herausholen und tauschte die Damen und bot mir Remis an. Obwohl Bernd mit einem Mehrbauer zwar besser stand und Volker in einer sehr taktischen Stellung mit geringer Bedenkzeit wohl auch nicht schlechter stand, war mir die Punkteteilung nicht geheuer. Kurz darauf öffnete mein Gegner die Stellung, wonach ich gutes Spiel und Vorteil erhielt und später durch eine Unachtsamkeit eine Figur gewann. Bernd besaß wie gesagt einen Mehrbauern, den sein Gegner wohl im Angriffssinne opferte. Allerdings konnte Bernd alle Drohungen abwehren und mit einem gesunden Mehrbauern ins Endspiel gehen. Als sein Gegner dann durch einen Fehler eine Figur einstellte, war die Partie zu Bernds Gunsten entschieden und er ließ in der Folge auch nichts mehr anbrennen. Damit standen wir bereits als Achtelfinalist fest, da die Berliner Wertung bei einem 2:2 für uns gesprochen hätte. Volker hatte zu dem Zeitpunkt aber bereits die Zeitnotphase überstanden und eine gegnerische Schwäche so belagert, dass er eine Qualität gewann. Bei der Gewinnführung musste Volker jetzt hauptsächlich nur noch einen potentiell gefährlichen Freibauern beachten. Das Ende habe ich nicht mitbekommen, doch Volker gewann seine Partie und wir damit den Mannschaftskampf in der 4er-Pokal-Vorrunde gegen Günnigfeld mit 3:1.

Das Achtelfinale wird am 27. November gespielt, unsere Erste tritt bei der SG Bochum 1 an und unsere Zweite muss zum SV Welper 3 reisen.

NRW 4er-Pokal: Wacker geschlagen gegen den großen Favoriten

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 1 DWZ Rangnr. SV Erkenschwick 1 DWZ 0.5:3.5
1 1 Quast, Marcel 2207 2 Jens, Jelmer 2422 ½:½
2 5 Löffelbein, Klaus 1886 5 De Vreugt, Dennis 2352 0:1
3 7 Meise, Ulrich 1758 6 Jonkman, Harmen 2367 0:1
4 8 Al Zoubi, Ahmad 1605 10 Spriestersbach, Kai 1936 0:1

Bericht von Marcel Quast

Da der SV Dinslaken abgesagt hatte, bekam eine Mannschaft für den Samstag ein Freilos. Dieses fiel auf uns und so mussten wir erst am Sonntag nach Erkenschwick reisen, um das Finale gegen den Gastgeber zu spielen, der am Vortag den TV Borken 4:0 abgefertigt hatte. Vor Ort freute sich Klaus besonders, der zum ersten Mal in seinem Leben gegen einen Großmeister spielen durfte. Aber auch an allen anderen Brettern waren wir der Außenseiter. Zuerst erwischte es Ahmad. In der Sizilianischen Verteidigung agierte er zu sorglos, wonach sein Gegner Druck aufbauen konnte und auch mittels eines Figurenopferangebots angriff. Ahmad nahm dieses nicht an, entschied sich allerdings kurze Zeit später selbst zu opfern. Dieses Opfer war jedoch nicht gerechtfertigt und so musste Ahmad wenig später die Waffen strecken. Uli, wie ich hinterher gesehen habe auch gegen einen Großmeister antretend, spielte die Eröffnung nicht ganz akkurat und sein Gegner erhielt mit den schwarzen Steinen gutes Spiel. Beim Übergang ins Endspiel bot Uli Remis an, was der Erkenschwicker aber ablehnte und dank seiner Zentrumsbauern gewann. In bereits hoffnungsloser Stellung übersah Uli zu allem Überfluss ein einzügiges Matt, welches die Partie abrupt beendete. Ich spielte gegen einen Internationalen Meister und von Beginn an wahrscheinlich so langsam wie noch in keiner meiner inzwischen über 1000 Turnierpartien, jedenfalls kann ich mich nicht an eine ähnliche Partie erinnern. Allerdings grübelte auch mein Gegenüber ähnlich lange, ich war sogar die meiste Zeit im Vorteil auf der Uhr. Nach drei Stunden waren wir noch unter 20 Zügen und wir beide hatten kurz vor der Zeitkontrolle für zwölf Züge noch knapp drei Minuten. Kurz darauf verflachte die Partie allerdings auch ein wenig und im 37. Zug bot mir mein Gegner Remis an, was ich trotz des Zwischenstands auch annahm. Zwar besiegelte dies unser Ausscheiden, aber Klaus stand zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr so gut und sein Gegner hatte bereits eine Remisofferte abgelehnt. Inhaltlich ist zu meiner Partie zu sagen, dass es viele interessante Varianten hätte geben können, die allerdings nur bei der nachträglichen Analyse aufs Brett kamen. Aber auch so war unsere Partie alles andere als langweilig und vermutlich hätte der Erkenschwicker im Mittelspiel stärker agieren und mich vor Probleme stellen können. So gelang es mir jedoch aktiv Gegenspiel zu erzeugen und zumindest am Brett die Waage zu halten. Ich vermute, dass die Engine meine Stellung zwischendurch recht kritisch bewerten würde. Nachdem mein Gegner zu unüberlegt einen Springer ins Zentrum zog und kurz darauf abtauschte, war nach ein paar Bauern- und dem Damentausch die große Spannung wie eingangs beschrieben heraus. Nach dem Resultat beim Open in Herne kann ich mit dieser Partie sehr zufrieden sein. Klaus versuchte seine vielleicht einmalige, aber in jedem Fall nicht so häufige Chance gegen einen Großmeister spielen zu können, zu nutzen und etwas Zählbares herauszuholen. Dies erschien anfangs auch gar nicht so abwegig, da er eine schöne aktive Stellung mit etwas Raumvorteil aufweisen konnte. Sein Gegner ließ sich jedoch davon nicht beirren und versuchte auf beiden Flügeln gegenzuhalten, am Königsflügel mit dem Vorpreschen seines h-Bauerns und am Damenflügel mit Spiel gegen den potentiell schwachen Bauern c4, den er zwischendurch durch Ausnutzen einer Fesselung auch hätte gewinnen können. Diese Chance ließ der Erkenschwicker allerdings liegen, doch Klaus verlor einige Zeit später dennoch einen Bauern. Er versuchte noch eine längere Zeit die Partie nicht zu verlieren, doch schlussendlich gelang ihm dies nicht, weil der Großmeister in der Verwertung seines Vorteils keine Schwächen offenbarte. Da ich selbst mit der Analyse meiner Partie beschäftigt war, kann ich mehr zu der Partie von Klaus nicht berichten.

Zwar haben wir gegen den Favoriten erwartungsgemäß hoch verloren, uns dabei aber teuer verkauft und waren nicht vollends chancenlos. Das Abenteuer 4er-Pokal haben wir in dieser Saison somit gegen starke Gegner ordentlich zu Ende gebracht und konnten wertvolle Erfahrungen sammeln mit der Krönung, dass Klaus gegen einen Großmeister ganz gut mithalten konnte bis am Ende die weitaus höhere Spielstärke doch den Unterschied machte.

4er-Pokal-Triumph knapp verpasst, NRW-Qualifikation erreicht

Bericht von Marcel Quast

Bei der heutigen Finalrunde des Bochumer 4er-Pokals in Günnigfeld als einrundiges Schnellschachturnier (25 min + 5 s/Zug) mit vier Mannschaften kratzten wir am Turniersieg, doch für die Qualifikation zur NRW-Ebene hat es trotzdem gereicht. Die Vorrunde findet in Vierergruppen am Wochende 25./26. Juni statt. Zunächst wird am Samstag das Halbfinale und nach möglichem Weiterkommen am Sonntag das Finale gespielt. Unsere Gegner und unser Spielort sind noch nicht bekannt.

Es folgen kurze Schilderungen zu den einzelnen Runden und die Abschlusstabelle am Ende des Berichts.

Runde 1

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 1 DWZ Rangnr. SV Günnigfeld 1 DWZ 3:1
1 1 Quast, Marcel 2253 1 Freisen, Thomas 1957 1:0
2 6 Boost, Jürgen 1807 2 Kükenbrink, Christopher 1969 1:0
3 7 Meise, Ulrich 1763 5 Radi, Günter 1857 1:0
4 8 Al Zoubi, Ahmad 1713 7 Bender, Markus 1820 0:1

In der ersten Runde hatten wir es mit dem Gastgeber SV Günnigfeld zu tun. Ich konnte früh eine Qualität und kurz darauf eine Figur gewinnen, womit wir mit 1:0 in Führung gingen. Uli opferte einen Springer und konnte nach einem Patzer seines Gegners im Angriff die gegnerische Dame für einen Turm gewinnen. Der materielle Vorteil reichte mithilfe eines Freibauern für einen ganzen Punkt aus. Ahmad musste nach sehr wechselhaftem Verlauf eine Niederlage hinnehmen und so lag es an Jürgen, den Mannschaftssieg perfekt zu machen. Trotz des Spielstands bot Jürgen kein Remis an, sondern brachte seine vorteilhafte Stellung mit Mehrbauer sicher nach Hause.

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4er-Pokal: Finale im Schnellschach erreicht

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 1 DWZ Rangnr. SV Bochum-Linden 1 DWZ 2,5:1,5
1 1 Quast, Marcel 2248 4 Böhm, Ingo 2066 1:0
2 2 Brüggestraß, Volker 1997 7 Hochstein, Udo 1883 1:0
3 6 Boost, Jürgen 1805 8 Schmidt, Ralph 1847 ½:½
4 7 Meise, Ulrich 1771 9 Kandyba, Andriy 1958 0:1

Bericht von Marcel Quast

Nachdem wir in der ersten Runde noch vergeblich auf das Erscheinen der Winz-Baaker gewartet hatten, empfingen wir heute nun den SV Linden erfolgreich zur zweiten Runde und gleichzeitig dem Viertelfinale im 4er-Pokal 2021/22. Es sah bereits früh ganz gut für uns aus, da ich nach einer ungenauen Eröffnung meines Gegners schnell Vorteil erzielen konnte und Ulis Gegner einen Bauern für Angriff opferte, sich dieser aber als nicht wirklich gefährlich erwies. Uli setzte dann jedoch schlecht fort und gab den Mehrbauern ohne Nöte zurück und behielt gleichzeitig eine passive, schlechte Stellung. So dauerte es auch nicht mehr allzu lange und der Gast aus Linden führte. Allerdings erarbeitete sich Volker aus seinem Raumvorteil eine bessere Stellung mit Mehrbauer. Zwar waren die Damen bereits getauscht, aber dennoch geriet der gegnerische König in der Brettmitte gefährlich in die Schusslinie von Volkers Leichfiguren. Diesem Druck hielt er nicht stand und ein Zug vor dem Matt gab der Lindener auf. Ich hatte das bessere Figurenspiel mit Druck gegen die Schwächen meines Gegners und daraus auch einen Bauern gewonnen. In der Folge spielte ich kompliziert weiter und geriet in Gefahr, die Partie noch zum Remis zu verduseln. Nach einem Tempoverlust meines Gegners konnte ich allerdings einen entfernten Freibauern gewinnbringend in Szene setzen. Hätte er diesen Tempoverlust nicht gespielt, hätte ich versuchen müssen, ihn in Zugzwang zu bringen, was mir in der späteren Analyse auch geglückt war, aber wer weiß, ob dies erzwungen war. Nach unseren beiden Siegen an den Brettern eins und zwei war dank der Berliner Wertung unser Match bereits entschieden und Jürgens Partie war nicht mehr spielentscheidend. Er besaß nach der Eröffnung etwas Raumvorteil und die aktiveren Figuren, konnte daraus aber kein Kapital schlagen und ein Gegenangriffsversuch blieb auch erfolglos, sodass die Partie remis endete.

Mit diesem Mannschaftssieg stehen wir nun im Halbfinale, welches es in dieser Form jedoch gar nicht gibt. Vor geraumer Zeit wurde nämlich beschlossen, dass die letzten vier Mannschaften den Pokal im Schnellschach ausspielen. Ein Termin ist mir noch nicht bekannt, allerdings stehen unsere Gegner mit dem SV Günnigfeld, dem Bochumer SV und dem SV Welper 2 bereits fest.

Kampflos eine Runde weiter: Vergebliches Warten im 4er-Pokal

Letzten Sonntag hätte unser Erstrunden-Spiel im 4er-Pokal gegen Winz-Baak stattfinden sollen. Allerdings erschienen unsere Gegner nicht, sodass wir nach Ablauf der Karenzzeit die Bretter wieder abbauen konnten und kampflos die nächste Runde der letzten acht verbleibenden Teams erreichten.

Hier die erste Runde im Überblick

NRW-Viererpokal: Endlich wieder Schach am Brett

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 1 DWZ Rangnr. SG Ennepe-Ruhr-Süd 1 DWZ 0:4
1 1 Quast, Marcel 2270 3 Arndt, Stefan 2111 0:1
2 9 Boost, Jürgen 1787 6 Bruchmann, Norbert 2031 0:1
3 13 Al Zoubi, Ahmad 1808 7 Arakelian, Aik 2092 0:1
4 16 Wüllner, Robin 1511 8 Nasoyan, Maksim 1911 0:1

Bericht von Marcel Quast

Am Sonntag haben wir seit fast eineinhalb Jahren mal wieder eine reale Turnierpartie bestreiten können. Da eine Mannschaft aus unserer Vierergruppe des NRW-Viererpokals 2019/21 nicht antrat, kam es am Samstag zu einem Freilos, das wir erhielten. So durften wir einen Tag später gegen die durch einen Blitzentscheid weitergekommene SG Ennepe-Ruhr-Süd antreten. Nominell waren wir an drei Brettern unterlegen und es sah auch lange danach aus, dass sich der jeweilige Favorit durchsetzen würde, aber der Reihe nach. Bevor wir überhaupt loslegen konnten, musste bei jedem die 3G-Regel (geimpft, getestet, genesen) überprüft werden, was schnell erledigt war. Im gesamten Innenbereich war Maskenpflicht, nur am Brett selbst durfte die Maske abgenommen werden, wenn man mochte.

Nun zum Spielgeschehen: Robin sackte erst einen Bauern und später einen zweiten ein. Dabei blieb allerdings seine Entwicklung zurück und auch sein König fand leider kein sicheres Plätzchen. Als er schließlich sogar ins Zentrum getrieben wurde, dauerte es nicht mehr lange, bis es vorbei war. Als nächstes verlor Jürgen, der mit Weiß aus einem Franzosen die bessere Bauernstruktur erhielt, wohingegen sein Gegner das Läuferpaar besaß. Im Partieverlauf geriet Jürgen immer mehr in eine passive und gedrückte Stellung, bis er einem Qualitätsverlust nicht mehr ausweichen konnte und die Partie aufgab. Auch Ahmad musste sich geschlagen geben. Nachdem er im Mittelspiel ebenfalls eine Qualität verlor, versuchte er sein Glück im Angriff. Chancen auf Gegenspiel machte auch ein in der Ecke auf a8 verlaufener, gegnerischer Springer, der jedoch immer zuverlässig gedeckt werden und später ins Spiel zurückkehren konnte. Das Ende habe ich nicht gesehen, aber alle Angriffsversuche schlugen fehl und der bessere gegnerische König plus Qualität und Freibauer haben den Tag am Ende wohl entschieden. Meine Partie war eine Tragödie, wie sie mir noch nie passiert war. Zumindest habe ich keine Erinnerung an eine Turnierpartie ähnlichen Endes. Ich kam eigentlich ganz gut aus der Eröffnung heraus, mit der Initiative und den weitaus besseren Figuren. Mein Gegner entschied sich für eine Variante, in der er zwar seinen Läufer hinter meinen Bauern aus der Partie nahm und welcher immer Gafahr lief, verloren zu gehen, aber dies bot wohl die besten praktischen Chancen. Da ich keinen direkten Weg sah, den Läufer abzuholen, spielte ich mit aktiven Figuren auf Angriff. Leider ließ ich dann ein wenig Gegenspiel zu und durch ein Qualitätsopfer konnte mein Gegner direkte Drohungen aus der Stellung nehmen und zudem einen Freibauern kreieren. Dieser schien aber überhaupt nicht gefährlich zu sein, da mein Läufer volle Kontrolle über das Umwandlungsfeld besaß. Im 40. Zug bot mir mein Gegner dann Remis an, was ich auf jeden Fall ablehnen wollte, da ich die Stellung wohl nur hätte verlieren können, wenn ich es darauf angelegt hätte. Allerdings überlegte ich zu lange und intensiv daran, mit welchem Gewinnplan ich fortsetzen würde, bis mich der Schiedsrichter mit einem (zumindest mich vollkommen überraschenden)  "Zeit" aus allen Wolken riss. Ich hatte einfach total die Zeit vergessen und damit die Partie verloren.

Somit haben wir am Ende sehr deutlich 0:4 verloren. Dennoch war es mal wieder eine Freunde eine echte Turnierpartie zu spielen.

Souveräner Einzug ins Halbfinale des 4er-Pokals

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 1 DWZ Rangnr. SV Linden 1 DWZ 2,5:1,5
1 1 Quast, Marcel 2229 2 Schreck, Roland 2109 ½:½
2 2 Brüggestraß, Volker 1994 5 Schmidt, Ralph 1921 ½:½
3 3 Gottmann, Bernd 1953 10 Luek, Harald 1744 1:0
4 4 Berens, Thomas 1801 12 Skara, Milenko 1712 ½:½

Bericht von Marcel Quast

Heute fanden zwei der vier Viertelfinalpaarungen im 4er-Pokal 2019/20 zentral beim SV Welper statt. Neben unserem Spiel gegen Linden traf der Gastgeber auf die SU Annen. Thomas sah in einer wilden Theorievariante früh nichts besseres als eine Zugwiederholung, sodass seine Partie remis endete. Dasselbe Ergebnis steuerte Volker bei, der aus einer leicht besseren Stellung nichts herausholen konnte. Sein Gegner büßte zwar das Rochaderecht ein, hätte aber doch rechtzeitig seinen versperrten Turm ins Spiel bringen können. Mein Gegner opferte eine Qualität und bekam dafür etwas Gegenspiel mit seinen vermeintlich starken Springern. Ich habe keinen Gewinn gesehen und nachdem viele Bauern getauscht wurden, nahm ich das Remisangebot meines Gegners an. Zu diesem Zeitpunkt hatte Bernd bereits einen Läufer mehr und musste nur noch einen gegnerischen Freibauern stoppen. Dies war relativ simpel, sodass wir dank unseres Matchwinners Bernd am Ende verdient in die nächste Pokalrunde eingezogen sind. Interessanterweise liefen kurz nach 17 Uhr, als wir uns zum nur wenige Meter entfernten Hattinger Weihnachtsmarkt aufmachten, noch alle vier Partien des Parallelkampfes.

4er-Pokal: Saisonauftakt gelungen

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 1 DWZ Rangnr. SF Springer Bochum 1 DWZ 3,5:0,5
1 2 Brüggestraß, Volker 1994 5 Bacaksiz, Bilal 1633 ½:½
2 6 Melmer, Felix 1813 8 Lietz, Werner 1646 1:0
3 7 Löffelbein, Klaus 1823 10 Glass, Herbert 1520 1:0
4 9 Boost, Jürgen 1807 11 Glaß, Udo 1298 +:-

Bericht von Volker Brüggestraß

Zur 1. Runde des Viererpokals trafen sich am Sonntag insgesamt 14 Mannschaften in der Aula der Erich Kästner Gesamtschule (nur der SV Linden hatte spielfrei). Wir mussten gegen die Mannschaft des SF Springer Bochum antreten. Da unser Gegner genau wie wir nicht mit seiner bestmöglichen Aufstellung antreten konnte und außerdem das letzte Brett freilassen musste, konnten wir uns mühelos mit 3½:½ durchsetzen. Als Erster gewann Jürgen Boost nach Ablauf der Karenzzeit, da sein Gegner am 4. Brett kurzfristig absagen musste. Danach gewann auch Klaus Löffelbein ziemlich zügig. Zuerst stellte sein Gegner nach wenigen Zügen eine Figur ein und danach gewann Klaus noch eine Qualität. Als dann die meisten anderen Figuren abgetauscht waren, gab Klaus' Gegner auf. Der Gegner von Felix Melmer versuchte die Turnierpartie im Blitztempo zu spielen, wovon Felix sich aber nicht anstecken ließ und seine Bedenkzeit ausnutzte. Dies führte dazu, dass Felix die angenehmere Stellung auf dem Brett hatte und einen schönen Königsangriff initiieren konnte. Diesem Angriff hatte sein Gegner nichts entgegenzusetzen, so dass er wenige Züge vor dem Matt aufgab. Von meiner Partie gibt es nicht viel zu berichten. Nach der Eröffnung verpasste ich zwei Möglichkeiten auf Vorteil zu spielen, aber auch mein Gegner spielte auf Sicherheit, so dass nach 20 Zügen und beim Stande von 3:0 auf dem Brett nichts mehr los war. Mein Gegner bot mir die Punkteteilung an und für mich gab es keinen Grund das Angebot nicht anzunehmen.

4er-Pokal: Aus im Halbfinale

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 1 DWZ Rangnr. SV Welper 1 DWZ 1,5:2,5
1 1 Quast, Marcel 2216 1 Füllgrabe, Thomas 2264 0:1
2 3 Brüggestraß, Volker 2051 3 Bastians, Felix 2093 1:0
3 4 Melmer, Felix 1908 7 Schaller, Fabian 1958 0:1
4 7 Berens, Thomas 1866 8 Teich, Udo 1915 ½:½

Bericht von Marcel Quast:

Wir hatten zwar Heimrecht, jedoch richtete der SV Welper, der in beiden Begegnungen vertraten war, das Halbfinale zentral aus. Wir kamen recht gut in die Partien hinein, Felix konnte den Königsläufer des Gegners durch eigene und fremde Bauern so einmauern, dass er auf h8 für die Ewigkeit wirkungslos bleiben würde. Allerdings wendete sich das Blatt, als der Welperaner sein Glück im Königsangriff suchte. Felix griff fehl und seine Figuren standen sich gegenseitig im Weg und konnten nicht mehr gut gedeckt werden. Damit lagen wir 0:1 hinten, was jedoch Volker ausgleichte. Sein Gegner dachte lange nach und in Zeitnot patzte er, wodurch Volker taktisch zwei Bauern und kurze Zeit später die Partie gewann. Ich musste mich dem Druck meines Gegners stellen, der aufgrund aktiver Figuren meinen Turm passiv zum Decken verurteilte. Nachdem mein Gegner aber keine Fortschritte mehr sah, bot er zunächst den Damentausch und kurz darauf Remis an. Ich lehnte ab, weil Thomas ein Turmendspiel mit Minusbauer auf dem Brett hatte. Sein Gegner ließ sich jedoch zu viel Zeit und musste am Ende gar remis bieten, weil ihm eben jene weglief. Unglücklicherweise habe ich das Turmendspiel vergeigt, womit wir ausgeschieden sind. Ein Remis hätte nach Berliner Wertung gereicht.

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