Schachaufgabe des Tages

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Finalpaarung des Vereinspokals steht fest

Bericht von Marcel Quast

Nachdem Bernd Gottmann vor knapp zwei Monaten bereits gegen Robin Wüllner der Einzug ins Finale gelang, konnte ich am Freitag gegen Volker Brüggestraß nachziehen. Die Turnierpartie endete relativ ereignisarm nach wenigen Zügen remis, weil sich viele Figuren abtauschten und zudem ungleichfarbige Läufer auf dem Brett verblieben. Dafür sollte der Stichkampf im Blitzen die Zuschauer entschädigen. In der ersten Partie ließ ich im Angriffssinne einen bedrohten Turm stehen, um dann zu merken, mein Plan geht ja gar nicht auf. Volker sah dies natürlich auch und gewann schließlich den Turm und zwei oder drei Züge später die Partie. Ich war nun bereits im Zugzwang und musste unbedingt gewinnen, um eine dritte Stichkampfpartie zu erreichen. Es schien auf ein Remis hinauszulaufen, doch ich musste natürlich alles versuchen, den vollen Punkt zu ergattern. Dies gelang mir, nachdem Volker durch eine Unachtsamkeit eine Qualität einstellte. Von nun an würde die erste weitere gewonnene Partie den Finaleinzug bedeuten. Die beiden folgenden Partien endeten beide mit einem Damendauerschach, die erste nach einem interessanten und spannenden Verlauf, die zweite in einer Remisvariante. Die fünfte Blitzpartie brachte schließlich die Entscheidung. In einer bereits leicht besseren Stellung, in der ich trotz möglichem Bauerngewinn für den Partiegewinn noch reichlich hätte ackern müssen, stellte Volker seine Dame einzügig ein. Somit darf ich gegen Bernd das Finale des Vereinspokals 2022 bestreiten, in dem ich die weißen Steine führen werde, da Bernd bereits in seinen beiden vorherigen Partien den Anzugsvorteil besessen hatte. Ein Termin für das Finale steht noch nicht fest, da der ursprünglich geplante Freitag aufgrund der Verlegung des zweiten Halbfinals nicht gehalten werden konnte.

Zur Übersicht aller Paarungen des Vereinspokals

Abstecher ins rheinische „Ausland“ – zu Besuch beim KKS

Bericht von Matthias Gawlick

Wer in den Herbstferien Zeit hat, sich ans Brett zu setzen, wird als Bochumer vor allem das Münsterland-Open (oder das Challenger-Turnier als Ableger) in Erwägung ziehen. Da ich aber keine ganze Woche opfern konnte, blieb das Wochenend-Turnier des Klubs Kölner Schachfreunde übrig. Davon möchte ich kurz berichten.

1967 gegründet, erhielt der Verein in den letzten Jahren wachsenden Zuspruch und zählt mit mittlerweile gut 150 Mitgliedern zu den größten Clubs in NRW. Neben verschiedenen Teams von NRW-Liga bis zur Kreisebene engagieren sich Ehrenamtliche in der Organisation auch von kleineren Turnieren. Unter der Federführung der "guten Seele" Jasper Langner, der auch mitspielte, durften sich bei der diesjährigen Auflage 38 Interessierte bei fünf Runden Schweizer System austoben. "Lokalkolorit" gab es reichlich, ja fast könnte man sagen, es handelte sich um eine Klubmeisterschaft, denn Auswärtige (gar aus dem Ruhrgebiet) konnte man an zwei Händen abzählen. Die unten stehende "Warnung" verrät auch, warum…

Aber zunächst das Positive: Was der Spielstätte in der Nähe des Kölner Innenstadtrings an Breite fehlt (sechs Meter?), macht sie durch Länge wett. Fast jedenfalls. Daher wurde in zwei hintereinander liegenden Räumen gespielt, damit alle dabei sein konnten, und einen richtigen Analyse-Raum gab es nicht. Auch einen Aufenthaltsraum musste man entbehren, aber durch das gute Wetter fiel das nicht ins Gewicht. Man stellte sich zum Rauchen oder Reden einfach auf die stille Seitenstraße, in der das Spiellkokal liegt. Außerdem gab es die üblichen Kleinigkeiten zum Verzehr, so dass eigentlich alles passte und eine durchweg freundliche, mitunter familiäre Stimmung herrschte – der Schiedsrichter (eine "graue Eminenz" aus der ersten Mannschaft) wurde nicht bemüht. Sieger wurde ein ungarischer FM, der in Berlin spielt, und tatsächlich 225 Euro einstrich (Näheres unter klub-koelner-schachfreunde.de).

Eine kleine "Reisewarnung" zum Schluss: Auswärtige finden zwar ein liebevoll verpacktes Mini-Turnier vor, die Fragen der Anreise (Auto? Zug?) oder der Unterbringung (Hotel? Pension? Airbnb? Freunde?) sind aber bei einer der beliebtesten Großstädte schwieriger zu lösen als an anderen Orten. Auch das Preisniveau in der Kölner Innenstadt liegt merklich höher. – Apropos Niveau: da mochte ich nicht mitmachen und beendete mit einer dürftigen Performance (2 aus 5) das Wochenende im rheinischen Ausland. Dennoch würde ich sagen: Köln ist eine Reise wert!

Monatsblitzturnier Oktober

Rangliste: Stand nach der 5. Runde im 2. Durchgang 
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 Punkte DiVerg
1 Quast,Marcel 2218 ** ½1 11 11 11 11 9.5
2 Brüggestraß,Volker 2021 ½0 ** 11 ½1 11 11 8.0
3 Gottmann,Bernd 1952 00 00 ** 11 11 11 6.0
4 Meise,Ulrich 1757 00 ½0 00 ** 11 11 4.5
5 Wüllner,Robin 1525 00 00 00 00 ** 11 2.0
6 Dukhan,Obada   00 00 00 00 00 ** 0.0

Bericht von Marcel Quast

Letzten Freitag hatten wir mit Obada ein neues Gesicht bei uns im Verein zu Gast, der zuvor die meiste Zeit nur online Schach gespielt hatte und sich nun auch am Schach vor Ort versuchen und seine Spielstärke steigern möchte. Gleich in der ersten Runde hätte er für einen Paukenschlag sorgen können, da er gegen Volker ein gewonnenes Endspiel mit Mehrfigur auf dem Brett hatte, dieses aber aufgrund eines gegnerischen aktiven Königs und eines weit vorgerückten Freibauern noch verlor. Während der Freibauer König und Läufer beschäftigte, gelang es Volker mit seinem König die drei letzten Bauern von Obada zu beseitigen und seine eigenen waren danach einfach zu stark gegen den vereinsamten Läufer. An der Spitze blieb es bis zur letzten Runde eng. Während wir beide gegen Bernd und Robin jeweils voll punkten konnten, musste Volker gegen Uli ein Remis hinnehmen. Das direkte Duell in der Hinrunde endete auch unentschieden, sodass die letzte Runde über den Tagessieg entschied. Hier konnte ich mich durchsetzen und in der Jahreswertung den Rückstand auf Volker verkürzen. Nichtsdestotrotz hat er noch immer alle Trümpfe in der Hand, um den Blitztitel in diesem Jahr zu erringen.

Kein Vereinsabend am 28. Oktober

Aufgrund anderweitiger Saalnutzung fällt der Vereinsabend am 28. Oktober leider aus.

Erste Mannschaft verpasst ersten Saisonsieg

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 1 DWZ Rangnr. SV Bochum-Linden 1 DWZ 4:4
1 1 Quast, Marcel 2218 1 Hahn, Matthias 2084 ½:½
2 2 Brüggestraß, Volker 2021 2 Böhm, Ingo 2059 1:0
3 3 Gottmann, Bernd 1952 4 Kandyba, Andriy 1951 0:1
4 4 Löffelbein, Klaus 1884 6 Schmidt, Ralph 1850 0:1
5 5 Kalle, Yannis 1787 7 Hochstein, Udo 1863 0:1
6 6 Boost, Jürgen 1813 10 Schütz, Paul 1569 1:0
7 7 Meise, Ulrich 1757 16 Masuhr, Fritz 1613 1:0
8 8 Al Zoubi, Ahmad 1600 2001 Skara, Milenko 1700 ½:½

Bericht von Marcel Quast

Tabellenführer zu Gast beim Schlusslicht! Das klingt nach einer klaren Sache, doch zum einen war zuvor erst eine Runde gespielt, womit die Aussagekraft nicht sonderlich hoch ist und zum anderen waren jeweils vier Teams oben und unten in der Tabelle punktgleich, denn bis auf ein 4:4-Unentschieden endeten alle Mannschaftskämpfe in der ersten Runde 4,5:3,5. Dies zeigt, wie eng es in dieser Verbandsklasse Gr. 3 zugehen kann und dieser Eindruck bestätigte sich auch am gestrigen Sonntag, wenn auch erst gegen Ende hin, denn zwischenzeitlich lagen wir 3:0 in Führung!

Den Anfang machte Uli, der seinem Gegner im Mittelspiel einen Bauern abluchste und im Schwerfigurenendspiel seinen Freibauern laufen ließ, der nicht aufzuhalten war. Volker erhöhte auf 2:0. Er erarbeitete sich ein starkes Zentrum mit den Bauern d5 unf e5 und gewann bei besserem Figurenspiel erst einen Bauern und später einen zweiten. Sein Gegner hatte genug gesehen und gab sich geschlagen. Den letzten Sieg auf unserer Seite holte Jürgen, der nach Angriff auf seine Qualität durch einen Zwischenzug mit der Drohung Zwischenschach und eigenem Qualitätsgewinn am Ende dieser forcierten Zugfolge einen Mehrbauern besaß. In der Folge konnte Jürgen dann noch eine Qualität gewinnen und schlussendlich ein Endspiel mit ganzer Mehrfigur erreichen, das leicht gewonnen war. Zu diesem Zeitpunkt sah es so aus, als würden wir als Sieger "von den Brettern gehen", doch das Blatt wendete sich leider. Klaus spielte mit gleicher Farbe gegen seinen Gegner vom letzten Dienstag aus der Bochumer Stadtmeisterschaft und dieser wich bereits im ersten Zug ab, wonach die Partie nicht so scharf und wild verlief wie fünf Tage zuvor, in deren Verlauf Klaus eine vorteilhafte Stellung erhalten hatte. Aber auch gestern konnte Klaus seinen Anzugsvorteil nutzen und sich eine Gewinnstellung erspielen, griff beim Verwerten allerdings fehl und stellte durch einen Gegenangriff einen Turm und damit die Partie ein.

Dafür hatte ich Glück, meine Partie nicht als Verlierer zu beenden. Im Übergang von der Eröffnung zum Mittelspiel versuchte ich aktiv die Stellung zu öffnen um mich zu entlasten, was in der Folge aber nur zu Problemen führte. Mein Gegner überspielte mich und ich musste meinen guten Verteidigungsläufer für einen Springer geben. Daraufhin war auch ein Bauer nicht mehr zu halten, immerhin hätte ich dafür seine Bauernstruktur zerstört und sein Läuferpaar wäre nicht so schnell zur Geltung gekommen. Aus diesem Grund und bei wenig Restbedenkzeit auf meiner Seite entschied sich der Lindener stattdessen dazu, weiter druckvoll gegen meinen schwachen Bauern und auch meinen sehr schwachen König zu spielen. Wenige Züge später verpasste er es dann mit taktischen Mitteln die Partie für sich zu entscheiden und nachdem auch seine Bedenkzeit immer geringer wurde, verflachte die Partie und das Remis war dann folgerichtig. Bernd geriet im Mittelspiel in eine Stellung, in der er etwas unter Druck stand und die schlechtere Bauernstruktur aufwies. Durch Tausch der Springer – bei gleichzeitigem Schlagen eines Bauern mit Schach – gewann sein Gegner diesen Bauern und mit Minusbauern im Turmendspiel sah es ziemlich schlecht aus. Nachdem dann auch noch die Türme getauscht werden mussten, war das Bauernendspiel hoffnungslos. Einen halben Mannschaftspunkt brauchten wir noch zum Mannschaftsremis, doch es hätte auch ein ganzer sein können. Ahmad entwickelte seine Figuren aktiver, stellte seine Bauern besser auf und besaß Raumvorteil. Zudem startete er einen Angriff auf den gegnerischen König. Diesen konnte sein Gegner zunächst erst einmal abwehren, doch Ahmad blieb am Drücker. In der Folge konnte der Lindener allerdings Gegenspiel initiieren und in Vorteil kommen. Nichtsdestotrotz erreichte Ahmad am Ende dank aktiver Dame und der Möglichkeit zum Dauerschach die Punkteteilung. Damit war sicher, dass wir den Mannschaftskampf zumindest nicht mehr verlieren würden. Yannis stand in einem Endspiel mit Dame und Turm sowie ungleichfarbigen Läufern – mit zuvor auch noch einem Springerpaar auf dem Brett – wohl nicht schlechter. Zwar besaß sein Gegner einen gedeckten Freibauern, doch dieser konnte von Yannis gut blockiert werden. Sein Gegner versuchte den vollen Punkt durch Eindringen seines Turmes über die g-Linie zu erzielen. Nach dem Tausch der Türme gelang es schließlich der Dame in Yannis' Stellung vorzudringen und mithilfe des nun mobilen Freibauerns und erzwungenem Damenabtausch nebst nicht zu parierender Bauernumwandlung in eine neue Dame die Partie zu entscheiden.

Damit endete dieser aufregende Mannschaftkampf nach 3:0 Führung noch mit einem 4:4-Unentschieden, das unterm Strich beim Betrachten der Partieverläufe insgesamt zu wenig ist. Aktuell stehen wir mit einem Mannschaftspunkt auf einem Abstiegsplatz, aber nach erst zwei Runden ist natürlich noch lange nichts entschieden. Weiter geht es am 16. Oktober im ersten Auswärtsspiel gegen Rochade Eving aus Dortmund.

3. Mannschaft startet mit einem knappen Sieg in die Saison

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 3 DWZ Rangnr. Bochumer SV 5 DWZ 2.5:1.5
1   Schulz, Robin 1287   van den Brink, Peter 1424 1:0
2   Wisnewski, Joachim   Scheithauer, Ralf 1340 ½:½
3   Schulz, Wolfgang 976   Ehm, Christian 1293 0:1
4 34 Bußmann, Stephan 1072   Meiler, Wolfgang 1208 1:0

Hinweis: Die Rangnummern stehen aktuell noch falsch im Portal und werden später korrigiert.

Bericht von Robin Schulz

Joachim spielte in einer geschlossenen Eröffnung eine sehr ausgeglichene Partie, in der er im Mittelspiel einen Bauern gewinnen konnte. Diesen Vorteil musste er jedoch gleich wieder abgeben. Mit arg fortgeschrittener Bedenkzeit und einer Stellung, in der sich beide Seiten neutralisierten, einigte man sich hier auf Remis. Wolfgang und sein Gegner lieferten sich ein taktisches Feuerwerk, in dem es Wolfgang leider nicht gelang seinen Gegner wirklich unter Druck zu setzen. Nach einigen verzweifelten Versuchen musste er die Partie leider aufgeben. Stephans Gegner unterlief bereits im 9. Zug ein Patzer, wonach er eine Qualität verlor. Danach hatte Stephan mit den stärkeren Zügen geliebäugelt, leider aber nicht die besten Fortsetzungen gefunden, wodurch die Partie wieder ins Gleichgewicht kam. Zum Schluss hätte er noch schneller gewinnen können, hatte diese Möglichkeit aber leider übersehen. In einer ruhigen, strategischen Partie der Philidor- Verteidigung, in der es lange Zeit ausgeglichen war, stellte mein Gegner im 34. Zug eine Figur ein und verlor die Partie in der Folge. Ein knapper Sieg zum Auftakt, der Mut für den Rest der Saison gibt.

Saisonstart der Zweiten missglückt

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 2 DWZ Rangnr. Sport Union Annen 2 DWZ 3:5
1   Steinke, Matthias 1785   Sieberg, Klaus 1692 -:+
2 1001 Berghaus, Matthias 1764   Richter, Bernd 1616 1:0
3   Säglitz, Patrick 1702   Leckebusch, Hans Peter 1689 -:+
4   Wüllner, Robin 1525   Heile, Dennis 1632 ½:½
5   Schüler, Bernd 1373   Kurz, Heinrich 1557 0:1
6   Schulz, Robin 1287   Lackner, Andreas 1522 +:-
7 1004 Osthus, Reinhard 1363   Sieberg, Rolf 1507 ½:½
8   Schulz, Wolfgang 976   Dachrodt, Heinz-Günther 1526 0:1

Hinweis: Die Rangnummern stehen aktuell noch falsch im Portal und werden später korrigiert.

Bericht von Robin Wüllner

Gegen SU Annen 2 konnten wir in der vergangenen Spielzeit noch punkten, das war uns heute leider nicht vergönnt. Wir starteten nur zu sechst mit drei! Aushilfskräften aus der dritten Mannschaft (vielen Dank hier nochmal an Robin Schulz für die Unterstützung). Da aber auch Annen einen Ausfall zu beklagen hatte, wurde nur an 5 Brettern gespielt und es stand schon am Anfang 1:2 gegen uns.

Bernd spielte mit Schwarz eine Sizilianische Verteidigung und musste sich schon früh gegen eine sehr aktive Dame des Gegners wehren. Diese konnte seinen König von seinem Startfeld vertreiben und nach starkem Angriffsspiel des Gegners kam es zum Matt im 24. Zug. Meine Partie verlief recht ereignisarm. Ich spielte Schottisch und bekam das Zentrumsfeld für meine Dame. Nach einer langen Rochade von mir und einer kurzen meines Gegners wollte ich den gegnerischen König bedrohen, aber mir unterlief ein Fehler, der zum Damentausch führte. Ich nahm das Remisangebot meines Gegners an, bei noch jeweils sechs Bauern, zwei Türmen und einem Springer. Matthias konnte dann unseren einzigen echten Punkt erzielen. Nach der Eröffnung konnte er sich einen Bauern Vorteil erspielen und später augenscheinlich eine Qualität gewinnen, woraufhin sein Gegner aufgab. Wolfgang versuchte sein Glück in einem Angriff auf den König des Gegners, allerdings verlor er debei wohl eine Figur. Er kämpfte lange im Nachteil weiter, aber es half alles nichts, im Turmendspiel mit Minusspringer musste er die Niederlage einsehen. Reinhard kam in seiner Französischen Verteidigung ein wenig ins Hintertreffen, nachdem er sich von dem Angriff auf seinen König zu sehr einschüchtern ließ und nach einem Tausch auf f5 einen mächtigen Bauern vor der Brust hatte. Angesichts des Spielstandes einigte man sich aber auf ein Remis, wobei die Stellung zum Schluss wieder recht ausgeglichen wirkte.

Letztendlich bleibt nur zu sagen, dass sich unsere dezimierte Truppe wacker geschlagen hat und es bleibt zu hoffen, dass für die nächsten Spiele wieder die geplanten Stammkräfte zur Verfügung stehen.

Erste Mannschaft startet mit einer Niederlage in die Verbandsklasse

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 1 DWZ Rangnr. Bochumer SV 3 DWZ 3,5:4,5
1 1 Quast, Marcel 2218 17 Niekrens, Stefan 1968 1:0
2 2 Brüggestraß, Volker 2021 18 Birkemeyer, Jan 1835 0:1
3 4 Löffelbein, Klaus 1884 19 Hofer, Stefan 1778 0:1
4 5 Kalle, Yannis 1787 20 Abdullayev, Elchin 1886 0:1
5 6 Boost, Jürgen 1813 22 Czarnetzki, Iori 1767 ½:½
6 7 Meise, Ulrich 1757 23 Vonderhecken, Florian 1:0
7 8 Al Zoubi, Ahmad 1600 24 Lampe, Thomas 1901 0:1
8 11 Berghaus, Matthias 1764 3001 Hartenberg, Yannick 1659 1:0

Bericht von Marcel Quast

Letzte Saison sind wir noch gegen die Zweite vom Bochumer SV angetreten, nach unserem Abstieg in die Verbandsklasse trafen wir gestern nun auf deren Dritte. Leider änderte sich das Endergebnis allerdings nicht, auch dieses Match haben wir mit der knappsten aller Niederlagen verloren. Insgesamt kann man aktuell noch nicht sagen, wo wir nominell in dieser Saison stehen, da das Ergebnisportal noch immer Probleme macht, Ranglisten nicht eingegeben werden konnten und keine Aufstellungen im Portal stehen.

Es ging anfangs schon relativ schnell in die falsche Richtung, zwei Niederlagen brachten unseren Gast mit 2:0 in Führung. Yannis spielte ein interessantes Figurenopfer und erhielt dafür drei Bauern und Spiel gegen den entblößten König, der jedoch trotzdem recht sicher zu stehen schien. Sein Gegner suchte sein Glück selbst im Angriff und ihm gelang es den lang rochierten König in die MItte zu treiben und dort durch seine Schwerfiguren Material zu gewinnen. Klaus wählte seine bevorzugte Eröffnung, in der er zunächst etwas passiv steht und später versucht aktiv zu werden. Dies gelang gestern allerdings nicht und nach dem Tausch eines Turmpaares schlug es in Form eines Springers auf f7 mit Schach und Turmverlust ein, Klaus gab auf. Bei Jürgen war wohl nicht allzu viel los, nach einigen Abtäuschen bot er seinem Gegner remis, was dieser auch annahm. Im Hinblick aufs spätere Endresultat und der zwar recht ausgeglichenen, aber noch lange nicht remisen Stellung kam die Punkteteilung vielleicht etwas zu früh. Den ersten vollen Punkt der neuen Saison steuerte Uli bei. Zwar besaß er nach der Eröffnung einen Bauern mehr, hatte aber wohl die schlechtere Leichtfigur. Nach nur einem kurzen Blick auf seine Stellung war mir nicht klar, wie diese einzuschätzen ist. Das Ende der Partie kam dann sehr abrupt. Uli stellte seine Dame auf die gegnerische Grundreihe, wo sie vom Turm des Gegners hätte geschlagen werden können, doch dann hätte Ulis Turm aufgrund fehlender Luftlöcher mattsetzen können. Daher machte sein Gegner ein Luftloch, übersah dabei aber, dass die Dame auch einfach den Turm auf c8 schlagen kann und das Luftloch auf a6 dann keinen Nutzen hat. So gab sein Gegner aufgrund des Turmverlustes auf.

Unser Gast stellte dann den Zwei-Punkte-Vorsprung wieder her. Volker opferte in der Eröffnung für etwas Entwicklung einen Bauern. Dies war allerdings keine gute Idee, wie er hinterher berichtete. Sein Gegner besaß einen gesunden Mehrbauern und baute im Doppelturmendspiel mit zusätzlich Springer gegen Läufer Druck gegen den Bauern f2 auf. Diesen versuchte er mit dem Vormarsch des e- und f-Bauern zu verstärken und den deckenden Läufer zu nerven. Volker suchte sein Glück im aktiven Verteidigen mittels g4, wonach sein Gegner in ein Turmendspiel abwickelte, das er dann auch schließlich gewann. Ich konnte den Rückstand noch einmal verkürzen. In der Eröffnung wählte ich eine scharfe Variante, in der mein Gegner fehlgriff und in Nachteil geriet. Nach einigem Manövrieren hatte ich zwei Figuren für einen Turm und zwei Bauern. Diese waren aber nicht der Rede wert, da ich das Läuferpaar und eine sichere Stellung besaß. Mein Gegner hatte keine Felder zum Eindringen und einen echten Plan auf Seiten von Weiß habe ich auch nicht gesehen. Nach einem Fehler von mir hätte er nochmal in die Partie zurückkommen können, doch stattdessen opferte er einen Bauern, der zwar etwas Spiel gegen meinen König erlaubte, aber keine echte Gefahr darstellte. Nach einer weiteren Ungenauigkeit konnte ich zwei Bauern und wenig später die Partie gewinnen. Ahmads Gegner spielte das interessante Flügel-Gambit im Sizilianer, welches Ahmad jedoch ablehnte. Ich habe nicht viel von der Partie mitbekommen, doch im Endspiel besaß Ahmad zwei Bauern weniger. Nach einem Fehler ging dann auch noch eine Figur verloren, wonach er die bereits hoffnungslose Partie aufgab. Nach eigener Aussage stand er im Mittelspiel nicht schlechter – schade, dass er später dann in dieses verlorene Endspiel geriet. Der Mannschaftskampf war damit entschieden, doch Matthias und sein Gegner kämpften eifrig weiter. Der Bochumer hatte die gesamte Partie über Zeitnot, fand aber auch bei geringer Bedenkzeit die richtigen Züge und konnte aus einer leicht passiven Stellung ein Endspiel mit Dame gegen zwei Türme mit zusätzlich ungleichfarbigen Läufern und einem Mehrbauern erreichen. Wie es dazu kam, habe ich jedoch nicht mitbekommen. Trotz Mehrbauern und leicht geschwächter Königsstellung sah es nicht so aus, als wäre ein voller Punkt zu holen. Matthias wollte sogar selbst angreifen oder war es nur eine aktive Verteidigung? Mit einem temporären Bauernopfer öffnete unser Ersatzmann die gegenrische Königsstellung, um mit den beiden Türmen und dem Läufer Ungemach anzurichten. Sein Gegner spielte selbst nach vorne und stellte – wohl aufgrund dieser latenten Zeitnot – seinen Läufer ein. Einige Züge später fiel dann auch das Plättchen, wobei die Partie wohl auch verloren war, da es nicht nach einem Dauerschach aussah.

Somit sind wir mit einem Fehlstart in die neue Saison gekommen und werden in den nächsten Runden sehen, wohin die Reise geht. Der nächste Mannschaftskampf findet bereits in zwei Wochen statt, wenn wir am 25. September in einem erneuten Heimspiel den SV Linden empfangen werden.

Monatsblitzturnier September

Rangliste: Stand nach der 5. Runde im 2. Durchgang 
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 Punkte DiVerg
1 Brüggestraß,Volker 2021 ** 01 11 1 11 11 8.0
2 Roßbach,Sebastian   10 ** 01 ½ 11 11 6.5
3 Meise,Ulrich 1758 00 10 ** 0 01 11 4.0
4 Al Zoubi,Ahmad 1605 0 ½ 1 ** 1 1 3.5
5 Boost,Jürgen 1802 00 00 10 0 ** 10 2.0
6 Ulrich,Robin 1555 00 00 00 0 01 ** 1.0

Bericht von Volker Brüggestraß

Zum Blitzturnier im September hatten sich leider zuerst nur 5 Teilnehmer zusammengefunden, parallel fand noch eine Partie aus der Vereinsmeisterschaft zwischen Bernd und Daniel statt. Nach der Hinrunde traf noch Ahmad ein, so dass er zumindest noch an der Rückrunde teilnehmen konnte. Zum Start verlor ich gleich gegen Sebastian in wenigen Zügen, allerdings blieb dies mein einziger Punktverlust. Jürgen startete mit 2 Punkten aus 2 Partien, konnte dann aber keinen weiteren Punkt mehr einfahren. In der Rückrunde schaffte Ahmad dann 3,5 Punkte aus 5 Partien und schob sich noch auf den 4. Platz nach vorne. Hätte er das gesamte Turnier mitgespielt, wäre er wohl auf einem der vorderen Plätze gelandet.

Uli Meise gewinnt den Grand-Prix 2022

Rangliste: Stand nach der 5. Runde 
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 Punkte DiVerg
1 Quast,Marcel 2211 ** 1 1 ½ 1 3.5
2 Meise,Ulrich 1758 0 ** 1 ½ 1 2.5
3 Pflieger,Christin 1765 0 0 ** 1 1 2.0 2
4 Säglitz,Patrick 1702 ½ ½ 0 ** 1 2.0 0
5 Schüler,Bernd 1373 0 0 0 0 ** 0.0

Bericht von Marcel Quast

Durch einen zweiten Platz im letzten Turnier gewann Ulrich Meise den Grand-Prix 2022, denn in der Gesamtwertung liegt er hauchdünn mit einem Zähler vor mir. Nachdem wir beide zusammen das erste Turnier gewannen, wurde mir mein dritter Platz im zweiten Turnier zum Verhängnis. Zwar konnte ich erneut Uli im direkten Duell besiegen, doch am Ende reichte ihm ein Remis in der Schlussrunde gegen Patrick zum Gesamtsieg. Mit einem Sieg wäre Patrick noch an Uli vorbeigezogen und hätte den zweiten Platz erreicht. Patrick kam allerdings verspätet zu seiner Form, da er in Runde 1 noch gegen Christin verlor, die damit durch den gewonnenen direkten Vergleich auch noch vor ihm landete. Bernd gelang dieses Mal als nominell krasser Außenseiter keine Überraschung.

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Freitag, 2. Dezember im Jugendheim
(Monatsblitzturnier)

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