Erste Mannschaft nur noch mit Minimalchance auf den Klassenerhalt

1891 5.0 : 3.0 SC Gerthe-Werne 1 1894
1
2100
0.5 – 0.5
2140
2
2035
0.5 – 0.5
2005
3
2046
1 – 0
1940
4
1771
0 – 1
1926
5
1726
1 – 0
1809
6
1850
1 – 0
1792
7
1816
0 – 1
1799
8
1783
1 – 0
1738

Bericht von Marcel Quast

Nach zuvor zwei Siegen in Serie mussten wir heute wieder eine Niederlage einstecken, die uns nur noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt in der Verbandsliga lässt. Hätte der ehemals Letzte aus Rüttenscheid nicht gegen unseren direkten Konkurrenten Gladbeck einen Platz vor uns gewonnen, wären wir bereits sicher abgestiegen. Nach knapp drei Stunden lagen wir bereits mit 0:4 hinten und der Mannschaftskampf war praktisch entschieden. Felix stand wohl nicht schlecht, als er auf einen kleinen Trick hereinfiel, der ihn die Qualität für einen Bauern kostete. In der Folge hatte sein Gegner eine Mattdrohung aufgestellt, die nur durch die Dame verhindert wurde. Als diese abgelenkt wurde und nicht mehr die Deckung aufrecht erhalten konnte, strich Felix die Segel. Yannis konnte zwar in der Eröffnung und dann im Mittelspiel materiell das Gleichgewicht halten, das gegnerische Läuferpaar im Zusammenspiel mit weiteren aktiven Figuren und Yannis' schwachem König erschien aber äußerst bedrohlich. Der Herner gewann dann zwar nicht im Angriff, aber nach einem Fehler eine Figur, die für den Sieg reichte. Jürgen schien in meinen Augen mit Schwarz nicht schlechter zu stehen, wickelte aber in der Folge falsch ab und geriet in Nachteil. Die gegnerischen Leichtfiguren und auch der Turm waren auf einmal alle aktiv. Das genaue Ende habe ich nicht mitbekommen, aber anscheinend waren die Drohungen zu stark, sodass Jürgen diese nicht parieren konnte. Uli stand von Anfang an sehr passiv und beengt. Unter Druck kollabierte seine Stellung nach einem Fehler und die Partie war praktisch entschieden. Zwar kämpfte er noch ein paar Züge, schlussendlich allerdings vergebens.

Ich kam ganz gut aus der Eröffnung und hatte das aktivere Figurenspiel und etwas Druck auf einen Isolani. Im Glauben einen Bauern gewinnen zu können, wickelte ich ab, übersah dabei aber eine Ressource und musste ebenfalls einen Bauern geben. Das entstandene Endspiel mit Turm und Springer gegen Turm und Läufer war gefühlt eher vorteilhaft für meinen Gegner, weshalb ich das Remisangebot trotz der damit sicheren Mannschaftsniederlage annahm. Bei Volkers Partie konnte niemand wirklich etwas aus der Eröffnung herausholen, beide hatten zudem einen relativ schlechten Läufer. Es entstand ein Endspiel mit Läuferpaar gegen Springer und Läufer, in dem Volker leicht besser stand, das aber bei genauem Spiel des Gegners wohl nicht zu gewinnen war. Die Partie endete dann abrupt, als der Herner nach einem Bauerntausch ein Matt übersehen hatte. Bernds Gegner opferte im Mittelspiel einen Bauern für etwas Angriff und aktives Figurenspiel, übersah dabei aber einen starken Springerrückzug, wonach die Damen getauscht wurden und Bernd mit einem Mehrbauern verblieb. Im weiteren Verlauf der Partie gelang es ihm allerdings nicht, Nutzen aus diesem zu ziehen und nachdem er zunächst ein Remisangebot ablehnte, bot er später selbst die Punkteteilung an. Matthias' Partie war recht verworren mit beiderseits seltsam anmutenden Bauernstrukturen und Leichtfigurenstellungen. Die Stellung insgesamt schien aber vorteilhaft für Matthias zu sein und nach und nach machte er Fortschritte. Auch hier habe ich das Ende aufgrund der Analyse meiner eigenen Partie nicht gesehen, doch der Herner konnte wohl nicht alle Schwächen verteidigen und unterlag zum 3:5-Endstand aus unserer Sicht.

Damit haben wir am letzten Spieltag mit einem Punkt Rückstand nur noch eine theoretische Chance gegen den Tabellenvierten die Klasse zu halten. Wenn Gladbeck gegen unseren heutigen Gegner nicht über ein 4:4 hinauskommt, halten wir dank aktuell gleicher Brettpunktzahl die Klasse mit einem Seg, bei einer Gladbecker Niederlage würde uns sogar ein 4:4 reichen.