| 1483 | 1.5 : 4.5 | SC Gerthe 46-Werne 2 | 1438 | ||
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1
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1624
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0 – 1
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1657
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2
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1588
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0.5 – 0.5
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1595
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3
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1538
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-/+
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1486
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4
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1496
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0 – 1
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1296
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5
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1336
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0.5 – 0.5
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1236
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6
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1316
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0.5 – 0.5
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1358
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Bericht von Robin Wüllner
Nach unserer langen Durststrecke konnten wir gegen die zweite Mannschaft von Hattingen endlich wieder punkten und hatten sogar keine Niederlage auf unserer Seite.
Die Hattinger ließen Brett drei offen, sodass Daniel spielfrei gewann. Den Anfang machte Reinhard, der in seiner Französischen-Verteidigung am Damenflügel einen Bauernvorstoß versuchte. Beide Spieler bevorzugten es die Stellung geschlossen zu halten und einigten sich nach dem 22. Zug auf ein Remis. Hier hätte Reinhard allerdings mit einer Taktik eine Qualität gewinnen können, wobei diese auch sehr schwer zu finden war. Matthias eröffnete wie gewohnt Englisch und bekam es mit einem Slawisch zu tun. Es kam zu symmetrischen kurzen Rochaden und Matthias entschloss sich am Damenflügel zu attackieren. Es wurden je ein Springer und Turm abgetauscht, ehe Matthias einen Bauern gewinnen konnte und die bessere Stellung erlangte. Sein Gegner kämpfte trotzdem noch lange gegen die Niederlage an, versuchte Tricks, die Matthias aber abwehren konnte. Schließlich konnte Matthias alle Figuren tauschen und hatte ein klar gewonnenes Endspiel, was sein Gegner dann auch einsah.
Ich hatte in meiner Indisch-Partie ein wenig Glück, mein Gegner kam etwas schwächer aus der Eröffnung und lud mich am Damenflügel zu viel Raumgewinn ein. Hier verwarf ich leider einen starken Zug, da ich nicht weit genug rechnete. Ich sah nur einen Figurengewinn gegen drei Bauern und die schlechtere Stellung für mich, aber einen Zug später hätte ich eine Qualität bekommen, was die Variante für meinen Gegner unattraktiv gemacht hätte und er somit eine andere, für mich aber auch günstige Spielfortsetzung gewählt hätte. So verlief mein Angriff im Nichts und ich kam ins Straucheln im Zentrum. Auf meinen schwächsten Zug, der mit einem Bauerngewinn in drei Zügen hätte bestraft werden können, folgte aber das Remisangebot meines Gegners, was ich annahm. Joachim eröffnete mit Spanisch und wurde von einem frühen Bauernvorstoß am Königsflügel von seinem Gegner überrascht. Deswegen wählte er die lange Rochade und konnte danach das passive Spiel seines Gegners ausnutzen mit einem Bauerngewinn. Kurz danach verpasste er aber seinen Springer auf das starke Feld e6 zu ziehen und seinen Gegner an der langen Rochade zu hindern. Der schaffte es nun seine etwas schwächeren Figuren abzutauschen und wenig später Schachmatt zu drohen. Das konnte Joachim fast nur durch Dauerschach verhindern, und da sein Gegner da nicht herauskam, endete die Partie remis. Robin hatte in seiner Partie lange zu knabbern, kam mit dem Caro-Kann nicht so gut ins Spiel, profitierte aber von einem nicht erzwungenen Läufertausch seines Gegners. In einer geschlossenen Stellung traute sich Robin auf die Rochade zu verzichten und stattdessen mit dem König einfach nach vorne zu laufen, um die Türme zu verbinden. Es wurden einige Figuren getauscht und Robin hatte dann einen Freibauern im Turmendspiel. Sein Gegner wollte unbedingt auf Sieg spielen, hatte aber nicht genügend Tempi, um Robins Bauern zu stoppen, beziehungsweise um eine Gegendrohung aufzubauen und so musste er schlussendlich das Handtuch werfen.
Vor dem letzten Mannschaftskampf stehen wird damit auf dem Tabellenplatz sechs (von 9 Mannschaften) und können definitiv nicht mehr auf den Abstiegsplatz fallen, mit einem Sieg könnten wir noch die Tabellenmitte erreichen.