Schachaufgabe des Tages

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3. Mannschaft

Hoher Sieg der Dritten gegen den Bochumer SV 5

Br. Rangnr. Bochumer SV 5 DWZ Rangnr. SC Gerthe – Werne 3 DWZ 1:5
1 33 Laggies, Frank 1542 18 Schulz, Robin 1236 0:1
2 35 van den Brink, Peter 1422 19 Biermann, Jannik 1427 0:1
3 36 Scheithauer, Ralf 1335 20 Osthus, Reinhard 1374 0:1
4 37 Ehm, Christian 1252 21 Brunnstein, Lorenz 1375 ½:½
5 38 Preuß, Thorsten 1212 22 Riedel, Frank 1228 ½:½
6 51 Grone, Pierre 1415 39 Brodt, Andreas 1549 0:1

Bericht von Robin Schulz

Leider konnte Bernd Schüler heute nicht spielen. Da sowieso alles entschieden war, war das nicht schlimm. Lorenz spielte schnell, erreichte ein Turmendspiel und einigte sich mit seinem Gegner auf Remis. Frank war fast zur gleichen Zeit fertig, auch er sah in seiner Partie keinen Gewinnweg und einigte sich ebenfalls auf Remis. Das waren auch genug Punkte für den Bochumer SV. Reinhard gewann seine Partie souverän. Jannik spielte eine grundsolide Partie, in der er mit zwei Türmen mattsetzen konnte. Andreas überspielte seinen Gegner langsam, bis er kurz vorm Endspiel durch einen Spieß eine Qualität gewann. Sein Gegner konnte seine Bauern im Endspiel nicht mehr decken und verlor. 4 zu 1 für unsere Mannschaft. Ich selber spielte mein geliebtes Englisch und konnte im Mittelspiel eine Qualität gewinnen, die ich leider kurz vorm Endspiel wieder abgeben musste. Dennoch erhielt ich ein Endspiel mit gleichfarbigen Läufern und zwei Mehrbauern, welches ich mit einem Qualitätsopfer zum Sieg brachte.

Ein Sieg, der vielleicht etwas zu deutlich ausgefallen ist. Wenn die Mannschaft (mich eingeschlossen) die ganze Saison über so gespielt hätte, hätten wir bestimmt nicht zu lange um den Klassenerhalt zittern müssen. Ein gelungener Saisonausklang, der Hoffnung für die neue Spielzeit gibt.

Dritte Mannschaft erreicht ein Unentschieden

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 3 DWZ Rangnr. SG Blankenstein 1 DWZ 3:3
1 17 Schüler, Bernd 1456 1 Heidemann, Detlef 1588 0:1
2 18 Schulz, Robin 1236 3 Reinhardt, Kai 1532 ½:½
3 19 Biermann, Jannik 1427 4 Winzen, Rolf 1434 ½:½
4 20 Osthus, Reinhard 1374 6 Szibrowski, Frank 1172 ½:½
5 22 Riedel, Frank 1228 8 Hummel, Raphael 858 ½:½
6 39 Brodt, Andreas 1549 9 Schoeps, Ernfried 1099 1:0

Bericht von Robin Schulz

Frank hatte eine Qualität gewonnen, musste sie wenig später leider wieder abgeben und konnte die Partie noch in ein Remis abwickeln. Reinhard spielte grundsolide, hatte leichten Vorteil, konnte den aber nicht in etwas Zählbares ummünzen, auch er machte Remis. Einige Zeit später musste auch Jannik einsehen, dass ein Sieg leider nicht mehr möglich war, auch er spielte Remis. Ich selber hatte ein Endspiel mit Turm und Dame plus zwei Läufer gegen Turm und Dame plus Läufer und Springer vom Gegner. Da ich keinen Gewinnweg sah, nahm ich das Remisangebot meines Gegners an. Bernd spielte ordentlich, verlor im Mittelspiel leider eine Qualität und sah sich im Endspiel mit Dame und Springer gegen Dame und Turm vor einer nicht lösbaren Aufgabe. Er verlor das Spiel etwas unglücklich. Andreas gewann im Mittelspiel durch eine schöne Kombination eine Figur und später dann auch die Partie.

Durch das Unentschieden und den damit zu 99 % sicheren Klassenerhalt kann unsere Mannschaft am 5. Mai gestärkt mit vollem Selbstvertrauen zum letzten Saisonspiel zum Bochumer SV reisen.

Knappe Niederlage der 3. Mannschaft gegen Höntrop

Br. Rangnr. SG Höntrop 3 DWZ Rangnr. SC Gerthe – Werne 3 DWZ 3,5:2,5
1 17 Tolksdorf, Jürgen 1605 17 Schüler, Bernd 1456 1:0
2 18 Bock, Oswin 1375 18 Schulz, Robin 1238 1:0
3 19 Keller, Frank 1318 19 Biermann, Jannik 1427 0:1
4 20 Pokolm, Arnold 1155 20 Osthus, Reinhard 1374 ½:½
5 21 Schneider, Helmut 1041 22 Riedel, Frank 1228 0:1
6 22 Koch, Heinrich-Dieter 1276 39 Brodt, Andreas 1549 1:0

Bericht von Robin Schulz

Nach kurzer Zeit konnte Frank seinem Gegner den ganzen Punkt abknüpfen, eine Freude, die nicht lange währte. Im Endspiel zwei Türme gegen Dame musste Bernd kurze Zeit später leider die Segel streichen. Der kurzfristig eingesprungene Andreas schaffte es leider nicht gegen seinen Gegner und verlor am Ende etwas glücklos. Reinhard konnte eine Stellung mit Bauern mehr leider doch nicht gewinnen und machte nach einiger Zeit Remis. Ich selber erkämpfte mir einen Bauern, um wenig später einen Spieß auf Springer und Dame zu übersehen. Das Endspiel mit zwei Leichtfiguren plus Freibauer für die Dame war nach einer eingestellten Qualität leider verloren. Besser machte es Jannik; im Damenendspiel gewann er eine Qualität und schuf sich einen Freibauern, sodass sein Gegner kurz vor der Umwandlung des Bauern entnervt aufgab.

Eine knappe 2,5 zu 3,5 Niederlage die nicht hätte sein müssen. Am 7. April spielen wir zu Hause gegen die 1. Mannschaft aus Blankenstein.

3. Mannschaft gewinnt gegen Linden 3

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 3 DWZ Rangnr. SV Bochum-Linden 3 DWZ 4,5:1,5
1 17 Schüler, Bernd 1456 17 Crell, Holger 1726 0:1
2 18 Schulz, Robin 1238 18 Hochstrate, Dieter 1492 +:-
3 19 Biermann, Jannik 1427 19 Wolf, Klaus 1287 ½:½
4 20 Osthus, Reinhard 1374 20 Bonikowski, Reinhard 1310 1:0
5 22 Riedel, Frank 1228 23 Crell, Christopher 797 1:0
6 25 Schulz, Wolfgang 954 27 Krasberg, Paul 1:0

Bericht von Robin Schulz

Linden reiste mit einem Mann weniger an, das 2. Brett konnte leider nicht spielen, so gewann ich kampflos. Wolfgang spießte Springer und Dame, sodass er seine Partie in wenigen Zügen gewinnen konnte. Frank gewann seine Partie ungefähr zur gleichen Zeit. Reinhard gewann im Turmendspiel mit Mehrbauern. Bernd musste sich leider einer stark gespielten Birderöffnung geschlagen geben. Jannik stand lange auf Gewinn und lief am Schluss leider noch in eine Läufergabel zwischen König und Bauern kurz vor der Umwandlung, danach einigte man sich auf Remis. Der erste Sieg unserer 3. Mannschaft nach Niederlagen gegen die Spitzenmannschaften lässt auf eine versöhnliche Saison hoffen und uns mit Selbstvertrauen am 17. März nach Höntrop fahren.

Hohe Niederlage für die 3. Mannschaft

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 3 DWZ Rangnr. SV Welper 3 DWZ 1:5
1 17 Schüler, Bernd 1456 17 Krummsdorf, Sven 1727 0:1
2 18 Schulz, Robin 1238 18 Krummsdorf, Jörg 1794 0:1
3 19 Biermann, Jannik 1427 20 Schaller, Bettina 1435 0:1
4 21 Brunnstein, Lorenz 1375 21 Aufermann, Kevin 1338 1:0
5 22 Riedel, Frank 1228 22 Schaller, Sigrid 1490 0:1
6 25 Schulz, Wolfgang 954 3001 Gepting, Richard 1057 0:1

Bericht von Robin Schulz

Lorenz gewann seine Partie, er konnte durch einen Fehler des Gegners profitieren. Leider war es das schon mit den erfreulichen Nachrichten. Bernd konnte im Turmendspiel seine Bauern nicht halten und Jannik spielte eine Zeit lang mit einer Figur weniger. Er konnte zwar noch einen Bauern zurückgewinnen, verlor die Partie aber auch. Ich selber habe durch Scharmützel im Zentrum eine Figur eingestellt und hatte im Läuferendspiel keine Aussicht mehr auf Erfolg. Frank schlug sich auch tapfer, musste aber leider genau wie ich die Segel streichen. Mein Vater kämpfte am längsten, hatte aber letztendlich im Turmendspiel auch keine Schnitte. Es war der erwartet schwere Kampf, den wir leider etwas zu hoch verloren haben.

Dritte Mannschaft verliert in Welper

Br. Rangnr. SV Welper 4 DWZ Rangnr. SC Gerthe – Werne 3 DWZ 4:1
1 23 Hommerich, Thomas 1571 17 Schüler, Bernd 1461 1:0
2 24 Borgböhmer, Markus 1411 18 Schulz, Robin 1204 ½:½
3 25 Morbach, Marius 1197 19 Biermann, Jannik 1428 -:-
4 27 Retterath, Florian 1070 20 Osthus, Reinhard 1378 ½:½
5 4003 Rogall, Jürgen 1378 22 Riedel, Frank 1229 +:-
6 4010 Conrad, Janis 1147 25 Schulz, Wolfgang 976 1:0

Bericht von Robin Schulz

Leider mussten Lorenz und Jannik absagen und als Ersatzspieler konnte nur Wolfgang einspringen, Frank war leider zeitlich verhindert. So mussten wir mit vier Spielern antreten. Welper musste genauso ein Brett freilassen, sodass wir schon mit 0:1 im Rückstand lagen. Mein Vater verlor leider im Mittelspiel die Qualität und dann relativ schnell auch die Partie. Bernd wehrte sich lange mit einer Qualität weniger, das konnte aber leider die Niederlage auch nicht mehr abwenden. Ich selber habe trotz einer leicht besseren Stellung das Remisangebot meines Gegners dann doch angenommen. Schlussendlich konnte Reinhard seine Partie noch remis halten. Schade, in Bestbesetzung wäre hier vielleicht ein Sieg möglich gewesen.

Die dritte Mannschaft beginnt mit einer Niederlage

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 3 DWZ Rangnr. SG Winz-Baak 2 DWZ 2:4
1 17 Schüler, Bernd 1456 9 Kyeck, Siegfried 1492 ½:½
2 19 Biermann, Jannik 1427 10 Toger, Volodimir 1458 1:0
3 20 Osthus, Reinhard 1374 11 Weißer, Willibald 1398 ½:½
4 21 Brunnstein, Lorenz 1375 12 Hass, Bernd 1260 0:1
5 22 Riedel, Frank 1228 13 Wesener, Jörn 1258 0:1
6 24 Bußmann, Stephan 1084 14 Laferi, Günter 0:1

Bericht von Stephan Bußmann

Tja, es war nicht unser Tag. Mit mir als Ersatz für Robin sind wir heute in die erste Partie der Saison geschlittert, obwohl es anfänglich ganz gut aussah. Ich hatte viel Platz in der Eröffnung, mein Gegner muckelte sich ein und zur Belohnung oder eher Aufmunterung stellte ich eiskalt meinen Läufer ein. Nachdem ich es schaffte, mir die Figur zurückzuerobern, gelang mir aber auch nicht viel mehr. Ich musste die Partie aufgeben. Bernd einigte sich in einer starren Stellung mit seinem Gegner auf Remis. Bei Frank und Lorenz spielten sich ähnliche Szenarien ab. Frank hatte gegen Ende eine Figur und Lorenz eine Qualität weniger. Beide mussten sich geschlagen geben. Als nächstes einigte sich Reinhard in einem ausgeglichenen Turmendspiel auf Remis. Er versuchte vorher noch einige Zeit, seine Stellung zu verbessern und einen Punkt mitzunehmen, doch die Stellung ließ am Ende nichts Besseres zu. Jannik hatte mehr Erfolg. Ebenfalls in einem Turmendspiel konnte er es schaffen, einen Bauern zur Dame umzuwandeln und seinen Gegner zum Aufgeben zu zwingen. Jetzt gilt die Devise "Abhaken und weitermachen". Die Saison ist noch jung und wir werden noch punkten!

6:2 Niederlage der Dritten gegen Welper

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 3 DWZ Rangnr. SV Welper 3 DWZ 2:6
1 17 Lewandowski, Günter 1525 17 Schaller, Kai 1675 0:1
2 18 Schüler, Bernd 1431 20 Krummsdorf, Jörg 1778 0:1
3 19 Kowalski, Mika 1541 21 Höttler, Alexander Walter 1651 0:1
4 20 Biermann, Jannik 1449 22 Striebeck, Roman 1665 ½:½
5 21 Wüllner, Robin 1474 23 Schaller, Bettina 1392 -:+
6 22 Ebersbach, Hans-Joachim 1424 3002 Schaller, Sigrid 1479 -:+
7 23 Osthus, Reinhard 1304 26 Borgböhmer, Markus 1431 1:0
8 24 Kalle, Michael 1277 28 Morbach, Marius 1177 ½:½

Bericht von Michael Kalle

Am heutigen letzten Spieltag hatten wir die 3. Mannschaft von Welper zu Gast. Zwar ging es um nichts mehr, aber dennoch wurde an den Brettern wacker gekämpft. Günter musste sich erst im Endspiel geschlagen geben, Bernd bekam schon in der Eröffnung eine gedrückte Stellung und konnte sich nicht mehr befreien. Auch Mika konnte heute keinen Blumentopf gewinnen, während Jannik heute in einem Kraftakt (seine Partie ging bis knapp nach 18:30) ein Remis nach Hause bringen konnte. Robin und Hajo konnten heute leider nicht spielen. Dafür holte Reinhard einen ganzen Punkt und auch ich konnte mit einem halben Pünktchen zum Gesamtergebnis beitragen.

Allen Spielern dieser Saison einen herzlichen Dank fürs Spielen und ich hoffe, dass es trotz des Ergebnisses ein bisschen Spaß gemacht hat.

Aus und vorbei: 3,5:4,5 Niederlage gegen Günnigfeld 3

Br. Rangnr. SV Günnigfeld 3 DWZ Rangnr. SC Gerthe – Werne 3 DWZ 4,5:3,5
1 17 Evers, Klaus 1628 18 Schüler, Bernd 1434 1:0
2 18 Schulz, Eberhard 1518 19 Kowalski, Mika 1527 1:0
3 20 Freisen, Marco 1484 20 Biermann, Jannik 1449 0:1
4 21 Radzik, Thomas 1418 21 Wüllner, Robin 1370 ½:½
5 22 Sinzig, Ralf 1392 22 Ebersbach, Hans-Joachim 1424 ½:½
6 23 Kümmel, Hans-Jürgen 1278 23 Osthus, Reinhard 1304 ½:½
7 24 Marondel, Marian 1282 24 Kalle, Michael 1258 0:1
8 40 Simeonidis, Marios 1373 3001 Albaba, Abdul Karim 1:0

Bericht von Michael Kalle

Tja, es hat nicht sollen sein in dieser Saison. Die letzte Chance auf einen Mannschaftssieg endete mit einer Niederlage. Immerhin: Jannik konnte seinen ersten Sieg verzeichnen und hat sich auch entsprechend gefreut, zumal er auch die Anerkennung von seinem Gegner bekommen hat. Herzlichen Glückwunsch an Jannik und Daumen hoch für beide! Hajo und Reinhard haben jeweils ein Remis geholt, ebenso wie Robin, der allerdings lange um den ganzen Punkt gekämpft hat. Ich selbst konnte heute einen ganzen Punkt nach Hause bringen. Allerdings muss man schon sagen, dass Verstand dabei am Ende eher eine geringe Rolle gespielt hat. Durch einen eher ungünstigen Damenzug hatte ich meinem Gegner die Möglichkeit zu einer Springergabel gegeben, allerdings hatte er sie auch nicht gesehen. Dadurch konnte ich im nächsten Zug das entsprechende Feld decken. Im Endspiel konnte ich dann mit einem Grundlinienmatt das Spiel gewinnen, wobei das auch nicht wirklich zwingend war. Ein Lob an dieser Stelle an Bernd, Karim und Mika. Zwar haben die drei heute nicht punkten können, aber alle haben ihre Haut recht teuer verkauft und haben vorbildlich gekämpft.

Damit ist die Saison für uns nun endgültig gelaufen. Zwar haben wir noch einen Mannschaftskampf am 27.05., spielen dann aber gegen den Tabellenersten Welper. Aber selbst ein Sieg, so unwahrscheinlich dieser auch sein mag, würde uns nicht mehr von den Abstiegsplätzen katapultieren.

Nächste Saison wird dann wieder besser. 

Bitteres 4:4 gegen SG Witten 2

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 3 DWZ Rangnr. SG Witten 2 DWZ 4:4
1 17 Lewandowski, Günter 1543 9 Altenschöpfer, Maximilian 1586 1:0
2 18 Schüler, Bernd 1434 10 Papenkordt, Karl-Hermann 1530 ½:½
3 19 Kowalski, Mika 1527 11 Krawietz, Siegfried 1386 1:0
4 20 Biermann, Jannik 1449 12 Rüsing, Thomas 1504 0:1
5 21 Wüllner, Robin 1370 13 Vonrüden, Regina 1443 0:1
6 22 Ebersbach, Hans-Joachim 1424 14 Lang, Christopher 1206 1:0
7 23 Osthus, Reinhard 1304 28 Vonrüden, Tobias 789 ½:½
8 24 Kalle, Michael 1258 35 Badur, Hannes 936 0:1

Bericht von Michael Kalle

Das durchaus Garstige am Schachspiel ist ja zuweilen, dass man ehrlicherweise nicht verloren hat, weil der andere besser war, sondern weil er die eben dampfend frisch auf dem Brett servierten Fehler gefunden und ausgekostet hat. Und dass man eben andererseits selbst nicht in der Lage war, es diesem gleich zu tun, wohl wissend, dass auch jener irgendwo auf dem Brett ebenfalls eine Leckerei oder zumindest doch einen kleinen Happen versteckt hat, denn in unserer Spielstärke ist das ja so üblich und zählt zu den gepflegten Umgangsformen. Aus der Distanz betrachtet, also zum Beispiel aus dem Blickwinkel eines Jemanden, der von draußen zufällig durch ein Fenster auf die reich gedeckten Tische eines Gourmettempels schaut und dann weiter hastet, erscheint das Schachspiel als ein fröhliches Geben und Nehmen. Aber wie gesagt, das gilt nur aus der Distanz und aus dem Blickwinkel eines Unbeteiligten.

Sitz man selbst am Brett, stehen einem zuweilen die Haare zu Berge. So z.B. Robin, der in ausgeglichener Stellung und ohne Not einen Turm einstellte, oder, um besser im Bilde zu bleiben, diesen für die gegnerische Gabel frisch servierte. Etwas anders lief es bei Günter, dem es gelungen war, eine Qualität aus des Gegners Buffet zu knabbern, um dann, nach einigen Verdauungszügen, – quasi über die Theke hinweg – einen Damentausch erzwang in dem guten Wissen, dass er sich nun an des Gegners verbliebenem Material laben können würde. Das war dem Gegner aber dann wohl nicht recht und er gab die Partie verloren. Einen wiederum ganz anderen Charakter hatte die Partie von Hajo. Hier wurde sowohl großzügig gegeben als auch genommen, mal lag Hajo mit einer Figur vorne (die er übrigens durch eine feine Attacke auf den gegnerischen König erobert hatte und dies soll auch der einzige Ausflug in die Realität in diesem Artikel gewesen sein, versprochen), mal war die Mehrfigur wieder weg, dann fischte er sich eine Qualle und so wogte das Mahl wohl mehrere Male hin und her, bis Hajo dann doch des Gebens müde geworden, einen ganzen Punkt verschlang. Mika, seinem jugendlichen Alter entsprechend, kam nicht weiter als bis zum nächsten Schnellrestaurant, bestellt, holte ab und ging. Mit einem ganzen Punkt. Das war wieder ganz anders als bei Jannik, der zwar ebenfalls noch jung ist, aber anders als Mika leider mit leeren Händen die Heimreise antreten musste. Bei Reinhard und seinem Gegner wiederum war es eher wie bei guten Freunden, die sich um einen Teller versammelt haben, um mal so zu schauen, ob etwas Verdauliches dabei sei. Und so ließ ein jeder mal die ein oder andere Chance auf dem Tisch, nur um dann am Ende um so heftiger miteinander über die verbliebenen Reste zu streiten. Keiner konnte hierbei das verbliebene Bauernobst des anderen an sich bringen oder aber das eigene zur Veredelung, so dass am Ende dann geteilt wurde. Ganz ähnlich verlief es bei Bernd. Auch hier wurde brüderlich geteilt, nur war man hier um einiges schneller. Mein Gegenüber war noch sehr jung, allerdings ließ er schon bei der  Menüaufstellung erkennen, dass er wohl wisse, wie man etwas anrichtet. Und so überlegte ich mir stets zweimal, ob ich die Suppe auch auslöffeln könnte, die mir die nächste Idee einbringen könnte. Also löffelte ich ganz tapfer und kam schließlich zu dem Punkt, an dem man sich Gedanken über den gelungenen Ausklang eines Abends macht. Und ich meine damit meinen gelungenen Abend. An dieser Stelle, liebe Leser, können die Genießer unter Ihnen in Erwartung auf das Kommende ruhig mal mit der Zunge schnalzen, können Sie sich genüsslich in den Sessel zurücklehnen und die Daumen sanft über ihre Fingerkuppen streicheln lassen, als wenn Sie sich ein Glas guten Weines unter die Nase halten, die Aromen aufnehmen und sich entfalten lassen, ein perfektes Bild zeichnend von zeitloser Schönheit, um sich das Glas dann erwartungsvoll langsam zum Munde zu führen. Denn genau an dieser Stelle habe ich die Partie verloren, auf Zeit. Und ich meine damit nicht, dass der tragische Held unter der Abgabe von Schweiß, Blut, Tränen und archaischer Grunzlaute mit den letzten Kräften seine Figürchen über das glühende Brett zerrt, um dann von der heimtückischen Klappe erbarmungslos und hinterrücks und kurz vor dem wohlverdienten und gerechten Sieg niedergestreckt zu werden. Ich meine damit, dass ich bei meinem 40. Zug!!!!! etwas zu lange überlegt habe. Genau genommen, zwei Minuten zu lang. Dann hat's mein Gegner bemerkt. Ende, aus, Mickey Maus, so sieht's aus. 4:4, das war's. Damit ist der Klassenerhalt nur noch theoretischer Natur.

Falls sich unter der Leserschaft wer findet, der sich nicht zu den Genießern zählt oder freundschaftliche Gefühle für diesen unseren Verein hegt: hey, es ist völlig ok, wenn Sie jetzt kotzen. Ich werden ganz nah bei Ihnen stehen.

Nächster Vereinsabend

Freitag, 24. Mai im CVJM-Heim
(Training)

Nächstes Jugendtraining

Mittwoch, 29. Mai im CVJM-Heim

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