{"id":7957,"date":"2018-02-11T21:40:59","date_gmt":"2018-02-11T20:40:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sc-gerthe-46werne.de\/?p=7957"},"modified":"2018-02-12T22:44:59","modified_gmt":"2018-02-12T21:44:59","slug":"dsam-2018-marcel-quast-fuer-das-finale-qualifiziert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sc-gerthe-46werne.de\/?p=7957","title":{"rendered":"DSAM 2018 &#8211; Marcel Quast f\u00fcr das Finale qualifiziert"},"content":{"rendered":"<p>Von Freitag bis heute habe ich in Br&uuml;hl, in unmittelbarer N&auml;he zu K&ouml;ln, eine der sieben Vorrunden der <strong>Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft<\/strong>, kurz DSAM, gespielt. Das Turnier ist so aufgebaut, dass sich in sieben TWZ-Gruppen an sieben Vorrundenorten sieben Spieler f&uuml;r das Finale qualifizieren, deshalb der Slogan 7<sup>3<\/sup>. Dies ist in diesem Jahr neu, denn zuvor war es noch 6<sup>3<\/sup> und zu Beginn gar 5<sup>3<\/sup>. In meiner Gruppe A (TWZ 2101 &#8211; 2300) nahmen insgesamt 21 Spieler teil, von denen bereits drei f&uuml;r das Finale in Leipzig qualifiziert waren. Mit der Startnummer sechs schien ich gute Chancen auf einen der begehrten Pl&auml;tze zu haben, doch erstens wurden die ELO-Zahlen zur Reihenfolge herangezogen, zweitens z&auml;hlten die Zahlen des Anmeldedatums und drittens ist ja das Spannende an der DSAM, dass in jeder Gruppe jeder jeden schlagen kann, weil die Spielst&auml;rkeunterschiede nicht allzu gro&szlig; sind. Somit stellt dieses Turnier eine sehr gute B&uuml;hne f&uuml;r Leute dar, die einmal nur gegen gleichstarke Gegnerschaften antreten wollen.<\/p>\n<p>In der ersten Runde spielte ich mit Schwarz gegen <strong>Frank Hoffmeister<\/strong>&nbsp;von der&nbsp;SVG Eppstein (DWZ 2138 \/ ELO 2167). Gegen meinen scharfe Er&ouml;ffnung w&auml;hlte er einen soliden Aufbau, sodass ich fr&uuml;h Ausgleich hatte. Ich versuchte auf Gewinn zu spielen, lehnte ein Remisangebot ab, aber am Ende konnte ich keinen Fortschritt machen und bot selbst die Punkteteilung an. Die zweite Runde war die schicksalhafteste Partie im Turnier. Ich dachte gegen <strong>Taylan G&uuml;lsen<\/strong> (2182 \/ 2186) von der SG Niederkassel gut aus der Er&ouml;ffnung gekommen zu sein. F&uuml;r einen Bauern hatte ich jedoch etwas Probleme, meinen K&ouml;nig in Sicherheit zu bringen. Ich musste meinen Mehrbauern zur&uuml;ckgeben und geriet zudem ins Hintertreffen. In der Folge &uuml;berspielte mich mein Gegner und h&auml;tte die Partie vermutlich gewonnen, wenn er nicht seinen Turm auf ein angegriffenes Feld gestellt h&auml;tte. In dieser Saison ist es schon das zweite Mal, dass einer meiner Gegner in besserer Stellung einz&uuml;gig einen Turm einstellte. H&auml;tte ich die Partie in Runde zwei verloren, w&auml;re es sehr schwierig gewesen, mich zu qualifizieren.<\/p>\n<p><!--more-->In Runde drei spielte ich mit Schwarz gegen den Setzlistenersten <strong>Max Arnold<\/strong> (2246 \/ 2266) vom SK Ettlingen und konnte in einer recht soliden und ereignisarmen Partie remisieren. Es folgte eine brisantere Partie gegen den <strong>FM Thorsten Cmiel<\/strong>&nbsp;(2093 \/ 2127) vom K&ouml;lner SC Dr. Lasker, in der ich zwei Bauern f&uuml;r Entwicklungvorsprung gab. Dies tat ich aber schlichtweg aus dem Grund, da mir nichts Besseres einfiel und ich die Theorie nicht mehr parat hatte. Die Partie endete jedoch fr&uuml;h mit einer Schaukel, da ich seine Dame immerzu angriff, weil sie mir entweder Schach bot oder meine Rochade verhinderte. Meinem Gegner, der vor Kurzem erst aus einer knapp zehnj&auml;hrigen Pause zur&uuml;ckkehrte, gefiel die Stellung auch nicht so recht, sodass er der Schaukel nicht auswich, obwohl die Engine seine Stellung mit leichtem Vorteil bewertet.<\/p>\n<p>In Runde f&uuml;nf wurden schnell viele Remis vereinbart, da so die Qualifikationspl&auml;tze gesichert wurden. Mein Gegner <strong>Martin Molinaroli<\/strong> (2182 \/ 2228) vom SK M&uuml;nster und ich brauchten jedoch etwas l&auml;nger und kamen erst im Schwerfigurenendspiel zur Punkteteilung. Um nicht fr&uuml;h viele Figuren zu tauschen, w&auml;hlte er einen Springerr&uuml;ckzug, der mir durch aktives Bauernspiel Ausgleich bescherte. In der Folge kam ich vom rechten Weg ab und stand schon recht kritisch, obwohl es mir w&auml;hrend der Partie noch nicht ganz so klar war. Gl&uuml;cklicherweise verpasste mein Gegner die M&ouml;glichkeit und sp&auml;testens nachdem er mein Remisangebot durch einen schnellen Schlagzug ablehnte, war ich wieder im Spiel. Die zweite Schlagm&ouml;glichkeit war die bessere und bot mehr Chancen f&uuml;r ihn auf Sieg zu spielen. Wir hatten beide vorger&uuml;ckte Bauern, wobei seine durchaus gef&auml;hrlicher waren, doch nach besagter Ungenauigkeit konnte ich eine nicht zu &uuml;berwindende Blockade aufbauen. Nach dem Tausch beider Springerpaare hielt ich die Blockade im Schwerfigurenendspiel weiter aufrecht und auch sein letzter Versuch mit einem Bauernvorsto&szlig; die Stellung zu &ouml;ffnen und auf meinen r&uuml;ckst&auml;ndigen Bauern zu spielen, blieb erfolglos, da ich immer gen&uuml;gend Gegenspiel auf den seinigen besa&szlig;.<\/p>\n<p>Ich musste noch bis zur Siegerehrung warten, konnte mich dann aber aufgrund der Buchholzwertung &uuml;ber den siebten Platz und damit &uuml;ber die Qualifikation f&uuml;r das Finale in Leipzig am Fronleichnamswochenende freuen. Damit bin ich nun zum dritten Mal bei diesem Event dabei, zuvor zweimal als Teilnehmer der parallel stattfindenden Deutschen Pokal-Einzelmeisterschaft, doch da bin ich im letzten Jahr auf SVR-Ebene gescheitert.<\/p>\n<p>Alles in allem waren es ein paar sch&ouml;ne Tage zur Karnevalszeit in K&ouml;ln-Br&uuml;hl &#8211; viele Schachfreunde waren entsprechend verkleidet! &#8211; und mit <strong>Detlev Wolter<\/strong> von Bochum 02 und <strong>Michael Drzasga<\/strong> von der SG H&ouml;ntrop waren auch zwei alte Bekannte mit dabei. Ersterer konnte in meiner Gruppe einen super dritten Platz erreichen, w&auml;hrend Michael in Gruppe B die Qualifikation leider nicht schaffte. Allerdings wurde er in einem anderen Vorrundenturnier Achter, sodass man sich in Leipzig als Nachr&uuml;cker vielleicht doch noch wiedersehen k&ouml;nnte. Dies w&auml;re auf jeden Fall eine super Sache.<\/p>\n<p>Nun kann ich nur noch jedem empfehlen, auch mal selbst an der DSAM teilzunehmen. Wahrscheinlich war es sogar mit 353 Teilnehmern das gr&ouml;&szlig;te Turnier in meiner Laufbahn, was DSAM-technisch nur durch die &uuml;ber 500 Starter des Vorrundenturniers in Hamburg &uuml;bertroffen wird. Eine Teilnahme an der DSAM, an welchem Standort auch immer, oder seien es gar mehrere, lohnt sich!<\/p>\n<p>Informationen allgemein und speziell zum Turnier in Br&uuml;hl sind auf der Turnierseite unter <a href=\"http:\/\/www.dsam-cup.de\">www.dsam-cup.de<\/a> zu finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Freitag bis heute habe ich in Br&uuml;hl, in unmittelbarer N&auml;he zu K&ouml;ln, eine der sieben Vorrunden der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft, kurz DSAM, gespielt. Das Turnier ist so aufgebaut, dass sich in sieben TWZ-Gruppen an sieben Vorrundenorten sieben Spieler f&uuml;r das Finale qualifizieren, deshalb der Slogan 73. 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